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Schweinshaupten

Schweinshaupten
Gemeinde Bundorf
Koordinaten: 50° 11′ N, 10° 34′ OKoordinaten: 50° 11′ 13″ N, 10° 34′ 13″ O
Höhe: 312 m ü. NN
Fläche: 6,7 km²
Einwohner: 240 (12.05)
Eingemeindung: 1978
Postleitzahl: 97494
Vorwahl: 09523

Schweinshaupten ist seit 1978 ein Teil der Gemeinde Bundorf im Landkreis Haßberge in (Bayern). Der Ort hat eine Fläche von etwa 6,7 km² und 240 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2005), damit also eine Bevölkerungsdichte von 36 Einwohner je km². Die Telefonvorwahl lautet 09523.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Schweinshaupten liegt auf 312 m ü. NN im Naturpark Haßberge nördlich der Haßberge und südöstlich von Bundorf.

Nachbarorte von Schweinshaupten sind Stöckach, Ermershausen, Hofheim in Unterfranken, Sulzdorf an der Lederhecke und Maroldsweisach.

Geschichte

Der Ort ist für die Zeit vor 1057 bezeugt. Freie Geschlechter hatten hier Besitz, Herrschaft, Kapelle (vor 1104) und Schloss, bis die Familie Fuchs 1408 die Herrschaft übernahm, 1447 die heutige Kirche, den Turm, die Schule und anderes bauen ließ. Ausgestattet mit Ämtern in Würzburg, Bamberg und Ritterschlag (1452/56) verwaltete sie von hier bis 1651 den Besitz in zeitweilig über 20 Orten der Region mit Erfolg: Hohe Gerichtsbarkeit und Marktrecht seit 1451.

Im 19. Jahrhundert wurde auch hier die ritterschaftliche Herrschaft aufgelöst, so dass der seit 1563 protestantische Ort ab 1848 politisch selbstständig war, bis er 1978 in die Großgemeinde Bundorf eingegliedert wurde.

Die jüdische Gemeinde am Ort erlebte ihre Blütezeit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als bis zu einem Drittel der Einwohner der Israelitischen Kultusgemeinde angehörte. Mit mehreren Vertretern der Familie Sonn (insbesondere Mosche Sonn, 1789-1856) lebten in Schweinshaupten angesehene rabbinische Autoritäten, deren Meinung in der weiten Umgebung hoch geachtet war. Der jüdische Friedhof in Schweinshaupten wurde 1869 angelegt. Zuvor wurden die Verstorbenen der Gemeinde auf dem Bezirksfriedhof in Kleinsteinach beigesetzt. Es sind etwa 110 Grabsteine erhalten, von denen viele sehr stark verwittert sind. Die letzte Beisetzung war am 11. Januar 1940 (Math. Neumann). Die Friedhofsfläche umfasst 19,80 ar. Der Friedhof ist mit einem Drahtzaun eingefriedet. In der Nähe des Friedhofes befindet sich auf einem Felsbrocken eine Gedenktafel zur Erinnerung an die jüdische Gemeinde in Schweinshaupten.

Kultur und Tourismus

Der Sportverein Schweinshaupten wurde im Jahr 1949 gegründet. Heute umfasst er Fußball- und Korbballmannschaften im Jugend- und Seniorenbereich.

Östlich der Ortschaft Schweinshaupten, Richtung Sulzbach, links vom Badeweiher besteht der Zeltplatz Schweinshaupten, der Platz für über 50 Personen bietet.

Der Friedrich Rückert-Wanderweg mit Start in Schweinfurt und Ziel in Coburg führt durch Schweinshaupten.