Heim

GP2-Serie

Die im Jahr 2005 erstmals ausgetragene GP2-Rennserie ist, wie bisher die Formel 3000, die Nachwuchsklasse der Formel 1 und wird, abgesehen von den Rennen in Übersee, im Rahmen der Grand-Prix-Wochenenden ausgetragen.

Bekannte Piloten, die in der GP2-Serie starteten, sind unter anderem Nelson Angelo Piquet, Timo Glock (Meister 2007), Nico Rosberg (Meister 2005) und Lewis Hamilton (Meister 2006).

Inhaltsverzeichnis

Sportliches Reglement

Ablauf des Rennwochenendes

An einem GP2-Wochenende werden am Samstag und am Sonntag jeweils ein Rennen ausgetragen. Nach einem freien Training von 30 Minuten am Freitag entscheidet ein ebenfalls 30-minütiges Qualifying über die Startaufstellung des ersten Rennens am Samstag, welches über 180 Kilometer ausgetragen wird. Die Startaufstellung für das zweite Rennen am Sonntag über eine Distanz von 80 Kilometerer gibt sich aus dem Ergebnis des ersten Rennens, wobei die ersten acht Piloten in umgekehrter Reihenfolge starten.

Punkteverteilung

Die Punktewertung orientiert sich an der Formel 1. So erhält der Erstplatzierte zehn, der Zweite acht, der Dritte sechs Punkte, bis hin zum Achtplatzierten, der einen Punkt erhält. Darüber hinaus werden Zusatzpunkte verteilt: Der Polesitter des ersten Rennens erhält zwei Bonuszähler. In jedem Rennen wird für den Piloten mit der schnellsten Rundenzeit ein weiterer Punkt gutgeschrieben. Die maximale Punktzahl, die ein Rennfahrer pro Rennwochenende erreichen kann, liegt damit bei 20 Zählern.

Übersicht:

Technik

Chassis

In der im Vergleich zur Formel 1 (bzw. GP1) deutlich kostengünstigeren Nachwuchsserie kommt einheitliche Technik zum Einsatz. In Aussehen, Technik und Leistung ähneln die Monoposti der GP2 den Wagen der Formel 1 jedoch stark. Das Chassis wird von der italienischen Firma Dallara hergestellt und ist nach den Sicherheitsstandards der Königsklasse aus dem Jahre 2003 konstruiert.

Motor und Getriebe

Die eingesetzten 4,0-Liter-V8-Motoren von Renault sind darauf ausgelegt, eine komplette GP2-Saison zu überstehen. Sie besitzen etwa 600 PS Leistung. Die Rundenzeiten der GP2-Boliden liegen im Rennen, je nach Streckenprofil, bis zu 10 Sekunden über denen der Formel 1. Die Getriebe basieren auf den früher vom Team Prost verwendeten. Sie gelten als zu schwer und sorgen für eine ausgeprägte Hecklastigkeit. Zudem gab es Schwierigkeiten beim Anfahren, wodurch öfters Motoren beim stehenden Start abgewürgt wurden. Einige Rennen wurden deshalb fliegend gestartet. Geschaltet wird per Wippe am Lenkrad. Zusätzliche Fahrhilfen wie Servolenkung oder Traktionskontrolle sind verboten.

Reifen

Als Bereifung kommen Einheitsreifen des Reifenherstellers Bridgestone zum Einsatz. Dabei handelt es sich im Gegensatz zur Formel 1 um Slicks.

Bisherige Meister der Formel-GP2-Serie

Die Debüt-Saison 2005 startete am 23. April in Imola, San Marino. Unter den Fahrern starteten mit Gianmaria Bruni (Coloni) und Giorgio Pantano (Super Nova Racing) auch zwei ehemalige Formel-1-Piloten.

Jahr Meister Pts. 2. Platz Pts. 3. Platz Pts. Bestes Team Pts.
2005 Germany Nico Rosberg 120 Finland Heikki Kovalainen 105 the United States Scott Speed 67,5 ART Grand Prix 187
2006 the United Kingdom Lewis Hamilton 114 Brazil Nelson Angelo Piquet 102 France Alexandre Prémat 66 ART Grand Prix 179
2007 Germany Timo Glock 88 Brazil Lucas di Grassi 77 Italy Giorgio Pantano 59 iSport International 118

Formel-GP2-Asia

Ab 2008 wird neben der Formel GP2 auch die Formel-GP2-Asia ausgetragen. Die neue Serie startet am 25. Januar 2008. Das erste Rennen der ersten Saison dieser neuen Rennformel findet in Dubai statt. Der Rennablauf ist analog zur Formel GP2 aufgebaut.

Neben Dubai finden auch Rennen in Indonesien, Malaysia und Bahrain statt. Diese Rennen werden zum Teil im Rahmen der Formel-1-Grand-Prix ausgetragen. Als Testtage wurden der 18., 19., 22. und 23. Januar 2008 festgelegt.

12 Teams aus der GP2-Series und ein Team aus Asien haben sich bereits für die neue Serie angemeldet. Somit haben diese Teams die Möglichkeit an der Formel-GP2-Asia und an der ursprünglichen GP2 teilzunehmen.

In der neuen Serie werden die alten Motoren und Chassis aus der GP2 verwendet. Der Reifenhersteller ist wie in der GP2 Bridgestone.