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Montrond (Jura)

Montrond
Staat Frankreich
Region Franche-Comté
Département Jura
Arrondissement Lons-le-Saunier
Kanton Champagnole
Geographische Lage 46° 48′ N, 5° 50′ OKoordinaten: 46° 48′ N, 5° 50′ O
Höhe 600 m
(513 m–679 m)
Fläche 25,32 km²
Einwohner
– mit Hauptwohnsitz
– Bevölkerungsdichte
(2004)
421 Einwohner
17 Einw./km²
Postleitzahl 39300
INSEE-Code 39364
Website

Montrond ist eine Gemeinde im französischen Département Jura in der Region Franche-Comté.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Montrond liegt auf 600 m, etwa 9 km nordwestlich der Stadt Champagnole (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, im Bereich der Côte de l'Heute am Nordfuß des Mont Rond, zwischen dem Plateau Lédonien im Westen und dem Plateau des Angillon im Osten.

Die Fläche des 25,32 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der größere östliche Teil des Gebietes wird von einem Plateau eingenommen, das durchschnittlich auf 640 m liegt und teils von Acker- und Wiesland, im Süden hauptsächlich von Wald bestanden ist. Zu den großen Waldgebieten zählen die Forêt de la Faye de Montrond, der Bois des Cinq-Chênes und der Bois de la Combe Pachod. Gegen Süden senkt sich das Plateau allmählich ab, wobei der Gemeindeboden bis zum Bachlauf des Angillon (Zufluss des Ain) reicht.

Im Bereich des Dorfes erhebt sich die Krete der Côte de l'Heute, die gemäß der Streichrichtung des Juras in diesem Gebiet in Richtung Südwest-Nordost orientiert ist. Sie bildet nicht einen durchgehenden Kamm, sondern zerfällt in mehrere, teils langgezogene Erhebungen, die maximal 100 m über die umgebenden Plateaus aufragen. Mit 679 m wird auf dem Mont Rond der höchste Punkt der Gemeinde erreicht. Die nordöstlich von Montrond gelegene Combe de Vaumoidon bildet eine Senke zwischen zwei Kreten des Bois de Béguin (bis 660 m). Ein kleiner Gemeindeteil liegt westlich der Côte de l'Heute auf dem Plateau Lédonien (durchschnittlich auf 580 m). Das gesamte Gemeindegebiet zeigt keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert.

Zu Montrond gehören neben dem eigentlichen Ort auch mehrere Weiler und Einzelhöfe, darunter:

Nachbargemeinden von Montrond sind Molain und Valempoulières im Norden, Le Pasquier und Ardon im Osten, Champagnole und Crotenay im Süden sowie Besain im Westen.

Geschichte

Verschiedene Funde weisen darauf hin, dass das Gemeindegebiet von Montrond bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Im 13. Jahrhundert gründete Pfalzgraf Otto III. von Burgund die Festung Montrond, bei der sich mit der Zeit ein kleiner Burgflecken entwickelte. Die Burg und die Umfassungsmauer von Montrond wurden 1479 von Truppen des Königs Ludwig XI. zerstört. Ebenfalls im 13. Jahrhundert wurde das Priorat Vaux gegründet. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte Montrond mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich.

Sehenswürdigkeiten

Die Dorfkirche von Montrond wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Auf dem Mont Rond sind Ruinen der mittelalterlichen Burg aus dem 13. Jahrhundert, darunter der Bergfried, erhalten.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 350
1968 356
1975 357
1982 383
1990 400
1999 408

Mit 421 Einwohnern (2004) gehört Montrond zu den kleinen Gemeinden des Département Jura. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1881 wurden noch 501 Personen gezählt), wurde seit Beginn der 1970er Jahre wieder ein leichtes Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Montrond war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft ist verkehrstechnisch recht gut erschlossen. Sie liegt an der Hauptstraße N5, die von Dole via Poligny nach Champagnole führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Arbois, Besain, Crotenay, Le Pasquier und Valempoulières.