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Uakaris

Uakaris

Uakaris (Cacajao)

Systematik
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Trockennasenaffen (Haplorhini)
Teilordnung: Neuweltaffen (Platyrrhini)
Familie: Sakiaffen (Pitheciidae)
Gattung: Uakaris
Wissenschaftlicher Name
Cacajao
Lesson 1840

Die Uakaris oder Kurzschwanzaffen (Cacajao) sind eine Primatengattung aus der Familie der Sakiaffen (Pitheciidae) innerhalb der Neuweltaffen. Die Gattung teilt sich in zwei Arten.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Uakaris kommen im nördlichen Südamerika vor, von Kolumbien und Venezuela bis Peru und Westbrasilien.

Beschreibung

Auffälligstes Merkmal der Uakaris ist ihr haarloses Gesicht, das an einen verschrumpelten Menschenkopf erinnert. Der Rest des Körpers ist mit langem, dichtem Fell bedeckt, das je nach Art weiß oder braun gefärbt sein kann. Sie sind die einzigen Neuweltaffen mit Stummelschwanz, dieser wird nur rund 15 cm lang. Uakaris selbst erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu 55 cm und ein Gewicht von bis zu 3 kg.

Lebensweise

Wie die meisten Neuweltaffen sind Uakaris tagaktive Baumbewohner, allerdings sind sie in Bezug auf ihren Lebensraum anspruchsvoller als andere Arten. Sie bevorzugen hohe Bäume in der Nähe von Flüssen oder Seen. Sie sind geschickte Kletterer, die sich meist auf allen Vieren fortbewegen, sie können jedoch im Gegensatz zu anderen Sakiaffen nicht gut springen - durch den kurzen Schwanz fehlt ihnen ein Balancewerkzeug. In der Regenzeit halten sie sich ausschließlich in den Bäumen auf, kommen aber in der Trockenzeit auch auf den Boden, um dort ihre Nahrung suchen, Uakaris sind ausgesprochen ruhige Tiere, der einzige Laut ist ein Schrei, der andere Gruppen auf das eigene Revier hinweisen soll. Sie leben in großen Gruppen zusammen, die zehn bis 100 Tiere umfassen können. Während der Nahrungssuche teilen sich diese oft in kleinere Untergruppen auf.

Nahrung

Die Nahrung der Uakaris besteht vorwiegend aus Früchten, daneben nehmen sie auch Blätter und Insekten zu sich.

Fortpflanzung

Alle zwei Jahre bringt das Weibchen ein einzelnes Jungtier zur Welt. Die Männchen kümmern sich nicht um den Nachwuchs. Jungtiere werden mit drei bis fünf Monaten entwöhnt und sind mit drei (Weibchen) bis sechs (Männchen) Jahren geschlechtsreif. Die Lebenserwartung dieser Tiere kann bis zu 20 Jahre betragen.

Bedrohung

Zwar werden Uakaris gelegentlich wegen ihres Fleisches gejagt, die größere Bedrohung stellt jedoch der Verlust des Lebensraumes durch die Rodung der Wälder dar. Der Rote Uakari ist laut IUCN gefährdet.

Die Arten

Abbildungen