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SBB Be 4/6 (Triebwagen)

Be 4/6
Nummerierung: 1601-1619
Anzahl: 19
Hersteller: SIG, SWS, SBB, SAAS
Baujahr(e): 1923-27 (Umbau 1961-66)
Ausmusterung: 1967-1995
Achsformel: A1A'A1A
Spurweite: 1435 mm
Länge über Puffer: 20'000 mm
Dienstmasse: 77-80 t (Umbau 72 t)
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Stundenleistung: 625 kW (854 PS)
Anzahl der Fahrmotoren: 4
Sitzplätze: 56

Beim Be 4/6 der Schweizerischen Bundesbahnen, handelt es sich um einen elektrischen Triebwagen. Es handelt sich hier bei um die ersten elektrischen Personentriebwagen der SBB. Es wurden zwischen 1923 und 1927 insgesamt 19 Fahrzeuge geliefert.

Geschichte

Da die ersten Strecken der SBB elektrifiziert worden waren, endstand der Bedarf an einem elektrischen Fahrzeug für den Personennahverkehr. Da dieses keine sehr hohe Leistung haben musste, konnte es als Treibwagen ausgeführt werden und musste keine Lokomotive sein. Natürlich konnte die Industrei schon auf die Erfahrung mit den drei Triebwagen der BLS zurückgreifen. Der Treibwagen erreichte als Erstgenerationen Fahrzeug eine sehr hohes Alter, wurde doch der letzte erst 1995 ausrangiert. Schon seit der Auslieferung konnten die Treibwagen, von einem zewiten Triebwagen oder seit 1925 mit den soeben gelieferten Steuerwagen aus ferngesteuert werden. Sie besasen allerdings keine elektrische Bremse und durften deshalb auf langen Gefällstrecken keine Züge alleine führen. Die anfängliche Bezeichnung bis 1947/48 war, Ce 4/6 9801-9819. Danach wurde die Nummer neu vergeben so das sie unter Ce 4/6 751-769 zu finden war, für kurze Zeit nach dem Wegfall der Dritten Wagenklasse, trugen sie mit der Nummer auch die Bezeichnung Be 4/6. Seit der Neuaorganistaion der Nummern und Bezeichnung 1959/60, Trugen sie die Bezeichnung Be 4/6 1601-1619, under dieser Bezeichnung wurden sie auch Ausrangiert.

Als letzte seiner Art war, war der 1995 ausrangierte Be 4/6 1613, jahrelang als Treibfahrzeug des Schulreferentenzuges im Einsatz wofür er einen bunten Anstrich erhielt.

Technisches

Der Triebwagen besas zwei dreiachsige Drehgestelle. Die beiden äusseren Achsen waren angetreiben, während dazwischen eine Laufachse angeordnet war um den Achsdruck gering zu halten.

Der Wagenkasten bestand aus einen eisernen Unterrahmen auf dem ein verblechter Wagenkasten aufgebaut war. Der Transformator war mittig unterflur unter dem Wageneingang angebracht. Beidseitig vom Eingang waren zwei Grossraumabteile mit insgesamt 56 Sitzplätze vorhanden. Davon war eines als Raucher - das andere als Nichtraucherabteil ausgewiesen. Markant waren die aussen am Wagenkasten auf höhe des Tragrahmens, unterhalb der Abteile, angebrachten Ölkühlschlangen des Transformators. An beiden Enden besas er einen Fuhrerstand mit Stirntüren, ohne Faltenbalg. Der Übergang zwischen Wagen und Triebfahrzeug war somit nur dem Personal erlaubt. Anfänglich besassen die treibwagen zwei Stromabnehmer, die umgebauten Treibwagen mit Stahlkasten nur noch einer.

Die Treibwagen 1602-1618, erhielten zwischen 1961 und 1966 einen neuen Wagenkasten in Stahlbauart. Dieser Umbau wurde von den SBB selber durchgeführt.

Siehe auch