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Dielenboden

Ein Dielenboden, auch Schiffboden oder Riemenboden, ist ein Holzfußboden aus breiten und langen Vollholz-Elementen, oft in Raumlängen. Er ist neben dem Stöckelboden die älteste Form der Holzböden.

Im Gegensatz zum großformatigen Dielenboden bezeichnet man kleinformatige Holzböden als Parkett.

Die Diele

Als Dielen werden eine Vielzahl unterschiedlicher Holzelemente in verschiedenen Breiten, Längen und Ausführungen bezeichnet. Gemeinsam haben diese die stoß- und fugenfreie durchgehende Ansicht des einzelnen Elements. Hierzu zählen

Konstruktion und Funktion

Beim Dielenboden aus Massivdielen bilden die Bretter zugleich die tragende Platte und die Oberfläche des Fußbodens. Als Material wird Nadelholz meist Kiefer, Lärche oder Fichte bzw. Tanne verwendet. Gelegentlich werden Dielen auch aus den wesentlich werthaltigeren Laub- oder Tropenhölzern hergestellt.

Die Dielenbretter haben zumeist Nut und Feder oder sind gespundet und sind damit auch an den Stirnseiten verbunden.

Bei traditionellen Holzbalkendecken sind die Dielenbretter direkt auf die Deckenbalken genagelt oder geschraubt und mit Ochsenblut versiegelt. Gegebenenfalls ist noch eine Leiste zum Ausgleich von Unebenheiten des Balkens dazwischengelegt. Damit hat der Dielenboden auch eine statisch aussteifende Funktion im Gebäude, indem er die Decke als feste Scheibe stabilisiert. Durch diese Konstruktion ist der Deckenaufbau schalltechnisch unzureichend. Trittschall oder Luftschall wird sehr stark auf die darunter befindlichen Räume übertragen. In moderneren Ausführungen sind Lagerhölzer durch Dämmstreifen von den Balken entkoppelt. Ein Dielenboden auf Massivdecken wie Beton benötigt Lagerhölzer, die auf dem rohen Boden liegen oder kann mit hochwertigen Klebstoffen direkt auf den Estrich geklebt werden.

In der Gegenwart werden Mehrschicht-Dielen, welche als gespundet (ugsp. „Nut/Feder“) oder auch als Lock-Systeme angeboten werden, schwimmend oder mit Klebstoffen auf Estrich oder Blindböden verklebt.