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Nehrung

Eine Nehrung (italienisch Lido) ist ein schmaler, meistens sandiger Landstreifen, der einen flacheren Teil des Meeres vom offenen Wasser abtrennt. Die Erscheinungen sind typischer für die gezeitenlose Meere wie die Ostsee, wo sie auch als Nehrungs- oder Sand- oder Strandhaken bezeichnet werden.

Eine Nehrung entsteht durch Sandverdriftung bei der Bildung einer Ausgleichsküste. In früheren Zeiten nutzte man diese Erscheinung zur Eindeichung. Der vom Meer abgetrennte Teil wird Lagune, Haff oder Bodden genannt und enthält durch den Süßwasserzufluss meistens Brackwasser. Nehrungen können auch Dünen tragen.

Große Nehrungen sind in der Ostsee die Frische Nehrung und die Halbinsel Hela (früher Putziger Nehrung genannt) in Polen und die Kurische Nehrung zwischen Klaipėda und Kaliningrad, der Priwall vor Travemünde sowie in der Nordsee das Holmsland Klit am Ringkøbingfjord. Kleinere Nehrungshaken findet man im Nordseebereich auf Sylt (Ellenbogen), und Amrum (Odde) und im Ostseebereich in der Flensburger Förde auf der Halbinsel Holnis, an der Kieler Außenförde bei Wendtorf, in der Hohwachter Bucht, und auf Fehmarn (Grüner Brink, Krummsteert).

Siehe auch

 Wiktionary: Nehrung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik