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Marienfels

Dieser Artikel befasst sich mit dem Dorf Marienfels im Taunus. Für das gleichnamige Schloss bei Remagen siehe Schloss Marienfels, für den gleichnamigen Berg in der Böhmischen Schweiz siehe Mariina skála
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 14′ N, 7° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Nastätten
Höhe: 210 m ü. NN
Fläche: 3,84 km²
Einwohner: 348 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56357
Vorwahl: 06772
Kfz-Kennzeichen: EMS
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 084
Adresse der Verbandsverwaltung: VGVerw. Nastätten
Bahnhofstraße 1
56355 Nastätten
Webpräsenz:
www.marienfels.de
Ortsbürgermeister: Axel Harlos

Marienfels ist eine Gemeinde im Taunus (Rhein-Lahn-Kreis) in Rheinland-Pfalz (Deutschland) am früheren römischen Limes gelegen. Hier befand sich ein römisches Kleinkastell mit Badeanlagen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Ort wurde bereits im Jahr 915 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zum Vierherrengebiet auf dem Einrich. Marienfels kam im 2. Nastätter Rezeß vom 9. Dezember 1775 zum Dreiherrischen, also zu Nassau. Vorübergehend französisch besetzt, wurde Marienfels im Zuge der napoleonischen Neuordnung durch die Rheinbundakte im Jahre 1806 vom Herzogtum Nassau übernommen. Nach der Annexion durch Preußen war der Ort von 1866 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau und kam danach zum Land Rheinland-Pfalz.

Bauwerke

Die Dorfkirche steht auf einem Felsen, der neben dem Mühlbach empor ragt. In der kleinen ehemals katholischen und heute evangelischen Kirche befinden sich zahlreiche mittelalterliche Holztafelgemälde und die bekannte Maria mit dem Steinpilz, den sie in der Hand trägt und der als Symbol der Fruchtbarkeit galt.

Sonstiges

In Marienfels stand ein 1971 errichtetes und 2004 von Unbekannten zerstörtes Denkmal für die Waffen-SS, das seit 2003 Zielort mehrerer rechtsextremer Kundgebungen und Aufmärsche ist. Anfang 2006 geriet das eingelagerte Denkmal erneut in die Schlagzeilen, als ein geplanter Wiederaufbau auf dem Privatgrundstück des Neonazis Thorsten Heise in Fretterode bekannt wurde.