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Tapping

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Tapping (Begriffsklärung) aufgeführt.

Tapping ist eine hauptsächlich bei Gitarren, meist E-Gitarre und vereinzelt auch E-Bass, angewandte Anschlagtechnik. Bassisten nutzen diese Technik im Wesentlichen, um gleichzeitig eine Basslinie und Akkorde zu spielen.

Technik

Beim Tapping werden die Saiten mit den Fingerkuppen der Schlaghand auf das Griffbrett gedrückt, sodass beim Auftreffen auf dem Bundstäbchen an der entsprechenden Stelle die Saite in Schwingung versetzt wird. Der Klang ist etwas anders als beim Anschlag mit einem Plektrum. Diese Spieltechnik mit der Greifhand ausgeführt wird dagegen als Hammering bezeichnet. Hammering und Tapping kombiniert bieten spieltechnisch versierten Gitarristen die Möglichkeit, ausgefallene Soli zu spielen. Meistens wird diese Technik in Zusammenhang mit einem verzerrten Sound benutzt (siehe Verzerrer).

Geschichte

Bereits Anfang der 1970er Jahre tappte Steve Hackett auf mehreren Platten der englischen Progrock-Band Genesis, erstmals zu hören beim Stück „The Musical Box“ auf dem Album Nursery Cryme von 1971. Hackett dürfte einer der ersten gewesen sein, der diese Spieltechnik einsetzte, obwohl interessanterweise sein Name in Verbindung mit dem Tapping selten fällt. Anders hingegen der Name Eddie van Halen, der mit seinem Solo Eruption 1977 das Tappen populär machte, sodass das Tapping heute zum Repertoire der meisten versierten Rockgitarristen zählt.

Die berühmte Van Halen Triole in Notation und Tabulatur, hier ein Ausschnitt aus Eruption.

Gitarristen wie Enver Ismailov, Stanley Jordan, Jennifer Batten, Buckethead und andere bauten diese Technik virtuos aus. Am E-Bass erlangte u.a. John Myung von Dream Theater mit seiner 9-Finger-Technik Berühmtheit.

Siehe auch