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Ferdinand Heribert von Galen

Ferdinand Heribert Graf von Galen (* 31. August 1831 in Münster; † 5. Januar 1906 in Dinklage) war Standesherr und Politiker der Zentrumspartei

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Leben und Wirken

Galen gehörte dem ältesten und angesehensten westfälischen Adel an und entstammte aus einer tief religiösen Familie. Er studierte Rechtswissenschaften in München, Löwen und Bonn. Zwischen 1854 und 1858 leistete er in Preußen Militärdienst und schied als Premierleutnant aus. In der Folgezeit arbeitet von Galen in der Verwaltung des Familienbesitzes in Dinklage. Seit 1861 war er mit Reichsgräfin Elisabeth Friederike von Spee verheiratet. Eine der Söhne war Clemens August Graf von Galen, der spätere Bischof von Münster.

Zwischen 1872 und 1875 war er Mitglied des Landestages von Oldenburg. Von 1874 bis 1903 war er Mitglied des Reichstages für die Zentrumspartei. Von 1898 bis 1903 war von Galen Mitglied des Fraktionsvorstandes. Im Jahr 1880 übernahm er dann die Familiengüter. Von Galen war 1883 und 1893 Präsident des Deutschen Katholikentages. Außerdem war er seit 1890 Vorstandsmitglied des Volksvereins für das katholische Deutschland. Zwischen 1898 und 1906 war von Galen Vorsitzender des Provinzialkomitees der Zentrumspartei in Westfalen.

Von politischer Bedeutung war der im Reichstag 1877 eingebrachte „Antrag Galen“, in dem sich Galen hinter Forderungen zum Arbeiterschutz und zur Sonntagsruhe stellte. Dieser stand am Beginn der Sozialpolitik der Zentrumspartei.[1]

Geehrt wurde er unter anderem durch die Ernennung zum Päpstlichen Geheimkämmerer und zum Ehrenritter des Malteserordens.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Morsey, Hintze, S.20
Personendaten
Galen, Ferdinand Heribert Graf von
Standesherr und Zentrumspolitiker
31. August 1831
Münster
5. Januar 1906
Dinklage