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Mayen

Dieser Artikel befasst sich mit der deutschen Stadt Mayen. Für weitere Bedeutungen siehe Mayen (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 20′ N, 7° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Höhe: 230 m ü. NN
Fläche: 58,04 km²
Einwohner: 19.164 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 330 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56727
Vorwahl: 02651
Kfz-Kennzeichen: MYK (bis 1973 MY)
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 068
Adresse der Stadtverwaltung: Rathaus Rosengasse
56727 Mayen
Webpräsenz:
www.mayen.de
Oberbürgermeister: Günter Laux (SPD)
Lage der Stadt Mayen im Landkreis Mayen-Koblenz

Mayen ist eine Stadt im rheinland-pfälzischen Landkreis Mayen-Koblenz in der Vulkaneifel und Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Vordereifel. Bis 1973 war Mayen Kreisstadt des Landkreises Mayen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Lage

Westlich sowie nördlich und südwestlich von Mayen erhebt sich in einer Geländestufe die Eifel. Östlich öffnet sich die Landschaft zum flach auslaufenden Koblenz-Neuwieder-Becken, das wiederum in den Nordteil Pellenz und den Südteil Maifeld unterteilbar ist, die landläufig noch zur Eifel gerechnet werden. Daher kommt die Bezeichnung „Mayen, das Tor zur Eifel“.

Das kleine Flüsschen Nette (Mittelrhein) durchfließt die Stadt von der Eifel kommend in Richtung Weißenthurm am Rhein.

Stadtgliederung

Zu Mayen zählen die Stadtteile Alzheim (1.300 Einwohner), Hausen (1.600 Einwohner), Kürrenberg (1.200 Einwohner) und Nitztal (170 Einwohner), Betzing (90 Einwohner).

Geschichte

Mittelalterliche Stadtbefestigung

Bereits in der römischen Zeit war Mayen ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Hier waren von dem Ende des 3. Jahrhunderts bis ins Mittelalter Töpfereien angesiedelt, deren Produkte in ganz Mitteleuropa verbreitet wurden. Eine noch ältere - vorgeschichtliche - Nutzung erfuhren die Steinbrüche im Umfeld, deren Basalt in Mayen zu Mühlsteinen und deren Tuff zu Sarkophagen weiterverarbeitet wurden. Diese Sarkophage fanden sich mit bedeutenden gläsernen Beigaben auf dem Gräberfeld (heute im Museum auf der Genovevaburg).

Der Name Mayen leitet sich wahrscheinlich aus dem Namen Megina her, der 847 erstmalig urkundlich den Ort in der Ebene beziehungsweise auf dem Feld (keltisch magos) bezeichnet. Im 8. Jahrhundert ist die Sage der Genoveva angesiedelt, die Mayen als Regierungssitz des Pfalzgrafen Siegfried nennt.

Mayen wurde erstmals urkundlich erwähnt 1041 und erhielt 1291 neben Bernkastel, Welschbillig, Montabaur und Saarburg die Stadtrechte durch Rudolf I. von Habsburg verliehen. Namentlich ist Mayen möglicherweise verwandt mit dem süd-östlich liegenden Maifeld, da Mayen im Mittelalter auch als Hauptstadt des Meiengaus bezeichnet wurde.

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die zu Kurtrier gehörige Stadt besetzt und stark zerstört. Im Spätherbst 1794 besetzten französische Revolutionstruppen erneut das linke Rheinufer. Auf dem Wiener Kongress 1814/15 erhielt dann Preußen das gesamte links- und rechtsrheinische Gebiet. Mayen wurde Kreissitz. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt, insbesondere bei den Luftangriffen vom 12. Dezember 1944 und vom 2. Januar 1945, zu ca. 90 Prozent zerstört und erst nach besonderer Abstimmung wurde der Wiederaufbau beschlossen.

Seit 1947 ist die Stadt Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz. Bis 1973 war Mayen Kreishauptstadt des Landkreises Mayen (Kfz-Kennzeichen MY). Die Kreisverwaltung wurde dann nach Koblenz verlegt und der Kreis umbenannt in Landkreis Mayen-Koblenz mit dem neuen KFZ-Kennzeichen MYK, Koblenz behielt das Kennzeichen KO.

Politik

Bürgermeister und Ortsvorsteher

Oberbürgermeister Günter Laux wurde am 21. Mai 2000 nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl für die Dauer von acht Jahren erstmals direkt durch die Bürger von Mayen gewählt, es ist bereits seine zweite Amtszeit. Die Stadt Mayen hat 3 Beigeordnete, wobei die erste Beigeordnete Veronika Fischer die Amtsbezeichnung Bürgermeister führt.

Die Ortsvorsteher wurden am 13. Juni 2004 bestimmt. Es sind dies Lothar Geisen (Alzheim), Wolfgang Wabnitz (Hausen), Siegmar Stenner (Kürrenberg) und Stefan Wagner (Nitztal).

Städtepartnerschaften

Wirtschaft und Infrastruktur

Handel

Innenstadt: Fußgängerzone mit überwiegend ortsansässigem Einzelhandel. Gewerbegebiet : Überregionale Handelsketten und ortsansässiger Einzelhandel.

Industrie

Mayen verfügt über Betriebe der Basaltlava-, Schiefer- und Kartonindustrie (Kartonfabrik WEIG), des Maschinenbaus und der Aluminium- und Kunststoffverarbeitung.

Verkehr

Mayen liegt nahe der A 61 (KölnLudwigshafen) und der A 48 (TrierKoblenz). Eisenbahnanbindungen gibt es nach Andernach (Rheinschiene) und Gerolstein über Transregio (Eifelquerbahn). Buslinien verkehren von/nach Andernach/Neuwied und Koblenz, aber auch in die Eifel. Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel an.

Bildungseinrichtungen

In Mayen befinden sich die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) sowie die Zentrale Verwaltungsschule (ZVS) des Landes Rheinland-Pfalz sowie das Megina Gymnasium Mayen (MGM), die Albert-Schweitzer-Realschule, zwei Hauptschulen (Hinter Burg, St. Veit), die berufbildende Carl-Burger-Schule (u.a. Wirtschaftsgymnasium, Berufsoberschule I Wirtschaft/Sozialwesen, Duale Berufsoberschule und Fachschulen für Altenpflege sowie für Heilerziehungspflege), mehrere Grundschulen, 2 Förderschulen, das Fachzentrum für Bienen und Imkerei des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel und die Fachschule für Steintechnik und Bearbeitung. Die Bundeswehr betreibt im, in der Kaserne Mayen - Kürrenberg beheimateten, Zentrum Operative Information eine Truppenschule für den Umgang mit Medien und Psychologische Operationsführung; einmalig in Deutschland.

Sonstige Einrichtungen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Freizeit

Regelmäßige Veranstaltungen

Sport

Siehe auch

Literatur