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Caspar Vischer

Caspar Vischer, auch Caspar Fischer (* vermutlich 1510 in Kulmbach; † 11. August 1579 ebenda) war ein deutscher Architekt der Renaissance.

Leben

Zum ersten Mal in Erscheinung trat er laut Bayreuther Kammerrechnung von 1542: „2 fl maister Caspar Steinmetz von Culmbach zu uererung als man Inn zw Statmeister angenomen vnd aber nit verzogen ist“. Diese Stelle nahm er nicht an, wahrscheinlich um den Auftrag als Steinmetz am Bau des Schlosses Rosenau anzunehmen, welchen er 1547 abschloss. 1548 arbeitete er als zweiter kurfürstlicher Baumeister am Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses. Am 1. Juli 1561 wurde er vom Markgrafen Georg Friedrich von Ansbach-Kulmbach beauftragt, die im Bundesständischen Krieg zerstörte Plassenburg wieder aufzubauen. In der Stellung als Oberster Baumeister blieb Caspar Vischer bis zu dem Zeitpunkt seines Todes, an dem die Plassenburg noch nicht fertig gestellt war. Ab 1573 baute er am Zeughaus und an den Befestigungsanlagen. Die Grundlage seines Baustils war maßgeblich von seinem Lehrmeister Paul Beheim inspiriert.

Eine seiner herausragenden Leistungen ist die Ausgestaltung des Schönen Hofes der Plassenburg mit mehr als 120 Reliefbrustbildern in Medaillonform, welche wahrscheinlich zwischen 1565 und 1570 erfolgte. Diese Bilder stellen die Ahnenreihe der Hohenzollern bis auf Albrecht Alcibiades dar und dekorieren einen der harmonischsten Arkadenhöfe der Renaissance.

Weitere Leistungen Caspar Vischers waren unter anderem:

Das Kulmbacher Caspar-Vischer-Gymnasium (CVG) wurde ihm zu Ehren benannt.

Personendaten
Vischer, Caspar
Fischer, Caspar
deutscher Architekt
1510
Kulmbach
11. August 1579
Kulmbach