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Abkürzung: WP:PND

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Mit der PND-Nummer lassen sich Personen eindeutig mit Datensätzen der Personennamendatei (PND) verknüpfen. Nur individualisierte PND-Nummern eignen sich für die Verlinkung mit biografischen Artikeln in Wikipedia.

Die Nummer lässt sich in der Deutsche Nationalbibliografie online und beim HBZ recherchieren.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die PND?

Die PND ist eine Normdatei für Personen und Personennamen, die in Bibliotheken, Museen und Archiven eingesetzt wird.

Über die individualisierte PND-Nummer können Literatur über eine Person und auch von ihr veröffentlichte Schriftwerke gefunden werden.

Es gibt zwei Arten von PND-Nummern:

Personen-PND: Die PND-Nummer ist individualisiert und eindeutig einer Person zugewiesen. Zum Beispiel ist die PND 118608959 mit Wilhelm Schmidt (Ethnologe) verknüpft.
Namen-PND: Die PND-Nummer ist nicht individualisiert und beschreibt nur einen Namen. Unter der PND 100806678 werden alle (bisher) nicht zugeordneten Werke aller „Wilhelm Schmidts“ erfasst. Im gewissen Sinne ist dies vergleichbar mit unseren Begriffsklärungen, an diesem Beispiel mit Wilhelm Schmidt. Auch hier sollten keine Artikel auf die BKL verweisen, falls doch, müssen diese auf die individuellen Personenartikel umgelinkt werden.

Datensätze, die lediglich mit einem Namen verknüpft sind, werden durch die PND-Redaktion sukzessive abgearbeitet und eignen sich nicht für den Eintrag in Wikipedia. Als individualisiert gilt ein Datensatz, wenn zu der Person auch die Lebens- bzw. Wirkungsdaten erfasst sind.

Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) sammelt alle deutschsprachigen, in Deutschland publizierten oder Deutschland thematisierenden Schriften („Germanika“) seit dem Erscheinungsjahr 1913. Jede Person, die ein Buch geschrieben hat oder über die ein Buch erschienen ist, erhält dabei eine Nummer in der Personennamendatei. Mit einem Link auf den Online-Katalog der DNB kann so aus einem Personenartikel der Wikipedia auf eine im Idealfall vollständige Auflistung deutschsprachiger Bücher von oder über diese Person verwiesen werden. Im derzeitigen (Stand: Juni 2006) Katalog der Deutschen Nationalbibliothek sind jedoch die meisten PND-Nummern nicht individualisiert, sie verweisen also nur auf Namensformen statt auf Personen.

Ein interessanter Nebeneffekt ist, dass bei der Verwendung der PND eine Interaktion entstehen kann. Nicht nur, dass die Deutsche Nationalbibliothek in ihren Personendatensätzen Links auf die Wikipedia-Artikel der Person setzen will, sondern es können auch unsere Angaben zu den Personen verifiziert werden, da in der Personennamendatei auch Lebensdaten erfasst sind. Beide Seiten profitieren also: Wir bekommen einen Link auf die Literatur zur Person, Links auf die Artikel und können Lebensdaten überprüfen, die DNB wird ihrem Auftrag zur Information gerecht und kann ihrerseits Lebensdaten überprüfen und die Personennamendatei verbessern.

Format der PND-Nummern oder: „Was bedeutet das X?“

Die PND-Nummern sind neunstellig numerisch, wobei das letzte Zeichen statt einer Ziffer auch ein "X" sein kann. Dieses letzte Zeichen stellt − genau wie bei der ISBN-10 − eine Prüfziffer dar, die modulo 11 berechnet wird. Das „X“ entspricht der „Ziffer“ 10 und hat ansonsten keinerlei Sonderbedeutung; insbesondere lässt es keinen Hinweis darauf zu, ob es sich um eine individualisierte PND handelt oder nicht.

Wie findet man die PND?

Viele sehen eine Recherche in der HBZ-Datenbank als bequemste Möglichkeit an, die PND zu finden (es sind die Nummern ohne TP oder HP). Die folgenden beiden Methoden beziehen sich auf die - nicht immer einfach zu bedienenden - Möglichkeiten, die die Nationalbibliothek vorgibt.

Methode 1

Unter http://www.d-nb.de/ Namen oder Titel(bestandteile) von Literatur von oder über die gesuchte Person eingeben. Es erscheint eine Liste mit Literatur zu den Suchwörtern. Aus dieser Liste ein zur gesuchten Person passendes Suchergebnis auswählen und anklicken. Wenn dann der gesuchte Name (z. B. unter Verfasser) als Link erscheint, diesen anklicken. Jetzt erscheint in der Zeile: „Ihre Aktion verknüpfte Publikationen“ mit dem Namen der gesuchten Person.

Wenn die angezeigten Lebensdaten, Tätigkeiten und die verknüpfte Literatur mit der gesuchten Person übereinstimmen, kann die PND aus der URL hinter PPN= entnommen und über die Vorlage:PND verlinkt werden.

Wenn keine Lebensdaten angezeigt werden, ist die PND meistens nicht individualisiert und wird in der Wikipedia nicht mit der PND-Vorlage verlinkt (siehe oben). Ob eine PND individualisiert ist, lässt sich über den Link „Ihre Aktion verknüpfte Publikationen“ überprüfen. Dort muss unter „Ihre Aktion“ „Person:“ angezeigt werden. Wenn stattdessen „Name:“ angezeigt wird, muss weiter nach einer individualisierten PND gesucht werden.

Wenn die gefundenen Lebensdaten nicht genau übereinstimmen, sollte recherchiert werden, ob es sich um eine andere Person handelt oder der Wikipedia-Eintrag oder derjenige der DNB fehlerhaft ist. Fehler der DNB können unter Wikipedia:PND/Fehlermeldung gemeldet werden.

Wenn man mit dieser Methode keine passende PND findet, kann man es mit Methode 2 weiter versuchen.

Methode 2

Diese Möglichkeit funktioniert auch, wenn für die Person bei der DNB noch keine Literatur verknüpft ist.

In der Eingabemaske unter http://dnb.d-nb.de/ unter Personen den Namen als Nachname, Vorname oder nur Nachname eingeben (keine Sonderzeichen außer Umlauten und ß verwenden) und auf Suchen klicken. Wenn ein interner Serverfehler gemeldet wird, Suche wiederholen.

Den richtigen Datensatz auswählen (Datensätze ohne Lebensdaten sind meist nicht individualisiert). Die Zahl hinter NORMDATEN: Personenname ist die PND.

Jetzt muss noch die verknüpfte Literatur überprüft werden. Dies geht z. B. indem man die PND-Vorlage in den Artikel eingefügt und der Link in der Artikelvorschau anklickt. Wenn die Person mit der zugehörigen Literatur angezeigt wird, kann der Artikel so gespeichert werden.

Wenn eine Fehlermeldung erscheint oder nur unpassende Literatur angezeigt wird, gibt man in der PND-Vorlage als zweiten Parameter einen Hinweistext ein (und ggf. eine vorher gefundene nicht individualisierte PND als dritten Parameter). Durch den Zusatzparameter werden die Personendaten statt der Fehlerseite verlinkt; und der Link ist standardmäßig unsichtbar.

Wenn sich mit dieser Methode (auch für eventuelle Namensvarianten) keine individualisierte PND finden lässt, wurde für die gesuchte Person noch kein Datensatz angelegt. In diesem Fall kann die Vorlage:PNDfehlt benutzt werden.

Wie funktioniert die Verknüpfung mit der PND?

In der Wikipedia sollten nur einzelne Personen mit Personendaten und PND-Nummer versehen sein. Auf keinen Fall darf die gleiche PND-Nummer in mehreren Artikeln vorkommen. Der Eintrag erfolgt mit der Vorlage:PND:

Verwendungszweck Eingabeformat Ausgabe
Normalfall, individualisierte PND inklusive verknüpfter Literatur ist vorhanden {{PND|118608959}} * Literatur von und über Wilhelm Schmidt (Ethnologe) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Individualisierte PND vorhanden, jedoch keine Literatur verknüpft {{PND|11879048X|Keine Treffer im DNB-OPAC, 30. Juni 2008}}
PND: Datensatz zu Pertinax bei der DNB
Keine Treffer im DNB-OPAC, 30. Juni 2008
Anzeige wird standardmäßig unterdrückt!
Individualisierte PND vorhanden, es ist jedoch keine Literatur verknüpft. Unter der nicht-indidivualisierten PND 10847187X findet sich jedoch Literatur zu dem Namen {{PND|120921561|Keine Treffer im DNB-OPAC, 30. Juni 2008|10847187X}}
PND: Datensatz zu Ernst Aust bei der DNB
Keine Treffer im DNB-OPAC, 30. Juni 2008
Nicht individualisierter Eintrag zum Namen Ernst Aust im Katalog der DNB
Anzeige wird standardmäßig unterdrückt!
Keine individualisierte PND vorhanden {{PNDfehlt|30. Juni 2008}}
PND: kein individualisierter Datensatz vorhanden (Stand: 30. Juni 2008)
Keine individualisierte PND vorhanden, unter der nicht-indidivualisierten PND 11045961X findet sich jedoch Literatur zu dem Namen {{PNDfehlt|30. Juni 2008|11045961X}}
PND: kein individualisierter Datensatz vorhanden (Stand: 30. Juni 2008))
Nicht individualisierter Eintrag zum Namen Nikolaus Schwerdtfeger im Katalog der DNB

Nur der Normalfall (1. Zeile) wird für den normalen (un)angemeldeten Benutzer angezeigt. Die vier weiteren Ausgaben werden standardmäßig ausgeblendet. Durch den Eintrag von table.metadata { display:block; } in die persönliche monobook.css (Spezial:Mypage/monobook.css) werden die Ausgabe (wie dann auch die Wikipedia:Personendaten) dauerhaft angezeigt.

Derzeit wird der Eintrag meist unter dem Abschnitt „Weblinks“ vorgenommen. Er sollte daher den allgemeinen Kriterien für externe Links genügen, wie sie unter Wikipedia:Weblinks festgehalten sind. Wenn dies nach Meinung eines Bearbeiters nicht der Fall ist, zum Beispiel weil die verlinkte DNB-OPAC-Trefferseite zu wenig zusätzliche Informationen bietet oder gar keine Werke enthält, kann die Ausgabe durch einen Kommentar standardmäßig ausgeblendet werden (siehe Tabelle oben, 2. Zeile).

Personengruppen erhalten in der Regel keinen PND-Eintrag. Wenn möglich, wird die PND bei den jeweiligen Einzelpersonen in die Weiterleitung eingetragen. (Beispiel: Das Autorenduo Erckmann-Chatrian hat keine PND, sondern die Redirects „Emile Erckmann“ und „Alexandre Chatrian“.) Eine Ausnahme sind Gruppen, für die eine gemeinsame individualisierte PND vorliegt, wie beispielsweise die Sieben Märtyrer von Ephesus.

Fehlerhafte PNDs und falsche Zuordnungen im Katalog der DNB können unter Wikipedia:PND/Fehlermeldung eingetragen werden.

Siehe auch: Wikipedia:Datenbanklinks

Statistik

Der aktuelle Stand der Verknüpfung ist unter Hilfe:Personendaten einsehbar.

Zukunftsaussichten

Personennormdatei als institutionsübergreifende Norm: Momentan kann man mit der PND nur die Bestände der Deutschen Nationalbibliothek (nicht jedoch die des angeschlossenen Deutschen Musikarchivs), des Bibliotheksverbunds Bayern sowie die Datensätze des Bayerischen Musiker-Lexikons Online (BMLO) abrufen. Aufgrund des beschränkten Zuschnitts dieser Sammlung fehlt somit fast alle Literatur vor 1913, aber z. B. auch englischsprachige Literatur. Ein wünschenswerter Ausbau des PND ist die Kompatibilität mit anderen Personendaten, wie sie in den großen deutschen Bibliotheksverbünden genutzt werden. Wenn diese aus technischen, organisatorischen oder anderen Gründen nicht komplett auf die PND umstellen möchten, könnte zumindest eine automatische Überführung der in beiden Datenbanken vorhandenen Namen mittels Übersetzungstabelle etc. stattfinden. Das ergäbe ganz neue Möglichkeiten für die Metasuche, wie sie z. B. in der Wikipedia mit der branchen- und institutionsübergreifenden ISBN möglich ist (Beispiel: ISBN 3-86640-001-2 – bitte Nummer anklicken) oder auch mit den schon aus sachlichen Gründen weltweit gleichen Geokoordinaten (Beispiel: 50° 07' 52" N, 08° 40' 59" O). Schon um für solche Erweiterungen gewappnet zu sein, sollten existierende personalisierten PND auf jeden Fall in Wikipedia-Artikel eingetragen werden, auch wenn bisher keine passende Literatur bei der DNB vorhanden ist.

Vorgehensweise bis dahin: Da die deutschen Bibliotheksverbünde bisher alle proprietäre Personendatennummern einsetzen, bleibt ein großer Teil der verfügbaren personenbezogenen Literatur bisher außen vor, wenn in der Wikipedia nur die PND angegeben wird. Wenn bezüglich bestimmter Personen ein regionaler Verbundkatalog oder eine Spezialsammlung besonders viel Literatur enthält, bietet es sich daher an, den jeweiligen Katalog zusätzlich zur PND direkt im Wikipedia-Artikel zu verlinken. Sofern technisch möglich, kann dies mit einem direkten Weblink zur Ergebnisliste erfolgen, ansonsten sollte die Standard-Eingabemaske verlinkt werden und der Link mit einem Hinweis auf die richtige Suchstrategie versehen werden.

Verwandte Projekte

In der Tschechischen Wikipedia gibt es mit WikiProjekt NK ČR ein vergleichbares Projekt zur Verlinkung von biographischen Artikel mit der tschechischen Normdatei (hier als AUT - Authority Database of the National Library of the Czech Republic) verfügbar.

Literatur