Heim

Massenmedien

Dieser Artikel wurde in der Redaktion Geisteswissenschaften zur Verbesserung eingetragen. Hilf mit, ihn zu bearbeiten und beteilige dich an der Diskussion!

Folgendes muss noch verbessert werden: Dieser Artikel befand sich in einen verwahrlosten Zustand, hab einen kleinen Anfang gemacht, aber es ist so gut wie nichts belegt Zaph Ansprache? 03:48, 14. Sep. 2007 (CEST)


Massenmedien sind nach Niklas Luhmann alle Einrichtungen der Gesellschaft, die sich zur Verbreitung von Kommunikation technischer Mittel bedienen. Neben den klassischen Massenmedien wie Presse, Hörfunk und Fernsehen wächst in den letzten Jahren die Bedeutung des Internets.

Inhaltsverzeichnis

Begriffsklärung und Definitionen

Massenmedien stellen Massenkommunikation her, die von der Individualkommunikation zu unterscheiden ist.

Die Bezeichnung wurde im englischsprachigen Bereich, in den 1920er Jahren mit dem Aufkommen des Rundfunks, der Massenblätter und -zeitschriften geprägt.

Auf der Seite des „Senders” steht der Kommunikator, welcher als Beobachter und Reflektor der Wirklichkeit fungiert. Dieser richtet seine Aussagen für Jedermann zugänglich an die Öffentlichkeit. Beispiele für Kommunikatoren sind: Journalisten, Schriftsteller und Künstler.

Kommunikation der Masse untereinander

Das Publikum ist verstreut, es kann nicht wie beispielsweise eine auf einem Platz versammelte Masse, die einem Redner zuhört, untereinander kommunizieren, gegenseitige Handlungen hervorrufen (Applaus, der von anderen Mitgliedern aufgenommen wird,...). Beim weit verstreuten Fernseh-, Radio- oder Zeitungspublikum fällt dieser Aspekt direkter Kommunikation völlig weg.

In den letzten Jahren gibt es vermehrt Angebote, begleitend zu Fernseh- und Radiosendungen über das Internet über Chat direkt mit anderen Zuschauern oder den Sendeverantwortlichen oft schon während der Sendung in Kontakt zu treten. Meinungsäußerungen und Abstimmungen via Internet und E-Mail sind auch oft möglich.

Maletzkes Definition eines technischen Verbreitungsmediums

Einseitig (vom Sender zum Empfänger und nicht umgekehrt), indirekt (Zeit und Ort von Produktion und Rezeption sind nicht identisch), an ein weiter verteiltes, „disperses Publikum” (verstreute und individuelle Nutzung). Siehe auch: Feldmodell der Massenkommunikation

„Prozess, bei dem Aussagen öffentlich, d.h. ohne begrenzte oder personell definierte Empfängerschaft, indirekt, d.h. bei räumlicher oder zeitlicher oder raumzeitlicher Distanz zwischen den Kommunikationspartnern, und einseitig, d.h. ohne Rollenwechsel zwischen Aussagendem und Aufnehmenden, durch technische Verbreitungsmittel (sog. „Massenmedien“) an ein disperses Publikum vermittel werden“ (Maletzke, 1963)

Medien der Massenkommunikation versus massenhaft verbreitete Medien

Umgangssprachlich wird der Begriff "Massenmedien" oft nicht im Sinne der obigen Definitionen benutzt, z. B. in Aussagen wie „Das Internet begann seinen Siegeszug und wurde zum Massenmedium.” Dabei ist nicht gemeint, dass in einem Medium Massenkommunikation stattfindet, sondern lediglich, dass es massenhaft verbreitet ist.

Funktion der Massenmedien

Hauptartikel: Funktionen der Massenmedien

In demokratischen Systemen wird den Massenmedien drei zum Teil überschneidende Funktionen zugeordnet: Information, Mitwirkung an der Meinungsbildung sowie Kontrolle und Kritik. Zu weiteren Aufgaben zählen zudem Unterhaltung und Bildung. Dies sind allerdings nur die direkten Funktionen. Die indirekten Funktionen sind zum einen auf Grund ihrer Komplexität und Wechselwirkung und zum anderen auf Grund der eingeschränkten Möglichkeiten des Recherchierens einer intentionalen/bewussten Anwendung nur schwer nachvollziehbar.

Nutzervertrauen

In Glaubwürdigkeit und Nutzervertrauen gibt es zwischen den Massenmedien nach repräsentativen Befragungen erhebliche Unterschiede. So halten 2007 60 Prozent der deutschen Bevölkerung Regionalzeitungen für seriös, es folgen öffentlich-rechtliches Radio mit 53 und öffentlich-rechtliches Fernsehen mit 52 Prozent. Geringes Vertrauen wird Zeitschriften (35 Prozent), Privatradios (31 Prozent), Privatfernsehen (26 Prozent) und dem Internet (20 Prozent) entgegengebracht. [1]

Kritik

Kritiker sehen die heutige Vorstellung der Wirklichkeit als ein lediglich medial vermitteltes und präsentiertes Bild an. Ereignisse, die nicht in den Massenmedien wiedergegeben würden, fänden in der Öffentlichkeit nicht statt. Von großer Bedeutung für die mediale Präsenz und den Wert einer Nachricht seien Faktoren wie Nähe, Prominenz, Personalisierung, Konfliktträchtigkeit und Überraschung. Meldungen ohne solchen Nachrichtenwert würden für eine Publikation als nicht tauglich befunden, was sich nachhaltig im Bild der vermittelten Wirklichkeit niederschlage.

Die Auswahlkriterien, nach denen entschieden werde, ob eine Meldung verbreitenswert sei oder nicht, sei vom jeweiligen Format abhängig. So würden Boulevardmedien in erster Linie darauf achten, ob ein Thema einen emotionalisiernden Effekt beim Konsumenten zu erreichen und so die Auflage bzw. Einschaltquote zu erhöhen. Medien, die schwerpunktmäßig unter den Gesichtspunkten des interpretativen oder des investigativen Journalismus recherchierten, achteten eher auf den Informationsgehalt und die „recherchierbare Tiefe”, die hinter einer Meldung stünden.

Siehe auch

Quellenbelege

  1. DWDL: Lokalzeitungen genießen das größte Vertrauen

Literatur