Heim

Panzerbrigade 24

Panzerbrigade 24 „Niederbayern“

Verbandsabzeichen
Aktiv 1. Jul. 1959–30. Sept. 1994
Land Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Heer
letzter Sitz des Stabes Landshut
Kommandeur
letzter Kommandeur BrigGen Horst Förster

Die Panzerbrigade 24 „Niederbayern“ war ein Verband der 1. Gebirgsdivision der Bundeswehr mit Stab in Landshut und Stationierungsraum in Niederbayern, Die Brigade wurde 1994 aufgelöst.

Inhaltsverzeichnis

Verbandsabzeichen und Uniform

Die Panzerbrigade 24 war der 1. Gebirgsdivision unterstellt und daher Teil der deutschen Gebirgstruppe auch wenn in der Brigade keine Gebirgsjäger vorhanden waren. Die Angehörigen der Brigade trugen daher die Bergmütze (kein Barett) und die Skibluse als Jacke des Dienstanzugs. Die Soldaten trugen als Ärmel- und Mützenabzeichen das Edelweiß als traditionelles Zeichen der Gebirgstruppen. Es diente zunächst ab 1907 nur den Gebirgstruppen der österreichisch-ungarischen Armee als Waffengattungszeichen. Im Oktober 1915 wurde es aber durch den Kommandierenden General der österreichischen Südwestfront, Erzherzog Eugen, im Hotel Elefant in Brixen auch dem deutschen Alpenkorps als Abzeichen in Anerkennung seiner Leistung zur Abwehr der italienischen Offensiven im österreichisch-ungarischen Alpenraum zuerkannt. Die gelbe Umrandung des runden Wappenschilds deutete wie bei allen anderen Brigaden des Heeres darauf hin, dass es sich um die dritte Brigade der ehemaligen 1. Gebirgsdivision handelte.

Geschichte

Heeresstruktur II

Die Brigade wurde 1959 wurde der Brigadestab in Mittenwald aufgestellt und verlegte 1960 nach Murnau und gehörte zur 1. Gebirgsdivision. 1960 unterstanden der Brigade folgende Einheiten:

1966 verlegte der Stab nach Landshut und wurde in Panzergrenadierbrigade 24 umbenannt und Truppenteile nach Niederbayern (Freyung und Feldkirchen)verlegt. 1966 wechselte das Panzerbataillon 243 als Gebirgspanzerbataillon 224 zur Gebirgsjägerbrigade 22. Ebenfalls 1966 wechselte das Panzergrenadierbataillon 111 der Panzergrenadierbrigade 11 zur Panzergrenadierbrigade 24.

Heeresstruktur III

1970 folgte das Panzergrenadierlehrbataillon 283 der Heeresoffizierschule III als Panzergrenadierlehrbataillon 243 zur Brigade 24. Im Gegenzug wechselte das Panzergrenadierbataillon 243 als Gebirgspanzeraufklärungsbataillon 8 direkt zur 1. Gebirgsdivision. 1972 wurde das Versorgungsbataillon 246 in Feldkirchen aufgelöst. Aus Teilen daraus wurde die Nachschubkompanie 240 sowie die Instandsetzungskompanie 240 aufgestellt.

Heeresstruktur IV

1981 verlegte die Panzerjägerkompanie 240 von Landshut nach Feldkirchen. In der Heeresstruktur wurde die Brigade 1981 erneut in Panzerbrigade 24 umbenannt. 1981 wurde das Panzergrenadierlehrbataillon 243 als Panzergrenadierbataillon 223 der Panzergrenadierbrigade 22 unterstellt. Aus Teilen des Gebirgspanzerjägerbataillons 234, der Ausbildungskompanie 14 / 8 sowie dem Spähzug der Gebirgsjägerbrigade 23 wurde in Kirchheim im Gegenzug das Panzerbataillon 243 aufgestellt. 1981 wurde das Feldersatzbataillon 247 zum Gebirgsfeldersatzbataillon 85 umgegliedert. 1981 unterstanden der Brigade:

Ab 1988 gehörte zur Brigade auch die Panzergrenadierausbildungskompanie Fahrsimulator 203. 1988 wurde der Brigade der Beinamen Niederbayern verliehen.

Heeresstruktur V

In der Heeresstruktur 5 wurde die Panzerbataillone 241 und 244, das Gebirgsfeldersatzbataillon 85 sowie die Panzerpionierkompanie 240 aufgelöst, sowie das Panzergrenadierbataillon 242 und das Panzerbataillon 243 zu nichtaktiven Aufwuchsverbänden umgegliedert. Die Nachschubkompanie 240 und Instandsetzungskompanie 240 verließen 1992 den Brigadeverband. Die Panzerbrigade 24 gliederte sich zu einem teilaktiven, mechanisierten Großverband um. Die Stammbataillone der Brigade waren das Gebirgspanzerbataillon 8 in Kirchham und das Panzergrenadierbataillon 112 in Regen. 1993 wurde dem Verband das aufzulösende Panzergrenadierbataillon 562 in Oberhausen zugeordnet. Das Gebirgspanzerbataillon 8 und Panzergrenadierbataillon 112 wechselten 1994 zur Panzerbrigade 12. Das Panzerbataillon 243 und das Panzergrenadierbataillon 242 wurden 1993 außer Dienst gestellt. 1993 wurde der Panzergrenadierausbildungskompanie Fahrsimulator 203 dem Instandsetzungsregiment 8 unterstellt. Die restlichen Einheiten Stab / Stabskompanie, Panzerjägerkompanie 240 und Panzerartilleriebataillon 245 sowie die Brigade insgesamt wurde zum 30. September 1994 aufgelöst.

Kommandeure

Folgende Kommandeure führten die Brigade (Dienstgrad bei Kommandoübernahme):

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
10 Oberst Horst Förster 1. Oktober 1991 30. September 1994
9 Brig.Gen. Hans-Jürgen Wilhelmi 1. April 1985 30. September 1991
8 Oberst Georg Bernhardt 1. Oktober 1982 31. März 1985
7 Brig.Gen. Jürgen Schlüter 1. Januar 1981 30. September 1982
6 Brig.Gen. Franz-Josef Wiesner 1. Oktober 1977 31. Dezember 1980
5 Brig.Gen. Eberhard Hackensellner 1. April 1971 30. September 1977
4 Brig.Gen. Hans-Joachim Löser 1. Juni 1968 31. März 1971
3 Oberst Wolfgang Schall 1. April 1966 31. Mai 1968
2 Brig.Gen. Peter Karpinski 1. April 1962 31. März 1966
1 Oberst Herbert Reidel 1. Januar 1960 31. März 1962