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Deutsche Werke

Die Deutsche Werke AG geht zurück auf die Gründung der Königlichen Werft in Kiel im Jahre 1867. Sie wurde 1871 in Kaiserliche Werft umbenannt und war wie ihre Schwesterwerften in Wilhelmshaven und Danzig hauptsächlich mit dem Bau von Kriegsschiffen für die Kaiserliche Marine beschäftigt. Insbesondere profitierte sie von der massiven Flottenrüstung in der Amtszeit Wilhelms II.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam es zu einem drastischen Auftragseinbruch, da die Flottenstärke der Weimarer Republik durch den Versailler Vertrag erheblich beschnitten wurde. 1925 wurde die Werft und einige andere Maschinenbau- und Rüstungsbetriebe zur Deutsche Werke AG fusioniert, die ihren Verwaltungssitz in Berlin hatte und sich vollständig im Besitz des Deutschen Reiches befand. Nachdem man zur Zeit der Weimarer Republik hauptsächlich zivile Schiffe wie Tanker, Frachter und Fischdampfer produziert hatte, begann mit dem Dritten Reich erneut eine Ära der Aufrüstung, so dass die Deutsche Werke sich wieder ganz auf den Marineschiffbau konzentrierten. Bekannte bei den Deutschen Werken vom Stapel gelaufene Schiffe waren u.a. das Panzerschiff Deutschland (später in Lützow umbenannt), der Schwere Kreuzer Blücher und das Schlachtschiff Gneisenau. Auch der unvollendet gebliebene Flugzeugträger Graf Zeppelin lief hier vom Stapel. Während des Zweiten Weltkrieges wurden hauptsächlich U-Boote gebaut.

Die Deutschen Werke wurden durch Bombenangriffe stark zerstört und nach Kriegsende teilweise demontiert. Der Bereich des Maschinen- und Lokomotivbaus wurde in der MaK zusammengefasst, die Werftanlagen wurden 1955 durch die Howaldtswerke übernommen.