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Bayreuther Festspiele

Die Bayreuther Festspiele oder Richard-Wagner-Festspiele sind ein Musik- und Theaterfestival, das jedes Jahr (in der Regel vom 25. Juli bis 28. August) im eigens dafür von Richard Wagner und Otto Brückwald geschaffenen Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth stattfindet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte bis 1944

Richard Wagner wünschte sich ein Theater abseits der Metropolen, in dem man sich – ohne Ablenkung und ohne die Kompromisse eines Repertoirebetriebs – voll und ganz der Darbietung seiner Werke widmen konnte. Die ersten Festspiele unter seiner Leitung begannen am 13. August 1876; sie boten die Uraufführung des kompletten Rings des Nibelungen. Zu den Gästen gehörten Franz Liszt, Anton Bruckner, Karl Klindworth, Camille Saint-Saëns, Peter Tschaikowski, Edvard Grieg, Lew Tolstoi, Paul Lindau, Friedrich Nietzsche und Gottfried Semper, ferner Kaiser Wilhelm I., Kaiser Pedro II. von Brasilien und König Karl von Württemberg. Wagners Mäzen Ludwig II. von Bayern hatte vom 6. bis zum 9. August die Generalproben besucht und kehrte erst zum dritten und letzten Aufführungszyklus zurück, wobei er sich allen öffentlichen Huldigungen entzog.

Der künstlerische Erfolg der Premiere wurde durch einige bühnentechnische Pannen beeinträchtigt, so dass Wagner sich weigerte, vor das applaudierende Publikum zu treten. Wegen des finanziellen Misserfolgs – es verblieben Schulden in Höhe von 148.000 Mark – konnten die nächsten Festspiele erst 1882 (mit der Uraufführung von Parsifal) durchgeführt werden. Wagner beabsichtigte, wie er in einem Brief an Ludwig II. schrieb, nach und nach alle seine Werke in seinem Festspielhaus „in der Weise aufzuführen, dass diese Aufführungen als Muster der Korrektheit meiner nächsten Nachwelt überliefert werden können“. Wenige Monate darauf starb Wagner. Bis kurz vor seinem Tod trug er sich mit dem Gedanken, Tannhäuser und den Fliegenden Holländer umzuarbeiten, um sie „bayreuthwürdig“ zu machen. Eine Aufführung seiner Frühwerke (Das Liebesverbot, Die Feen, Rienzi) untersagte er zwar nicht, bekundete aber auch kein Interesse daran. Bis heute ist es in Bayreuth üblich, nur die zehn Hauptwerke von Holländer bis Parsifal zu spielen.

Unter der Leitung von Wagners Witwe Cosima fanden die Festspiele zunächst eher unregelmäßig statt. Immer wieder musste aus wirtschaftlichen Gründen – der Festspielbetrieb war ein reines Privatunternehmen der Familie Wagner – ein Jahr pausiert werden, um finanzielle Engpässe zu überwinden. Auch war die Publikumsauslastung nicht immer ausreichend, teilweise wurde vor nur mäßig gefülltem Haus gespielt.

Die Festspiele entwickelten sich im Wechsel zwischen künstlerischer Stagnation und Innovation. Cosima Wagner hatte eine strenge Vorstellung von „Werktreue“. In diesem Sinn führte sie ab 1886 auch selbst Regie. 1908 übergab sie auf dringendes Anraten ihrer Ärzte die Leitung der Festspiele an ihren Sohn Siegfried Wagner, der schrittweise eine Modernisierung der Aufführungen ermöglichte. Der Erste Weltkrieg erzwang 1914 eine Unterbrechung der laufenden Saison; die Rückerstattung des Preises gelöster Karten verursachte ein hohes Defizit.

Erst nach zehn Jahren, am 22. Juli 1924, wurden die Festspiele unter Leitung von Siegfried Wagner wieder eröffnet. Die Meistersinger-Premiere geriet zu einer unverhohlen nationalistischen Veranstaltung; unter den Gästen waren Erich Ludendorff und Heinrich Claß. Der Schlussapplaus nach dem 3. Akt mündete in das vom Publikum stehend gesungene Deutschlandlied.

In seinem Testament von 1929 hat Siegfried Wagner festgelegt, dass nur Werke Richard Wagners in Bayreuth aufgeführt werden dürfen. Inwiefern diese Verfügung noch bindend ist, wurde wiederholt diskutiert, auch im Rahmen der Nachfolgedebatte um den gegenwärtigen Festspielleiter Wolfgang Wagner.

Einen politischen Tiefpunkt erreichten die Festspiele in der Zeit des Nationalsozialismus: Die Nähe von Siegfrieds Witwe Winifred Wagner, die 1930 die Leitung der Festspiele übernommen hatte, zu Reichskanzler Adolf Hitler trug wesentlich dazu bei, dass im Jahr 1945 „Wagner an der Kulturbörse unter Null gehandelt“ wurde (Zitat Hans Mayer).[1] Hitler hatte Bayreuth zuletzt 1940 besucht; die von ihm angeordneten „Kriegsfestspiele“ wurden 1944 eingestellt.

Nachkriegsgeschichte – „Neubayreuth“

1951 gab es wiederum einen Neuanfang, nun unter der gemeinsamen künstlerischen und organisatorischen Leitung der Enkel Wieland und Wolfgang Wagner. Ihnen gelang es, jährliche Festspiele – mit meist einer Neuinszenierung pro Saison – zu etablieren. Auf dem Spielplan steht traditionell eine wechselnde Auswahl aus den Hauptwerken Richard Wagners: Der fliegende Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Der Ring des Nibelungen (mit den vier Teilen Das Rheingold, Die Walküre, Siegfried, Götterdämmerung), Tristan und Isolde, Die Meistersinger von Nürnberg und Parsifal.

Gelegentlich wurde auch Beethovens 9. Sinfonie im Festspielhaus aufgeführt. Richard Wagner selbst hatte dieses Werk am 22. Mai 1872 im Markgräflichen Opernhaus dirigiert, aus Anlass der Grundsteinlegung für das Festspielhaus. Im Rahmen der Festspiele erklang die 9. Sinfonie unter Leitung von Richard Strauss (1933), Wilhelm Furtwängler (1951, 1954), Paul Hindemith (1953), Karl Böhm (1963) und Christian Thielemann (2001). Zum 100. Todestag von Richard Wagners Schwiegervater Franz Liszt wurde 1986 dessen Faust-Sinfonie aufgeführt.

Verschiedentlich gingen neue Impulse für Oper und Musiktheater von Bayreuth aus, so ab 1951 durch die Inszenierungen von Wieland Wagner, der mit seiner radikalen „Entrümpelung“ der Bühne einen ästhetischen Neuanfang wagte, der stilbildend bis in die 1970er-Jahre wirkte. 1976 geschah durch die Ring-Inszenierung von Patrice Chéreau zum 100-jährigen Jubiläum der Festspiele (Jahrhundert-Ring) erneut eine umfassende stilistische Veränderung und Erneuerung, die zunächst auch heftige Verstörung und Proteste hervorrief, später aber als richtungweisend und künstlerisch überragend anerkannt wurde.

Musikalisch gelten die Festspielaufführungen – insbesondere bezogen auf Chor und Orchester – als weltweit außerordentlich, was auch mit der architektonischen und akustischen Besonderheit des Gebäudes (s. a. mystischer Abgrund) zu tun hat.

Die jährlich stattfindenden und lange im voraus ausverkauften 30 Vorstellungen können von ca. 58.000 Zuschauern gesehen werden. Dieser Zahl gegenüber steht eine Nachfrage von bis zu 500.000 Kartenbestellungen, so dass mit Wartezeiten von sieben und mehr Jahren gerechnet werden muss. Wegen dieser außerordentlich hohen Nachfrage und der begrenzt zur Verfügung stehenden Anzahl der Karten bzw. Plätze im Festspielhaus ist in den letzten Jahren das Problem eines irregulären Schwarzmarkts für Eintrittskarten mit exorbitanten, teils um ein Vielfaches erhöhten Kartenpreisen, entstanden, dem die Festspielleitung durch verschiedene Maßnahmen zu begegnen versucht. So werden z. B. Name und Adresse der Besteller auf die Eintrittskarten gedruckt, beim Einlass finden Kontrollen statt.

Der reguläre Eintrittskartenpreis liegt im Jahr 2007 zwischen 28,50 und 208 Euro je nach Platzkategorie. Außerdem steht noch eine geringe Anzahl von Plätzen mit eingeschränkter Sicht auf die Bühne (zum Preis von 12,– Euro) und für Hörplätze (zum Preis von 6,50 Euro) zur Verfügung. Im Verhältnis zur allgemein hohen künstlerischen Qualität gelten die Preise, auch verglichen mit anderen Festivals, als äußerst maßvoll. Der Richard-Wagner-Verband vergibt jährlich Stipendien, vornehmlich um Studierenden einen unentgeltlichen Besuch der Aufführungen zu ermöglichen. Auch damit wird versucht, der Idealvorstellung Richard Wagners, dass jedem ernsthaft Interessierten ungeachtet seiner finanziellen Möglichkeiten der Besuch der Festspiele ermöglicht werden solle, gerecht zu werden.

Träger des Bayreuther Festspielhauses ist seit 1973 die Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth. Stiftungsmitglieder sind die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Stadt Bayreuth, die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth, die Bayerische Landesstiftung, die Oberfrankenstiftung, der Bezirk Oberfranken und Mitglieder der Familie Wagner. Geschäftsführer des Stiftungsrates ist der Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth (derzeit Michael Hohl). Die Festspiele werden seit 1986 von der Bayreuther Festspiele GmbH durchgeführt.

Künstlerischer Leiter der Festspiele ist Wolfgang Wagner (seit 1951 gemeinsam mit seinem Bruder Wieland, seit 1967 allein). Durch die Diskussion über seine möglichen Nachfolger (Nike Wagner, Eva Wagner-Pasquier und Wieland Lafferentz oder Gudrun Wagner und Katharina Wagner) ist seine Person in den 1990er- und 2000er-Jahren häufig in den Medien aufgetaucht. 2001 fiel die Entscheidung entgegen dem Willen Wolfgang Wagners zugunsten von Eva Wagner-Pasquier aus, die jedoch kurze Zeit nach der Wahl auf das Amt verzichtete, da sich Wolfgang Wagner auf seinen Vertrag auf Lebenszeit berief und seinen Posten nicht freiwillig aufgeben wollte. Nach dem plötzlichen Tod von Gudrun Wagner im November 2007, Wolfgang Wagners Ehefrau und persönlicher Mitarbeiterin ist angesichts des Alters des Festspielleiters die Nachfolgefrage wieder aktuell. Im April 2008 hat Wolfgang Wagner selbst eine Nachfolgelösung, bestehend aus seinen beiden Töchtern (die Halbschwestern Eva und Katharina) ins Gespräch gebracht und seinen Rücktritt angedeutet, falls der Stiftungsrat sich für die beiden als gemeinsames Leitungsteam der Bayreuther Festspiele aussprechen würde.

Nachdem sowohl Katharina Wagner als auch Eva Wagner-Pasquier ihre Bereitschaft zur Kooperation signalisiert hatten,[2] erklärte Wagner in einem Brief an den Stiftungsrat, zum 31. August 2008 sein Amt als Festspielleiter niederzulegen.[3]

Leitung der Festspiele

Jahr Leiter
1876, 1882 Richard Wagner
1886 bis 1906 Cosima Wagner
1908 bis 1930 Siegfried Wagner
1931 bis 1944 Winifred Wagner
1951 bis 1966 Wieland und Wolfgang Wagner
1967 bis 2008 Wolfgang Wagner

Inszenierungen

Jahr Werk Inszenierung Bühnenbild Kostüme
1876 Der Ring des Nibelungen Richard Wagner Joseph Hoffmann Carl Emil Doepler
1882 (– 1933) Parsifal Richard Wagner Max Brückner, Paul von Joukowsky Paul von Joukowsky
1886 (– 1906) Tristan und Isolde Cosima Wagner Max Brückner Joseph Flüggen
1888 (– 1899) Die Meistersinger von Nürnberg August Harlacher Max Brückner
1891 (– 1904) Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Cosima Wagner Max Brückner Joseph Flüggen
1894 (– 1909) Lohengrin Cosima Wagner Max Brückner Joseph Flüggen
1896 (– 1931) Der Ring des Nibelungen Cosima Wagner Max Brückner Arpad Schmidhammer, Hans Thoma
1901 (– 1902) Der fliegende Holländer Siegfried Wagner Max Brückner Max Roßmann
1911 (– 1925) Die Meistersinger von Nürnberg Siegfried Wagner Max Brückner Daniela Thode
1914 Der fliegende Holländer Siegfried Wagner Siegfried Wagner Daniela Thode
1927 (– 1931) Tristan und Isolde Siegfried Wagner Kurt Söhnlein Daniela Thode, Irma Nierenheim
1930 (– 1931) Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Siegfried Wagner Kurt Söhnlein Daniela Thode, Irma Nierenheim
1933 (– 1934) Die Meistersinger von Nürnberg Heinz Tietjen Emil Preetorius Emil Preetorius, Kurt Palm
1933 (– 1942) Der Ring des Nibelungen Heinz Tietjen Emil Preetorius Emil Preetorius, Kurt Palm
1934 (– 1936) Parsifal Heinz Tietjen Alfred Roller Emil Preetorius, Alfred Roller
1936 (– 1937) Lohengrin Heinz Tietjen Emil Preetorius Emil Preetorius
1937 (– 1939) Parsifal Heinz Tietjen Wieland Wagner Alfred Roller, Wieland Wagner
1938 (– 1939) Tristan und Isolde Heinz Tietjen Emil Preetorius Emil Preetorius
1939 (– 1942) Der fliegende Holländer Heinz Tietjen Emil Preetorius Emil Preetorius
1943 (– 1944) Die Meistersinger von Nürnberg Heinz Tietjen Wieland Wagner Kurt Palm, Emil Preetorius, Wieland Wagner
1951 (– 1973) Parsifal Wieland Wagner Wieland Wagner Charlotte Vocke
1951 (– 1952) Die Meistersinger von Nürnberg Rudolf Otto Hartmann Hans C. Reissinger Margarete Kaulbach
1951 (– 1958) Der Ring des Nibelungen Wieland Wagner Wieland Wagner Ingrid Jorissen
1952 (– 1953) Tristan und Isolde Wieland Wagner Wieland Wagner Fred Thiel
1953 (– 1954) Lohengrin Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Fred Thiel
1954 (– 1955) Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1955 (– 1956) Der fliegende Holländer Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Kurt Palm
1956 (– 1960) Die Meistersinger von Nürnberg Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1957 (– 1959) Tristan und Isolde Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Kurt Palm
1958 (– 1962) Lohengrin Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1959 (– 1965) Der fliegende Holländer Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1960 (– 1964) Der Ring des Nibelungen Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Kurt Palm
1961 (– 1967) Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1962 (– 1970) Tristan und Isolde Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1963 (– 1964) Die Meistersinger von Nürnberg Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1965 (– 1968) Der Ring des Nibelungen Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1967 (– 1972) Lohengrin Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Kurt Palm
1968 (– 1975) Die Meistersinger von Nürnberg Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Kurt Palm
1969 (– 1971) Der fliegende Holländer August Everding Josef Svoboda Jörg Zimmermann
1970 (– 1975) Der Ring des Nibelungen Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Kurt Palm
1972 (– 1978) Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Götz Friedrich Jürgen Rose Jürgen Rose
1974 (– 1977) Tristan und Isolde August Everding Josef Svoboda Reinhard Heinrich
1975 (– 1981) Parsifal Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Reinhard Heinrich
1976 (– 1980) Der Ring des Nibelungen („Jahrhundertring“) Patrice Chéreau Richard Peduzzi Jaques Schmidt
1978 (– 1985) Der fliegende Holländer Harry Kupfer Peter Sykora Reinhard Heinrich
1979 (– 1982) Lohengrin Götz Friedrich Günther Uecker Frida Parmeggiani
1981 (– 1987) Tristan und Isolde Jean-Pierre Ponnelle Jean-Pierre Ponnelle Jean-Pierre Ponnelle
1981 (– 1988) Die Meistersinger von Nürnberg Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Reinhard Heinrich
1982 (– 1988) Parsifal Götz Friedrich Andreas Reinhardt Andreas Reinhardt
1983 (– 1986) Der Ring des Nibelungen Peter Hall William Dudley William Dudley
1985 (– 1995) Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Reinhard Heinrich
1987 (– 1993) Lohengrin Werner Herzog Henning von Gierke Henning von Gierke
1988 (– 1992) Der Ring des Nibelungen Harry Kupfer Hans Schavernoch Reinhard Heinrich
1989 (– 2001) Parsifal Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Reinhard Heinrich
1990 (– 1999) Der fliegende Holländer Dieter Dorn Jürgen Rose Jürgen Rose
1993 (– 1999) Tristan und Isolde Heiner Müller Erich Wonder Yōji Yamamoto
1994 (– 1999) Der Ring des Nibelungen Alfred Kirchner Rosalie Rosalie
1996 (– 2002) Die Meistersinger von Nürnberg Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Reinhard Heinrich
1999 (– 2005) Lohengrin Keith Warner Stefanos Lazaridis Sue Blane
2000 (– 2004) Der Ring des Nibelungen Jürgen Flimm Erich Wonder Florence von Gerkan
2002 (– 2007) Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Philippe Arlaud Philippe Arlaud Carin Bartels
2003 (– 2006) Der fliegende Holländer Claus Guth Christian Schmidt Christian Schmidt
2004 (– 2007) Parsifal Christoph Schlingensief Daniel Angermayr, Thomas Goerge Tabea Braun
2005 (– ?) Tristan und Isolde Christoph Marthaler Anna Viebrock Anna Viebrock
2006 (– ?) Der Ring des Nibelungen Tankred Dorst Frank Philipp Schlößmann Bernd Ernst Skodzig
2007 (– ?) Die Meistersinger von Nürnberg Katharina Wagner Tilo Steffens Michaela Barth
2008 (– ?) Parsifal Stefan Herheim Heike Scheele Gesine Völlm
2010 (– ?) Lohengrin Hans Neuenfels Reinhard von der Thannen Reinhard von der Thannen
2011 (– ?) Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Sebastian Baumgarten[4]

Blaue Mädchen

Als Blaue Mädchen werden die Türsteherinnen des Festspielhaus in Bayreuth bezeichnet. Der Name entstand aus der traditionell blauen Farbe ihrer Uniform.

In früher Zeit waren es vorzugsweise unverheiratete junge Damen aus der näheren Umgebung von Bayreuth, heute dominieren Studentinnen der theater- und operbezogenen Studiengänge aus Bayreuth, Deutschland, Europa und der Welt. Sie haben die Möglichkeit, sich in ihrem Dienst annähernd alle 30 Aufführungen einer Festspielsaison der Richard-Wagner-Festspiele anzuschauen und anzuhören.

Einzelnachweise

  1. Hans Mayer: Dankrede zur Verleihung des Wilhelm Pitz-Preises 1998, Oper & Tanz 2000/03
  2. „Eva Wagner-Pasquier bereit für Festspielleitung“, festspiele.de, 18. April 2008
  3. http://www.festspiele.de/startseite/news/0_2181/details_1.htm
  4. http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080430/ten-wie-geht-es-weiter-auf-dem-grnen-hge-9a59114.html
 Commons: Richard-Wagner-Festspiele – Bilder, Videos und Audiodateien