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Viertausender

Viertausender ist eine Bezeichnung für Berge, die mindestens 4.000 Meter über dem Meer liegen. Da die höchsten Berge Europas in diese Kategorie fallen, gelten Viertausender unter (Hobby-)Bergsteigern als Prestigeobjekte für eine Besteigung. Im Vergleich zu noch höheren Bergen über 5.000 m muss für die Besteigung innerhalb Europas keine aufwendige Expedition in abgelegene Gebiete geplant werden, dennoch erfordert die Besteigung auch Kenntnisse über das Höhenbergsteigen, was zur erwähnten Beliebtheit beiträgt.

Inhaltsverzeichnis

Europa

In Europa sind die einzigen 4.000er in den Alpen zu finden (abgesehen vom Kaukasus, dessen Zugehörigkeit zu Europa umstritten ist). Bemerkenswert ist, dass kein Viertausender auf dem Gebiet Österreichs liegt (höchster Berg ist der Großglockner mit 3.798 m), sondern die Mehrzahl auf Schweizer Gebiet. Insgesamt befinden sich in der Schweiz 73 Viertausender (davon 20 Grenzberge zu Italien). In Frankreich gibt es 44 Viertausender (43 Berge in der Mont-Blanc-Gruppe, davon 10 Grenzberge zu Italien). Knapp über die 4.000er-Marke kommen in den italienischen Grajischen Alpen in der Gran-Parandiso-Gruppe der Gran Paradiso (4.061 m) sowie in den französischen Dauphiné-Alpen der Barre des Écrins (4.101 m), da sie bereits etwas abseits stehen. Sie sind jeweils die höchsten Erhebungen in ihrem Massiv.

Im Mont-Blanc-Massiv steht mit dem Mont Blanc (4.808 m mit Eiskappe) der höchste Berg der Alpen. In diesem Massiv finden sich noch weitere 42 Gipfel, die 4.000 m überragen.

Von den 128 Viertausendern der Alpen befinden sich des Weiteren 73 Gipfel im Wallis (davon 20 Grenzberge zu Italien), zehn 4.000er in den Berner Alpen und ein Gipfel in den Rhätischen Alpen in der Berninagruppe (Piz Bernina 4.049 m).

Aus den Walliser Alpen soll hier das Monte Rosa-Massiv mit dem höchsten Schweizer Gipfel, der 4.634 m hohen Dufourspitze sowie dem Nordend (4.609 m) und der Zumsteinspitze (4.563 m) genannt sein. Nicht weit davon entfernt ist der wohl berühmteste Berg der Schweiz, das 4.478 m hohe Matterhorn.

Afrika

In afrikanischen Gebirgen sind Viertausender im Hohen Atlas (Toubkal: 4.167 m), im Hochland von Abessinien (Ras Daschan Terara: 4.620 m), im Ausläufer des Adamaouagebirges (Kamerunberg: 4.070 m), in den Virunga-Vulkanen (Karisimbi: 4.507m) sowie in Form des 4.565 m hohen Mount Meru in Tansania zu finden.

Amerika

In den Rocky Mountains finden sich eine Reihe Viertausender, vor allem in den Bundesstaaten Colorado (Mount Elbert: 4.396 m) und Wyoming (Gannett Peak: 4.202 m). Des Weiteren steigt auch die Sierra Nevada deutlich über 4.000 m an; der höchste Gipfel ist der Mount Whitney mit 4.418 m. Auf Hawaii befindet sich der Vulkan Mauna Kea mit einer Höhe 4.205 m und einer Gesamthöhe von 9.705 m über dem Meeresgrund.

Sonstige Viertausender

In Asien und Südamerika spielen Viertausender eine untergeordnete Rolle, da dort die höchsten Berge durchschnittlich zwischen sieben- und achttausend bzw. um die 6.500 m hoch sind.

Der höchste Berg der Antarktis ist der Mount Vinson (4.892 m), der lange Zeit für einen Fünftausender gehalten worden ist. Daneben gibt es noch weitere Erhebungen über 4000 m, wie den Mount Kirkpatrick (4.528 m) im Transantarktischen Gebirge oder den Mount Jackson (4.190 m) auf der Halbinsel Palmerland.

Siehe auch

 Wiktionary: Viertausender – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik