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Carl Stumpf

Carl Stumpf (* 21. April 1848 in Wiesentheid; † 25. Dezember 1936 in Berlin) war ein deutscher Philosoph und Psychologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Leistungen

Er studierte unter Franz Brentano und Rudolf Hermann Lotze. Stumpf hatte einen entscheidenden Einfluss auf Edmund Husserl, den Gründer der modernen Phänomenologie, Max Wertheimer, Wolfgang Köhler und Kurt Koffka, die Mitbegründer der Gestaltpsychologie, sowie auf Kurt Lewin. Er ist auch bekannt auf Grund seiner Einführung des Begriffs „Sachverhalt“ in die Philosophie, welcher später vor allem durch Husserls Werke verbreitet wurde.

Stumpf war einer der ersten Studenten von Brentano und blieb auch immer sehr nahe an seinen frühen Theorien. Er schrieb 1868 seine Dissertation unter Lotze an der Universität Göttingen und habilitierte sich ebenfalls dort im Jahre 1870. Späterhin interessierte er sich immer mehr für empirische Methoden in der experimentellen Psychologie und wurde ein Pionier dieser neuen Disziplin. Er unterrichtete in Göttingen, wurde dann Professor in Würzburg und später in Prag, Halle, München und endlich Berlin, wo seine Schüler Max Wertheimer, Kurt Koffka und Wolfgang Köhler die Berliner Schule der Gestalttheorie gründeten.

Zusammen mit seinem Studenten Oskar Pfungst löste er 1907 das Rätsel um den Klugen Hans und verhalf damit der experimentellen Psychologie zum Durchbruch.

1890 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt.

Assistenten von Carl Stumpf

Werke

Siehe auch

Personendaten
Stumpf, Friedrich Carl
Philosoph und Psychologe
21. April 1848
Wiesentheid, Unterfranken
25. Dezember 1936
Berlin