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Schweizer

Dieser Artikel behandelt das Volk der Schweizer, für weitere Bedeutungen siehe Schweizer (Begriffsklärung).

Die Schweizer sind ein westeuropäisches Volk, welches aber nicht als Ethnie verstanden wird. Jeder Schweizer ist Staatsbürger der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Er besitzt das Schweizer Bürgerrecht und das Bürgerrecht einer oder mehrerer Gemeinden dieses Landes. Ende Dezember 2006 gab es 6,599 Mio. Menschen mit Schweizer Staatsangehörigkeit.

Die Schweizer setzen sich zusammen aus Deutschschweizern, Romands, italienischsprachigen Schweizern und Rätoromanen. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf die Muttersprache der jeweiligen Gruppe (siehe Sprachen in der Schweiz). Die Sprachgruppen bilden in der Schweiz jedoch keine politischen Einheiten, so dass sich die Schweizer meistens mit ihrem jeweiligen Herkunftskanton identifizieren. Des weiteren existieren kleine Minderheiten wie Jenische.

Geschichte

In vorrömischer Zeit wurde das Gebiet der heutigen Schweiz hauptsächlich vom keltischen Stamm der Helvetier bevölkert, aber auch von den Raurikern und Rätiern. Später wurde es zur römischen Provinz. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches drangen Alemannen und Burgunder in das Gebiet ein. Die romanisierte keltische Bevölkerung, oft als Galloromanen bezeichnet, ging in diesen auf. Zu erwähnen sind auch noch die Langobarden welche sich in der Südschweiz und in Norditalien niederliessen. Da die Alemannen ihre alemannische Sprache beibehielten, die Burgunder jedoch das Latein (oder Vulgärlatein) der vormaligen Besatzer annahmen, sprechen die Schweizer heute keine einheitliche Sprache. Eine Vermischung der Schweizer über die Sprachgrenzen hat stattgefunden. Eine markante Verschiebung dieser ist aber, ausser in der Südostschweiz zu Lasten des Rätoromanischen, nicht geschehen. Vor allem im Zuge der Besiedelung des amerikanischen Kontinents sind auch zahlreiche Schweizer ausgewandert. Besonders Ortsnamen zeugen heute noch davon. Aus religiösen Gründen sind auch viele Mennoniten nach Nordamerika ausgewandert. Die Spuren von Schweizer Mundarten sind bis heute in der Sprache der Mennoniten und der Amischen zu hören.

Auslandschweizer

Hauptartikel: Fünfte Schweiz

Ende Dezember 2006 lebten 645'010 (9,8 Prozent der Schweizer) im Ausland. 71,3 % der Auslandschweizer waren Doppelbürger. Lyon galt mit 83'665 Schweizern als grösster Konsularbezirk und somit grösste Schweizer Gemeinschaft ausserhalb der Eidgenossenschaft. Insgesamt lebten 171'732 Schweizer in Frankreich.

Siehe auch