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Bedburg-Hau

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 51° 46′ N, 6° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Kleve
Höhe: 20 m ü. NN
Fläche: 61,29 km²
Einwohner: 13.122 (30. Juni 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 214 Einwohner je km²
Postleitzahl: 47551
Vorwahlen: 0 28 21
Kfz-Kennzeichen: KLE
Gemeindeschlüssel: 05 1 54 004
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Rathausplatz 1
47551 Bedburg-Hau
Webpräsenz:
www.bedburg-hau.de
Bürgermeister: Peter Driessen (parteilos)

Die Gemeinde Bedburg-Hau liegt am unteren Niederrhein im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen und ist eine kreisangehörige Gemeinde des Kreises Kleve im Regierungsbezirk Düsseldorf. Sie ist Mitglied der Euregio Rhein-Waal.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Bedburg-Hau gliedert sich in die sieben Ortschaften

Hasselt ist unter anderem berühmt für die große Wandmalerei an der Altarwand der katholischen Dorfkirche, welche ein sehr realistisches Bild des Gekreuzigten Jesus Christus zeigt. Sehenswert ist auch der Herrensitz Haus Rosendal aus dem 15. Jahrhundert. Das Haus ging aus einem um 1433 erbauten steinernen Bergfried hervor. Der letzte Umbau an dem Haus erfolgte 1797

Hau mit ca. 6.000 Einwohnern der größte Ortsteil der Gemeinde. Der Ortsname ist hergeleitet aus dem Begriff Abhauen oder "Op den Hau", womit auf die Gründung des Ortes nach Rodungen hingewiesen wird.

Nachbargemeinden/-städte

Die Gemeinde Bedburg-Hau grenzt im Westen und Norden an die Stadt Kleve, im Osten an die Stadt Kalkar und im Süden an die Stadt Goch.

Geschichte

Ihren Namen erhielt die Gemeinde bei der Entstehung der „Rheinischen Kliniken Bedburg-Hau“ vom Jahre 1908 an. Sie bekamen wie auch der für die Kliniken erbaute Bahnhof den Namen Bedburg-Hau. Hau war die größte Gemeinde des damaligen Amtes Till, Bedburg war die größte Pfarrgemeinde.

Im nahegelegen Reichswald und im Umfeld des heutigen Bedburg-Hau, fand im Februar 1945 des 2. Weltkrieges die sogenannte Schlacht im Reichswald statt. Nach dieser Schlacht konnten die Alliierten anschließend bei Wesel einen Brückenkopf über den Rhein schlagen und somit das Ruhrgebiet einnehmen.

Gebietsreform

Bedburg-Hau entstand in der heutigen Form am 1. Juli 1969 beim 1. kommunalen Neugliederungsprogramm in Nordrhein-Westfalen. Die Gemeinden Hau, Louisendorf, Schneppenbaum und Till-Moyland des Amtes Till sowie die Gemeinde Huisberden des Amtes Griethausen wurden zur neuen Gemeinde Bedburg-Hau zusammengeschlossen.

Am 1. Januar 1975 wurde im Zuge des 2. Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen der Altkreis Kleve mit dem ehemaligen Kreis Geldern und Teilgebieten der Kreise Moers und Rees zum neuen niederrheinischen Großkreis Kleve zusammengefügt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Einen höheren Bekanntheitsgrad bekam die Gemeinde Bedburg-Hau mit dem im Jahre 1997 eröffneten Museum Schloss Moyland. Hier ist gegenwärtig der weltweit größte Bestand an Werken und Archivalien von und zu Joseph Beuys untergebracht. Daneben werden den Besuchern zahlreiche Kunstobjekte des 19. und 20. Jahrhunderts zugänglich gemacht. Alle Werke stammen aus der Sammlung der Gebrüder Hans und Franz Joseph van der Grinten.

Ebenfalls auf dem Gebiet von Bedburg-Hau, in Bergenthal (Ortsteil Hau) befindet sich die Grab-Tumba von Moritz von Nassau, die dort, für die Zeit außergewöhnlich, außerhalb einer Kirche oder eines Friedhofes in freier Natur errichtet wurde. Moritz wurde nach seinem Tod 1679 dort allerdings nur vorübergehend beigesetzt, bevor er nach Siegen überführt wurde. Das Grabmal, 1979 zuletzt restauriert, besteht aus der gußeisernen, reichverzierten Tumba und viertelkreisförmigen, reich mit antiken Bildwerken versehenen Mauern (heute Nachbildungen).

Die Pfarrkirche St. Markus in Schneppenbaum ist die ehemalige Klosterkirche des Prämonstratenserinnenstiftes Bedbur(g). Von der romanischen kreuzförmigen Kirche aus dem 12. Jahrhundert sind der Turm und das Ostschiff mit dem jüngeren gotischen Chorabschluss im Original erhalten; die übrigen Gebäudeteile waren Ende des 18. Jahrhunderts abgebrochen worden und wurden von 1900-1902 neuromanisch wiederhergestellt.

Politik

Die 28 Sitze des Gemeinderats verteilen sich wie folgt:

(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)

Städtepartnerschaft

Verkehr

Flugverkehr

Die nächstgelegenen Flughäfen sind der Flughafen Niederrhein und der Flughafen Düsseldorf International.

Schienen- und Busverkehr

Der Bahnhof Bedburg-Hau liegt an der linksniederrheinischen Strecke (KBS 495). Er wird montags bis freitags alle 30 Minuten, an Wochenenden und Feiertagen im Stundentakt vom RE 10 „Niers-Express“ Kleve–Düsseldorf über Krefeld bedient. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio NRW, die Dieseltriebwagen vom Typ Bombardier Talent (DB-Baureihe 643) einsetzt.

Im Kommunalen Personennahverkehr verkehren eine Reihe von Buslinien zur Erschließung der Region und des Stadtgebiets.

Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der regionale Tarif der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) und der NRW-Tarif.

Straßen

Bedburg-Hau ist über die Bundesstraße 9 an die Bundesautobahn 57 (E 31) angebunden.

Söhne und Töchter

 Commons: Bedburg-Hau – Bilder, Videos und Audiodateien