Herzogenrath
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Herzogenrath

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 52′ N, 6° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Aachen
Höhe: 140 m ü. NN
Fläche: 33,40 km²
Einwohner: 47.333 (30. Juni 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 1417 Einwohner je km²
Postleitzahl: 52134
Vorwahlen: 02406 und 02407
Kfz-Kennzeichen: AC
Gemeindeschlüssel: 05 3 54 016
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Rathausplatz 1
52134 Herzogenrath
Webpräsenz:
www.herzogenrath.de
Bürgermeister: Christoph von den Driesch (CDU)

Die Stadt Herzogenrath (Niederländisch ’s-Hertogenrade) ist eine mittlere kreisangehörige Stadt im nordrhein-westfälischen Kreis Aachen. Sie entstand 1972 aus der Zusammenlegung der Städte Herzogenrath, Kohlscheid und Merkstein und bildet mit dem niederländischen Kerkrade die symbolische Doppelstadt Eurode. Jahrhundertelang prägte Bergbau die Stadt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Stadt Herzogenrath liegt noch im Übergangsbereich zwischen Eifel/Rheinischem Schiefergebirge und niederrheinischer Tiefebene. Nachbargemeinden sind, im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, Übach-Palenberg, Alsdorf, Würselen, Aachen, Kerkrade (NL) und Landgraaf (NL). Herzogenrath gehört zum Nordkreis Aachen. Die Stadt hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 14 km, in der West-Ost-Achse sind es nur zwischen 1,5 und 4 km. Auf einer Länge von knapp 9 km ist die westliche Stadtgrenze gleichzeitig Landesgrenze zu den Niederlanden, im wesentlichen zur Stadt Kerkrade.

Kerkrade-Eygelshoven Übach-Palenberg Alsdorf
Kerkrade Alsdorf und Würselen-Bardenberg
Richterich Aachen Würselen


Gewässer

Die Wurm, wichtigster Nebenfluss der Rur, fließt zunächst östlich an den Herzogenrather Stadtteilen Kohlscheid und Straß vorbei, um dann den Ortskern der Stadt Herzogenrath in einen südlichen Teil rund um die Burg und einen nördlichen Teil (Afden) mit dem Bahnhof, Industriegebiet und Rathaus zu trennen. Der aus Westlicher Richtung von Alsdorf her fließende Broichbach (auch: Broicher Bach) mündet genau im Herzen Herzogenraths in die Wurm und trennt Afden und den Westen Herzogenraths (mit Niederbardenberg, Ruif und Wefelen) vom übrigen Stadtgebiet. Ein Stausee etwa 500 Meter oberhalb der Mündung im Naherholungsgebiet Broichbachtal gelegen, reguliert den Wasserzufluss vom Broichbach in die Wurm. Hier liegt auch die historische Erkensmühle. Die Wurm passiert nördlich der Altstadt das Gelände der St.Gobain Glasfabrik an deren Ende sie auf niederländisches Staatsgebiet trifft, um bis Übach-Palenberg bzw. Rimburg (NL) Grenzfluss zwischen den Niederlanden und der Bundesrepublik zu bleiben.

Am Boscheler Berg zwischen dem Ortsteil Merkstein und Boscheln, nahe dem Gut Neumerberen, entspring der Übach, der von dort nördlich des Ortsteils Plitschard und des westlich des Ortsteils Herbach weiter nach Übach fließt.

Ein weiteres Fließgewässer tangiert herzogenrather Stadtgebiet, nämlich der im Nordwesten Aachens entspringende Amstelbach. Dieser verläuft von Aachen-Richterich kommend in nördlicher Richtung und passiert dabei die jeweils westlich liegenden Ortsteile Kircheich, Mühlenbach und Pannesheide, während der Ortsteil Bank direkt durchschnitten wird. Bei Pannesheide wird der Amstelbach kurzzeitig zum Grenzfluß zwischen Deutschland und den Niederlanden um anschließend als Anselderbeek das Anstelvallei (Amsteltal), Kerkrades grünes Herz, zu durchqueren. Gegenüber dem Ortsteil Hofstadt (Finkenrath) mündet der Bach, gemeinsam mit dem Strijthagerbeek in die Wurm.[2]

Geologie

Die Stadt Herzogenrath liegt im Übergangsbereich zweier Landschaften mit grundlegend unterschiedlicher geologischer Entstehung. Von Süden (Eifel, Ardennen) fällt das während der variszischen Gebirgsbildung aufgefaltete und später wieder eingerumpfte Rheinische Schiefergebierge in nördlicher Richtung in zunehmende Tiefe ab. Darüber haben sich nach Norden mächtiger werdende Sedimente aus jüngeren Erdzeitaltern schichtweise abgelagert. In beiden Bereichen ist der Untergrund durch teils noch aktive Verwerfungen in Bruchschollen untergliedert. Auf einer dieser Bruchlinien, dem Feldbiss, liegt Herzogenrath. [3] Die älteren, nach Norden zunehmend in größere Tiefen vordringenden Schichten des Schiefergebirgsrumpfes gliedern sich von oben (jung) nach unten (alt) in Kreide, Karbon, Devon und ältere. Darüber lagernde Sedimente stammen großteils aus dem Zeitalter des Tertiär. Die jüngsten Lagen (z.B. örtlich auftretende Lößlehmdecken) stammen aber aus dem Quartär, sind also geologisch noch brandneu. Für den ehemals in und um Herzogenrath betriebenen Steinkohlebergbau bedeutete dieser geologische Aufbau des Untergrundes den Vorteil von knapp unter der Erde liegenden Kohleflözen südlich des Feldbiss (Kohlscheid, Straß, Pannesheide), aber ebenso die Notwendigkeit zum Tiefbau mit erheblichem Entwässerungsaufwand infolge wasserreicher Deckgebirgsschichten nördlich davon (Merkstein).

Klima

Der Jahresniederschlag beträgt 760mm. Der Niederschlag liegt im mittleren Drittel der Messstellen des Deutschen Wetterdienstes. 54% zeigen niedrigere Werte an. Der trockenste Monat ist der Oktober; am meisten regnet es im Mai. Im niederschlagreichsten Monat fällt ca. 1,4mal mehr Regen, als im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im unteren Drittel. In nur 1% aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.

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Wirtschaft

Herzogenrath, Burg Rode

Alteingesessene Industriebranchen sind die Glasherstellung wegen der Nähe zu Sandlagerstätten mit hochreinem (bis zu 98,8 % SiO2) Quarzsand im Ortsteil Worm (VEGLA Vereinigte Glaswerke, heute Saint-Gobain Glass Deutschland GmbH), Glasfaserproduktion (Gevetex, Vetrotex) und seit 1851 die Herstellung von Nähmaschinennadeln durch die Firma Schmetz. Ursprünglich eine Bergbauregion (Steinkohle, Wurmrevier), versucht die Stadt seit einiger Zeit den Wandel hin zu modernen Technologien. Einen regionalen Bekanntheitsgrad hat dabei der Technologiepark Herzogenrath auf dem Gelände der ehemaligen Steinkohlengrube Laurweg im Stadtteil Kohlscheid erlangt. Auf dem Gelände des Technologieparks finden sich neben diversen kleinen und häufiger wechselnden Gründerfirmen auch ein Werk der Firma AIXTRON, Weltmarktführer für Maschinen zur Chipherstellung, und ein Forschungszentrum des Telekommunikationsausrüsters Ericsson. Ebenso ist dort das Unternehmen CEROBEAR ansässig, weltweit führender Hersteller von keramischen Walzlagern, die zum Beispiel in den Turbopumpen des Haupttriebwerks des Space Shuttles verwendet werden.

An der Grenze zur niederländischen Nachbarstadt Kerkrade liegt das grenzüberschreitende Dienstleistungszentrum Eurode-Business-Center.

Verkehr

Schienenverkehr

Herzogenrath ist ein Eisenbahnknotenpunkt:

Die Stadt liegt an der Aachen-Düsseldorf-Ruhrorter Bahn und gehört dem Aachener Verkehrsverbund an. Am Bahnhof in Herzogenrath zweigt die Strecke der euregiobahn Richtung Heerlen über Landgraaf ab. Außerdem wurde seit Dezember 2004 die Strecke nach Alsdorf mit den Haltepunkten Herzogenrath-Alt-Merkstein und Herzogenrath August-Schmidt-Platz wiedereröffnet. Im Dezember 2005 wurde der Betrieb auf dieser Strecke nach Alsdorf-Annapark verlängert.

Auf der Strecke nach Mönchengladbach fahren die Rhein-Niers-Bahn nach Duisburg über Krefeld und der Wupper-Express nach Dortmund über Düsseldorf, Wuppertal und Hagen.

Der Bahnhof verfügt über mehrere Bushaltestellen und ein P+R-Parkhaus.

ÖPNV

Im Jahr 1902 wurde eine Straßenbahnstrecke von Aachen bis Kohlscheid eröffnet, welche in mehrere Abschnitten über Herzogenrath bis Merkstein verlängert wurde. Der Endpunkt Merkstein wurde 1910 erreicht. Bis 1912 und in der Zeit des Zweiten Weltkriegs sowie kurz danach wurden mit der Straßenbahn auch Kohlentransporte durchgeführt.

In den Jahren 1957 bis 1960 wurde diese Linie – ebenfalls abschnittsweise – stillgelegt. Seitdem wird der Nahverkehr vollständig mit Bussen betrieben. Zur gegenwärtigen Lage des Busnetzes im Kreis Aachen siehe den Artikel Aachener Verkehrsverbund. Seit 2004 gibt es die Euregiobahn, die zwei Haltepunkte in Merkstein wieder bedient und 2005 bis Alsdorf verlängert wurde. Die Bahn soll in den nächsten Jahren noch über Mariadorf, Merzbrück bis nach Stolberg weitergeführt werden.

Straßenverkehr

Durch das Stadtgebiet führt weder eine Autobahn noch eine Bundesstraße. Jedoch ist Herzogenrath durch Zubringerstraßen an das Autobahnnetz angeschlossen. Die nächstgelegenen Anschlussstellen sind für den südlichen Bereich der Stadt die Anschlussstelle Aachen-Laurensberg der A 4, für den mittleren Bereich die Anschlussstelle Broichweiden der A 44 und für den nördlichen Bereich die Anschlussstelle Alsdorf der A 44.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Herzogenrath pflegt Städtepartnerschaften mit:

Bildung

Herzogenrath besitzt eine Reihe von Bildungsanstalten, darunter neun Grundschulen, wobei die meisten eine Nachmittagsbetreuung anbieten, oder Ganztagesschulen sind. Weiterhin gibt es eine Gesamtschule in Merkstein, sowohl eine Haupt-, als auch Realschule in Kohlscheid und ein Gymnasium in Herzogenrath Mitte. Auf dem selben Gelände wie das Gymnasium befindet sich auch das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung. Herzogenrath verfügt über eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“, die Roda-Schule. Eine „Käthe-Kollwitz“-Förderschule (v.a. Leseförderung) ist auch in Herzogenrath angesiedelt. Darüber hinaus bietet die Volkshochschule Herzogenrath ein abwechslungsreiches Bildungsprogramm für Erwachsene u.a. mit Sprachkursen (z.B. Niederländisch) an.

Stadtgliederung

Herzogenrath besteht aus den drei Ortsteilen Herzogenrath, Merkstein und Kohlscheid:

Geschichte

Urkundlich erwähnt wird Herzogenrath erstmalig im Jahre 1104, nämlich die Burgsiedlung der Grafen von Saffenberg „Castrensis Viculus“. Später geht die Burg Rode an die Herzöge von Limburg und wird schließlich 1282 unter dem Namen „'s Hertogenrode“, sinngemäß „des Herzogs Rodung“, urkundlich belegt. Die Stadtrechte (einschließlich des Münzrechts) erhielt der Ort durch den Kaiser Rudolf von Habsburg im selben Jahr. Im Jahre 1283 rückte das brabantische Heer unter Winnemar von Gijmenich gegen Herzogenrath vor. Durch die Belagerung herrschte in der Bevölkerung Hungersnot. Bei einer Inspektion wurde der Anführer des gegnerischen Heeres durch eine Heldentat eines unbekannten Herzogenrather Armbrustschützen getötet. Durch den Schock im Heer über den Verlust des Heerführers zogen sich die Ritter zurück. Noch heute wird der Held als „Schütz von Rode“ gefeiert. Zwischen 1730 und 1780 war die „Bande“ der Bockreiter in Herzogenrath und Umgebung aktiv. Auf dem Wiener Kongress (1814–1815) wurde das Land Rode aufgeteilt. Das heutige Herzogenrath wurde Preußen zugeschlagen, die andere Hälfte ging an die Vereinigten Niederlande und wurde zur Gemeinde Kerkrade. Dabei verlor Herzogenrath die Stadtrechte, die ihr erst wieder 1919 verliehen wurden. Anlässlich der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen wurde Herzogenrath 1972 um die ehemaligen Gemeinden Kohlscheid im Süden und Merkstein im Norden erweitert und wuchs über Nacht von 9.000 auf 39.000 Einwohner. Diese Eingemeindung war nicht unumstritten, und es wurden Alternativnamen wie „Komerath“ (= Kohlscheid + Merkstein + Herzogenrath) vorgeschlagen. Trotz stetigen Wachstums um ca. 10.000 Einwohner sind bis heute die drei Teile noch nicht vollständig zusammengewachsen, obschon seit den 1970ern neue Wohngebiete bevorzugt zwischen den alten Kerngemeinden entstanden.

Vom Bergbau zur Naherholung

Im Wurmtal südwestlich von Herzogenrath befand sich der älteste für Mitteleuropa dokumentierte Steinkohlenbergbau, von dem die Aufzeichnungen des im Nachbarort Kerkrade gelegenen Klosters Rolduc (annales rodensis) erstmals im Jahre 1113 berichten. Jahrhunderte währender Bergbau und die Bergbaugeschichte haben den Nordkreis Aachen und damit auch die Stadt Herzogenrath geprägt. Die markante Haldenlandschaft ist dafür zum weithin sichtbaren Wahrzeichen geworden. Allerdings hatte der Kernort Herzogenrath kaum Anteil am Bergbau. Dieser prägte vielmehr die Ortsteile wie Kohlscheid, Kohlberg, Merkstein, Kämpchen und Pannesheide, wo sich die Bergwerke befanden. Außerdem lassen sich im Wurmtal zwischen Kohlscheid/Straß und Bardenberg/Pley noch sehr viele Spuren des Bergbaus entdecken.

Der Eschweiler Bergwerksverein (EBV) förderte von 1899 bis 1972 auf der Grube Adolf in Merkstein mit bis zu 2.700 Beschäftigten 37,5 Mio. Tonnen Kohle. Danach wurden die oberirdischen Anlagen abgerissen, bis nur noch das Fördermaschinenhaus als letztes Gebäude übrig blieb. Überlassenschaft des Bergbaus ist die mit Hilfe einer Lorenbahn aufgeschüttete Abraumhalde.

Nach Rekultivierung von Zeche und Halde durch gezielte Anpflanzungen in den 1970er Jahren war das Gelände über Jahrzehnte sich selbst überlassen. Die Natur hat sich hier urwüchsig entwickelt und eine wilde Schönheit entfaltet. Die Lebensräume sind außergewöhnlich vielfältig: Wald, Gebüsche, trockene Ödlandflächen, feuchte Senken und kleinere Stillgewässer wechseln sich ab.

In den Jahren 1998–1999 wurde das gesamte Areal vom EBV mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union als Landschaftspark umgestaltet.

Der „Grube-Adolf-Park Merkstein“ umfasst zirka 60 Hektar und besteht aus dem ehemaligen Zechenstandort, von dem nur noch das Fördermaschinenhaus übrig geblieben ist (Besucherzentrum des Parks), der zirka 100 m aufragenden Abraumhalde und einem zirka 1 km langen Waldgürtel.

Weitere Steinkohlenbergwerke auf Herzogenrather Gebiet waren die Grube Nordstern zwischen Merkstein und Alsdorf-Busch, die Gruben Laurweg, Langenberg und Kämpchen in Kohlscheid sowie die Grube Voccart in Straß. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab es an den Hängen des Wurmtals zahlreiche kleinere Gewerke (Schächte, Pingen, Stollen etc.). Davon sind nicht alle namentlich bekannt. Eine Vielzahl an Schächten wurde im Bereich von Straß/Kohlberg/Pannesheide angelegt. Bis zum Säkularisierung durch Napoleon kontrollierte das nahe gelegene Kloster Rolduc den dortigen Bergbau. Mindestens ein Dutzend seigere Schächte sowie eine Reihe von Erbstollen, die das Grubenwasser zur Wurm ableiteten, solange es noch keine leistungsfähigen Pumpen gab, existierten allein rund um den „Kohlberg“ bei Straß/Pannesheide/Kohlscheid in diesem Bereich.

Wurmtal

Das angrenzende Wurmtal ist zum Spazieren und Fahrradfahren hervorragend geeignet. Dieses Gebiet umfasst einen ca. 3 Kilometer (nur der Herzogenrather Teil des Wurmtales) langen Abschnitt des Flachlandflusses Wurm, welcher zwischen Herzogenrath und Übach-Palenberg die Staatsgrenze zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen bildet. Die bis zu 8 Meter breite Wurm mäandriert zunächst in teilweise weit ausholenden Bögen durch eine vorwiegend mit Silberweiden, Erlen, Eschen, Weidensträuchern und Hochstaudenfluren dicht bewachsene Aue. Gleit- und teilweise mehrere Meter hohe Prallhänge, sandig-schottrige und teils auch lehmige Mäanderinseln und durch natürliche Laufverlagerungen als Altwasser und Altarme abgeschnürte ehemalige Flussabschnitte kennzeichnen das renaturierte Fließgewässer. Früher als Feuchtgrünland genutzte Flächen sind inzwischen zum Teil der Sukzession überlassen und verbuschen mit Feuchtgehölzen. In höher gelegenen Bereichen stockt ein vor allem aus Eichen und Birken zusammengesetzter Laubwald. Die letzten ca. 400 Meter der Wurm innerhalb des Gebietes sind ausgebaut. Auf Herzogenrather Seite befinden sich in der Aue ferner einige Kleingewässer, die auf einen Quellhorizont hinweisen, welcher sich auch auf niederländischer Seite und in den Tälern der westlichen Wurmzuflüsse (Dentgenbach, Strijthagerbeek Anselderbeek/Amstelbach) fortsetzt, sowie zwei als Angelteiche genutzte Stillgewässer.

Politik

Ergebnis der Kommunalwahl vom 26. September 2004

 % Ratssitze
CDU 43,4 19
SPD 39,5 17
GRÜNE 10,1 5
FDP 7,0 3

Am 24. Februar 2008 wurde der Christdemokrat Christoph von den Driesch mit 48,45 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt.Der Gegenkandidat der SPD, Manfred Fleckenstein, erzielte 44,32 Prozent und für Anne Fink vom Bündnis 90/Die Grünen stimmten 7,23 Prozent.

Sport

In Herzogenrath gibt es viele verschiedene Sportvereine. Von zehn Fußballvereinen über Turnvereine und drei Schwimmvereine (und die DLRG Ortsgruppe Herzogenrath) bis hin zu Schützenvereinen, Handball- und Volleyballgruppen, Kampfsportgruppen und Wandervereinen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten mit Bezug zu Herzogenrath

Veranstaltungen

Der WDR-Radiosender Eins Live veranstaltete in den Jahren 2004 und 2005 sein Königstreffen in Herzogenrath. Für das Musikfestival war eine jährliche Austragungsweise vorgesehen, doch in den beiden folgenden Jahren kam es nicht zu einem weiteren Königstreffen in Herzogenrath.

Das Rodarockfestival wurde erstmals 2006 ausgerichtet, damals nur mit wenigen regionalen Bands. 2007 waren es 11 Bands die in 11 Stunden ihr Können zeigten. Neben Regionalbekannten Bands wie Susp.act, Longing for Tomorrow und HADG war auch die als Vorgruppe von Tokio Hotel bekannt gewordene Band Peilomat vertreten.

Auf dem Parkplatz an der Bergerstraße findet in den Sommermonaten (März bis Oktober) jeden Samstag ein Trödelmarkt statt.

Literatur

Referenzen

  1. LDS NRW: Amtliche Bevölkerungszahlen
  2. Eelaart, A.W.A. van den: Eygelshoven 850 Jahr, passim. (vgl. insbesondere Kartenbeilage!)
  3. vgl.[www.tudelft.nl/coalpage Geologische Karte auf der Bergbauseite der TU Delft, Niederlande].