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Mitternachtsspitzen (Film)

Filmdaten
Deutscher Titel: Mitternachtsspitzen
Originaltitel: Midnight Lace
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1960
Länge (PAL-DVD): 110 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: David Miller
Drehbuch: Janet Green,
Ivan Goff,
Ben Roberts
Produktion: Ross Hunter,
Martin Melcher,
Edward Muhl,
Universal
Musik: Frank Skinner,
Curly Howard
Kamera: Russell Metty
Schnitt: Leon Barsha,
Russell F. Schoengarth
Besetzung

Mitternachtsspitzen (Originaltitel: Midnight Lace) ist ein US-amerikanischer Filmthriller von David Miller aus dem Jahr 1960. Der Film basiert auf dem Bühnenstück Matilda Shouted Fire von Janet Green und ist den Hitchcock-Thrillern nachempfunden.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Die aus reichem Haus stammende Amerikanerin Kit Preston ist seit drei Monaten mit dem britischen Geschäftsmann Anthony Preston verheiratet – und schwebt im siebten Himmel. Man lebt in London, die Hochzeitsreise nach Venedig ist geplant.

Als Kit eines Nachts durch den nebligen Park nach Hause geht, ertönt die verstellte Stimme eines Mannes, der ihr droht, sie innerhalb eines Monats zu ermorden. Zunächst versucht Tony, seine Frau zu beruhigen; es gebe Leute, die mit solch makabren Scherzen ihr Unwesen treiben würden. Doch schon bald meldet sich der Unbekannte erneut, diesmal am Telefon, und droht Kit wiederum mit Mord. Inspektor Byrnes von Scotland Yard, den die Prestons um Hilfe bitten, bleibt zunächst misstrauisch. Er habe schon oft erlebt, dass sich von ihren Männern vernachlässigte Ehefrauen alles mögliche ausdenken, um die Aufmerksamkeit ihrer Partner zu gewinnen.

An einer Baustelle vor ihrer Wohnung wird Kit fast von einem Stahlträger getroffen. Der Bauleiter Brian Younger kann Kit gerade noch retten. Als Kit im Aufzug ihres Hauses stecken bleibt, bekommt sie Panik. Younger kann die inzwischen völlig verstörte und ängstliche Frau auch dieses Mal retten. Die mit den Prestons befreundete Nachbarin Peggy, Tony und die zu Besuch kommende Tante Kits, Bea versuchen alles, um Kit zu beruhigen. Niemand außer Kit hat bisher den Unbekannten am Telefon gehört. Und Kit beschleicht zunehmend der Verdacht, man glaube ihr nicht.

Zudem fühlt sich Kit durch den Sohn ihrer Haushälterin Nora, Malcolm, belästigt, der seine Mutter ständig um Geld erleichtert und jetzt auch noch Kit anbettelt. Tony verdächtigt ihn wegen der Telefonanrufe. Und dann muss Tony zu allem Überfluss die Reise nach Venedig verschieben. Denn in seiner Firma hat jemand eine Million Dollar in Form von Aktien unterschlagen, offenbar um einen Geschäftspartner zu schädigen.

Schließlich wird Kit ärztlich untersucht, man stellt jedoch nichts fest, der Arzt empfiehlt Tony, die Venedigreise doch anzutreten. Am Abend der letzten Geschäftssitzung vor Reiseantritt bekommt Kit erneut einen Anruf, diesmal kann Tony mithören. Der Anrufer kündigt mit verzerrter Stimme den Mord noch am selben Abend an. Tony ruft die Polizei an, die das Haus überwachen soll. Er gibt vor, zu seiner Sitzung aufzubrechen, verlässt das Haus und betritt es durch den Hintereingang wieder, um den Mörder zu täuschen.

Währenddessen hat Bauunternehmer in einer gegenüberliegenden Kneipe einen verdächtigen Mann beobachtet und bleibt in der Nähe des Hauses. Der mysteriöse Mann verschafft sich Zugang zur Wohnung. Er hat eine Waffe und Tony versucht ihn zu überwältigen und erschießt ihn im Kampf. Doch anstatt die Polizei zu rufen, eröffnet er Kit, dass er selbst den Mord geplant hat, um ihn als Selbstmord zu tarnen. Unterstützt wurde er von Peggy, deren Mann vermeintlich bei der Marine auf See ist.

Als Peggy den niedergeschossenen Mann als ihren Ehemann identifiziert, nutzt Kit die Gelegenheit und flieht vom Balkon auf das Baugerüst nebenan. Als Tony ihr folgen will, um seinen Plan noch zu verwirklichen, tauchen unten ein Polizist mit einer Lampe sowie Younger auf. Während Tony sich wieder zurückzieht kommen weitere Polizisten ins Haus und in die Wohnung. Younger kommt aufs Baugerüst und rettet Kit.

Der Inspektor war zwar natürlich nicht von Tony verständigt worden, ließ aber das Telefon abhören und kam dem Plan so auf die Schliche. Der Ehemann Peggys war misstrauisch geworden, da diese ihm sehr viel geschrieben und viele Päckchen geschickt hatte. Daher hatte er Tony und Peggy beobachtet.

Kritiken

„Rasanter, dramaturgisch exzellent gebauter Spannungskrimi mit einer überraschenden Doris Day. […] Wertung: 2½ Sterne, überdurchschnittlich“

Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“[1]

Auszeichnungen

1960 wurde der Film in der Kategorie Bestes Kostümdesign für den Oscar nominiert. Im selben Jahr folgte eine Golden Globe-Nominierung für Doris Day in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama. Ebenfalls 1961 erfolgten Laurel Awards-Nominierungen in den Kategorien Beste Hauptdarstellerin in einem Drama (Doris Day) sowie Bestes Drama.

Einzelnachweise

  1. Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz im Lexikon „Filme im Fernsehen (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 575