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Stollberg/Erzgeb.

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 42′ N, 12° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Stollberg
Verwaltungsge-
meinschaft:
Stollberg (Erzgebirge)
Höhe: 464 m ü. NN
Fläche: 38,82 km²
Einwohner: 12.391 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 319 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09366 (alt: 9150)
Vorwahl: 037296
Kfz-Kennzeichen: STL
Gemeindeschlüssel: 14 1 88 230
Stadtgliederung: Kernstadt; 6 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Hauptmarkt 1
09366 Stollberg/Erzgeb.
Webpräsenz:
www.stollberg-erzgebirge.de
Bürgermeister: Marcel Schmidt (EB)
Lage der Stadt Stollberg/Erzgeb. im Landkreis Stollberg

Stollberg/Erzgeb. ist die Kreisstadt des Landkreises Stollberg in Sachsen (Deutschland). Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Stollberg (Erzgebirge).

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Stollberg liegt am Nordrand des Erzgebirges, etwa 20 km südwestlich von Chemnitz und ca. 15 km nordöstlich von Aue im Tal der Gablenz. Nordwestlich von Stollberg liegt das Erzgebirgische Becken mit dem ehemaligen Oelsnitz-Lugauer Steinkohlenrevier. Südöstlich von Stollberg mit den umliegenden Höhen von 400 bis 450 m steigen Höhen bis zum mittleren Erzgebirge auf über 1000 m an.

Stadtgliederung

Ortsteile mit dem Jahr der Eingemeindung:

  • Beutha (1999)
  • Gablenz (1974)
  • Hoheneck (1923)
  • Mitteldorf (1952)
  • Oberdorf (1974)
  • Raum (1999)
  • Stollberg

Geschichte

Stadtansicht

Seit Jahrhunderten bildet Stollberg den Mittelpunkt einer naturräumlich-historischen Kulturlandschaft. Die ersten Besitzer der Herrschaft Stollberg waren die Erkenbertinger, die sich später als Burggrafen von Starkenberg bezeichneten. Ursprünglich stammten sie aus Mainfranken bei Würzburg und tauchten 1088 in der Umgebung des Bischofs von Naumburg auf. Dieser machte sie in Tegkwitz bei Altenburg sesshaft. Erkenbert IV von Tegkwitz besiedelte Ende des 12. Jahrhunderts die spätere Herrschaft Stollberg. Die Ursprünge der Stadt liegen in dieser Zeit der Erstbesiedlung des Erzgebirges. Die Stal(e)burc (erstmalige urkundliche Erwähnung 1244 wohl Fälschung, sicher 1267 Stal-burch) wurde Sitz und Zentrum des neu besiedelten Gebietes. Um 1300 übernahmen die Schönburge die Herrschaft und verkauften sie 1367 an König Wenzel von Böhmen. 1459 ging Stollberg als böhmisches Lehen an Sachsen über, 1473 gelangte es an das Geschlecht Schönberg und 1564 an die Wettiner Herrschaft. Die Stadt selbst wird als solche (civitas) erstmals 1343/46 urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert wandelte sich ihr Name. 1412 erscheint die Bezeichnung Stolburg, erstmals 1459 ist die der heutigen Schreibweise ähnliche Form Stolbergk bezeugt.

Unweit der einstigen Furth durch den Fluss Gablenz kreuzten sich zwei wichtige Handelsstraßen. Der Böhmische Steig führte von Altenburg kommend nach Prag. Die Chemnitzer Straße verlief zwischen der gleichnamigen Stadt und Dresden. So kamen häufig Handels- und Fuhrleute in die Stadt, die man wegen ihrer zweirädrigen Karren, mit denen sie vor allem Salz und Erze transportierten, als „Kärrner“ bezeichnete. An sie erinnert bis heute die Sage vom „Kärrner von Stollberg“.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960: 31. Dezember):

  • 1834 – 3.148
  • 1946 – 11.208 1)
  • 1950 – 13.284 2)
  • 1960 – 13.035
  • 1971 – 12.739
  • 1981 – 12.379
  • 1984 – 12.095
  • 1998 – 13.977
  • 1999 – 13.834
  • 2000 – 13.680
  • 2001 – 13.527
  • 2002 – 13.356
  • 2003 – 13.152
  • 2004 – 12.912
  • 2005 – 12.718
  • 2006 – 12.391
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

1) 29. Oktober
2) 31. August

Ortsteil Raum

1672 ließ die schönburgische Herrschaft Stein auf bis dahin unbesiedeltem Gebiet das Wirtshaus Grüne Tanne errichten, das zunächst auch Einnahmestelle für Geleitgeld war. Mit den in der Folgezeit errichteten benachbarten Häusern bildete dieses die Häuslersiedlung Raum, für die 1672 vom das Amt Hartenstein Richter und Schöppen bestellt wurden. 1974 wurde der Ort nach Beutha, 1999 mit diesem nach Stollberg eingemeindet.

Politik

Stadtrat

Wappen

Das Stollberger Wappen hat seinen Ursprung im Stadtsiegel, das bereits Anfang des 15. Jahrhunderts nachgewiesen ist. Es ist horizontal geteilt und zeigt im oberen Feld ein Kirchgebäude (die Marienkirche, als älteste Kirche der Stadt) auf goldenem Grund. Das untere Feld ist rot und mit einem vertikalen Pfahl mit goldener Krone versehen.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Parks

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Verkehr

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben