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Ville

Dieser Artikel beschreibt den Höhenzug in Deutschland, weitere Bedeutungen siehe Ville (Begriffsklärung).

Die Ville ist ein Höhenzug in Nordrhein-Westfalen. Sie erstreckt sich zwischen der Eifel im Süden, der Erft im Westen, den Städten Grevenbroich und Pulheim im Norden sowie den Städten Köln, Brühl und Bonn im Osten. Sie ist Teil des Naturparks Rheinland. Der höchste Punkt der Ville ist die Glessener Höhe (204 m ü. NN).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Ville ist ein geologischer Halbhorst, der beim Einsinken der Kölner Bucht zurückgeblieben ist. Der Ostrand der Ville ist durch die Erosion des Rheins überprägt. Die Bruchlinie zum Swisttal und zur Erft ist deutlicher zu sehen (siehe Geologie der Niederrheinischen Bucht). Die Ville dacht nach Norden zu ab. Sie ist im Kottenforst bis zu 170 Meter hoch. Im Norden verliert sie sich und geht in die Jülicher Börde über. Durch das Aufschütten von Abraum aus den naheliegenden Braunkohletagebauen sind in der nördlichen Ville aber neue, bis zu 204 Meter hohe Hochkippen entstanden wie zum Beispiel die Glessener Höhe.

Der Hang der Ville zur Rheinebene hin wird von Frechen oder besser von Kendenich aus bis Duisdorf das Vorgebirge genannt. Es ist durch intensiven Gemüse- und Obstanbau geprägt. Durch die Leelage zur Ville ist diese Landschaft windgeschützt und durch eine mächtige Lössbedeckung begünstigt.

Die typische Villelandschaft im Vorgebirge

Erhebungen

Industrielandschaft

Die Ville ist ab Brühl durch den Braunkohleabbau, die Kraftwerke und die energieintensive Chemie im Rheinischen Braunkohlerevier industriell geprägt, die Wälder der südlichen Ville und des Kottenforsts und die rekultivierte Landschaft der mittleren Ville mit ihren Seen dienen den Menschen im Großraum Köln/Bonn aber auch als Naherholungsgebiet. Der Naturpark Rheinland kann für Köln als Dritter Grüngürtel angesehen werden. Ein Teil wird auch sich selbst überlassen und als Naturschutzgebiet mit begrenztem Zugang ausgewiesen. Teile der nördlichen Braunkohlenville ab Hürth wurden auch landwirtschaftlich rekultiviert. Heute gibt es keine Tagebaue mehr im Bereich der Ville.

Literatur

Koordinaten: 50° 51' 14" N, 6° 50' 45" O