Heim

Trockenbatterie

Die Trockenbatterie ist eine von Georges Leclanché entwickelte und 1860 zum Patent angemeldete Bauform einer bzw. mehrerer galvanischer Primärzellen [1]. In der Trockenbatterie liegt der Elektrolyt gebunden in einem vollgesogenen Papierträger vor, der zugleich als Separator dient. Das ursprüngliche System von Leclanché wurde 1876 entscheidend verbessert, in dem der Seperator mit Baumwolle umwickelt wurde.

Der Begriff Trockenbatterie ist heute nicht mehr gebräuchlich, da alle Primärbatterien wie beispielsweise die gebräuchlichen Alkali-Mangan-Batterien aus Trockenelementen bestehen.

Die bis Mitte des 20. Jahrhunderts gebräuchlichen „nassen“ Elemente (Leclanché-Elemente mit flüssigem Elektrolyten) wurden ab 1886 durch ein neues galvanisches Trockenelement, das Zink-Kohleelement, verdrängt. Ihre heutige Form geht auf die Erfindung von Carl Gassner zurück [2].

Trockenbatterien sind die häufigsten Energiequellen für transportable elektrische Kleingeräte, die nur kurzzeitig oder selten betrieben werden.

Bleiakkumulatoren verwenden teilweise einen zu einem Gel eingedickten Elektrolyten (eine andere Bezeichnung ist auch Gel-Batterie oder Gel-Akkumulator). Bei ihnen kann der Separator nicht aus Papier bestehen und ist daher nicht aureichend saugfähig. Gel-Akkus werden nicht als Trockenbatterie bezeichnet

Häufig besitzen Trockenbatterien und Gel-Akkumulatoren eine Kapselung, die jegliches Austreten des Elektrolyten verhindert. Dadurch werden sie leichter transportierbar, besitzen keine vorgeschriebene Betriebslage und sind auslaufsicher (leak proof-Primärelemente beziehungsweise wartungsfreie Bleiakkumulatoren).

Ein bekanntes Gegenbeispiel zur Trockenbatterie ist die in Kraftfahrzeugen üblicherweise zum Einsatz kommende Starterbatterie, die mit einem flüssigen Elektrolyten, nämlich Schwefelsäure, gefüllt ist, und daher nur in aufrechter Position einsetzbar ist.

Einzelnachweise

  1. Lucien F- Trueb, Paul Rüetschi: Batterien und Akkumulatoren. Springer Verlag, 1998, ISBN 3-540-62997-1, S. 34 bis 37.
  2. Dr. Carl Gassner jr. in Mainz, Ahnenforschung. (http://www.gassner-ahnenforschung.de/carlgassner.php).