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Horhausen (Nassau)

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 22′ N, 7° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Diez
Höhe: 310 m ü. NN
Fläche: 5,46 km²
Einwohner: 317 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56379
Vorwahl: 06439
Kfz-Kennzeichen: EMS
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 062
Adresse der Verbandsverwaltung: Louise-Seher-Straße 1
65582 Diez
Webpräsenz:
www.horhausen-herthasee.de
Ortsbürgermeister: Klaus Hennemann

Horhausen ist eine Ortsgemeinde im Naturpark Nassau in der Verbandsgemeinde Diez im rheinland-pfälzischen Rhein-Lahn-Kreis.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Ortsgemeinde Horhausen liegt im Naturpark Nassau im Westerwald in der Esterau am Höchst. Horhausen liegt 9 km südlich von Montabaur, 8 km westlich von Diez und 11 km westlich von Limburg an der Lahn. Horhausen war der Siedlungsform nach ursprünglich ein Hufeisendorf, diese ursprüngliche Siedlungsform ist aufgrund von Neubaugebieten heute nicht mehr zu erkennen.

Geschichte

Keltische Hügelgräber aus der Zeit von 500 bis 100 v. Chr. zeugen von einer frühen Besiedlung auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Horhausen. Hierbei handelt es sich um sogenannte Brandgräber. Deren Bezeichnung „Römerkippel“ zeugt von der früheren irrtümlichen Annahme, dass es sich um römische Grabsstätten handelte. 1896 wurde bei Horhausen ein keltisches Fürstengrab ausgegraben. Viele der dabei gemachten Funde sind heute im Museum des Schlosses Waldeck zu sehen. 1962 wurde beim Bau einer Ölpipline ein Höckergrab freigelegt, das auf eine Besiedlung Jahrhunderte vor der „Brandgräberzeit“ hindeutet.

Die älteste bekannte Erwähnung Horhausens in einer Urkunde geht auf das Jahr 1345 zurück. Der Name Horhausen, ursprünglich Horhusen bedeutet soviel wie „Häuser am Sumpf“. Der Name ist vermutlich keltischen Ursprungs [1]

Vor der Inbetriebnahme der „Grube Holzappel“ Mitte des 18. Jahrhunderts war der überwiegende Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft, als Handwerker oder als Waldarbeiter tätig. Seit der Inbetriebnahme der „Grube Holzappel“ war der Bergbau eine bedeutende Erwerbsmöglichkeit.

1795 vorübergehend französisch besetzt, war der Ort ab 1806 Teil des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Seit 1947 ist der Ort Teil des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

Auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Horhausen liegt die Wüstung Billenstein. Billenstein war bereits vor dem Dreißigjährigen Krieg zur Wüstung geworden.

Von 1867 bis 1969 fand in Horhausen Schulunterricht statt, zunächst wurde dafür Räumlichkeiten im Backhaus verwendet, bevor 1926 ein Schulgebäude errichtet wurde. Seit 1969 gehört Horhausen zum Einzugsgebiet der Grund- und Hauptschule Esterauschule in Holzappel.

1962 gewann Horhausen einen 1. Platz auf Kreisebene beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.

Religion

Horhausen ist der römisch-katholischen Gemeinde St. Bonifatius in Holzappel zugeordnet und gehört mit ihr zum Pastoralen Raum Diez, welcher selbst wiederum dem Bezirk Limburg im Bistum Limburg eingegliedert ist.

Auf evangelischer Seite ist der Ort der Kirchengemeinde Holzappel im Dekanat Diez der Propstei Süd-Nassau in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zugehörig.

Politik

Der Gemeinderat setzt sich aus acht Ratsmitgliedern sowie dem ehrenamtlichen und vorsitzenden Ortsbürgermeister zusammen und wurde bei den Gemeinderatswahlen am 13. Juni 2004 in einer Mehrheitswahl gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,1%.

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Freizeit

Etwa 1 km südöstlich von Horhausen, unmittelbar an der B 417 liegt der Badesee Herthasee.

Verkehr

Horhausen liegt an der Landesstraße L 313, die 1 km südöstlich von Horhausen in die B 417 mündet. Die Autobahnanschlussstelle Diez an der A 3 ist 6 km entfernt.

Horhausen ist mit den Buslinien 540 und 458 des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel an den ÖPNV angebunden.

Die nächstgelegenen ICE-Fernbahnhöfe sind der Bahnhof Montabaur und der Bahnhof Limburg Süd.

Einzelnachweise

  1. Peter Paul Schweitzer - Uralte Namen an der Lahn - Aus Vor- und Frühgeschichte und Mittelalter; 2000 Hadamar 2004 pdf 840 kb