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Junta

Dieser Artikel handelt von dem politischen Gremium; für das Brettspiel, siehe Junta (Spiel)

Eine Junta ['xunta] (von lat. jungere = vereinen, zusammenbringen, verbinden) ist im spanischen und portugiesischen Sprachraum gewöhnlich eine Ratsversammlung, im engeren Wortsinn ein Volks- oder ein Regierungsausschuss. In Portugal wird der Gemeinderat als Junta de Freguesia bezeichnet. Bildet das Militär den machthabenden Teil einer Staatsregierung, wird dieser Teil Militärjunta genannt. Vor allem auf dem afrikanischen und dem südamerikanischen Kontinent kommt beziehungsweise kam es in der Vergangenheit häufig vor, dass politische Führer einer solchen Junta vorstehen. Sie erlangen entweder durch Freiheits- beziehungsweise Unabhängigkeitsbewegungen oder Militärputsche die Macht im Staat. Diese Führer (auch „big men“ genannt) kontrollieren Militär, Staat und Polizei.

Weitere Beispiele für eine Junta sind die Griechische Militärdiktatur in der Zeit von 1967 bis 1974 und die Regierung von Chile in der Zeit von 1973 bis 1989 unter Augusto Pinochet, die argentinische Regierung von 1976 bis 1983 oder – zumindest im aktuellen Sprachgebrauch – die Militärdiktatur in Myanmar (früher „Birma“ beziehungsweise „Burma“).

Eine derartige Junta-Regierung wurde zumeist von rechten Diktaturen gebildet, da hier ideologisch verschieden geprägte Gruppen, wie Konservative, Liberale und Nationale kooperierten, um gemeinsam wirkungsvoll gegen Linke vorzugehen.