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Montabaur

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 26′ N, 7° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Montabaur
Höhe: 230 m ü. NN
Fläche: 33,61 km²
Einwohner: 12.537 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 373 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56410
Vorwahl: 02602
Kfz-Kennzeichen: WW (alt: MT)
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 048
Adresse der Verbandsverwaltung: Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur
Webpräsenz:
www.montabaur.de
Stadtbürgermeister: Klaus Mies (CDU)
Lage der Stadt Montabaur im Landkreis Westerwaldkreis

Montabaur (Aussprache: /ˈmontabauɐ/) ist die Kreisstadt des Westerwaldkreises in Rheinland-Pfalz. Die Stadt ist gleichzeitig Verwaltungszentrum der gleichnamigen Verbandsgemeinde, der weitere 24 Gemeinden angehören. Überregional bekannt ist die Stadt durch ihr auffällig gelbes Schloss und den ICE-Bahnhof an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Stadtteile

Montabaur hat sieben Stadtteile. Nördlich liegt Eschelbach, im Westen liegen die Stadtteile Horressen und Elgendorf. Nach Süden hin, entlang des Gelbachtals, liegt der Wallfahrtsort Wirzenborn, weiter die Orte Reckenthal, Bladernheim und Ettersdorf.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend: Dernbach, Staudt, Heiligenroth, Großholbach, Girod, Steinefrenz, Heilberscheid, Isselbach, Stahlhofen, Untershausen, Holler, Niederelbert, Arzbach, Kadenbach, Neuhäusel und Hillscheid

Stadtbild

Montabaurs Altstadt zeichnet sich durch den neugotischen Rathausbau Roter Löwe, durch zahlreiche Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert und die große spätgotische katholische Pfarrkirche aus. Die mittelalterliche Stadtmauer ist in Resten erhalten, darunter auch der sogenannte Wolfsturm.

Die Stadthalle Montabaur ist für verschiedene Veranstaltungen wie Tagungen, Konferenzen, Konzerte, Theater und Events geeignet. Der historische Wolfsturm steht den Einwohnern der Stadt Montabaur zur Verfügung und kann für eigene Zwecke gemietet werden.

Schloss

Das Schloss Montabaur bis 1945 Sitz des Landratsamtes des Unterwesterwaldkreises, dann Sitz der Bezirksregierung Montabaur, heute im Besitz der Akademie Deutscher Genossenschaften, die es als Tagungshotel und Schulungszentrum der Raiffeisen- und Volksbanken ausgebaut hat. Es liegt gut sichtbar in der Mitte der Stadt auf dem Schlossberg (321 m ü NN).

Geschichte

siehe auch: Geschichte der Stadt Montabaur

Die Kleinstadt hat eine Geschichte, die sich bis ins Jahr 959 nachweisen lässt, mit dem Kastell Montabaur, castellum Humbacense. Der Trierer Erzbischof Dietrich von Wied, um 1217 von einem Kreuzzug aus dem Heiligen Land zurückgekehrt, ließ die zerstörte Burg humbacense wieder aufbauen und nannte diese, wegen der Ähnlichkeit mit dem Berg Tabor in Israel, der als Ort der Verklärung Christi gilt, Mons Tabor, woraus Montabaur wurde. 1291 verlieh König Rudolf von Habsburg (1218 bis 1291) Montabaur zusammen mit Welschbillig, Mayen, Bernkastel und Saarburg die Stadtrechte.

Montabaur war bis 1968 Verwaltungssitz einer der fünf Regierungsbezirke, die bei Bildung des Landes Rheinland-Pfalz 1946 eingerichtet wurden.

Bis Anfang 2004 war Montabaur darüber hinaus mit der Westerwaldkaserne ein Bundeswehrstandort, an dem das RakArtBtl 350 und später Instandsetzungseinheiten stationiert waren.

Politik

Der Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen:

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Verkehr

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturelle Einrichtungen

Historische Gebäude

erbaut 1866 bis 1868

Kirchen

Älteste Vorgängerin des heute als katholische Pfarrkirche genutzten Gebäudes war eine 940 aus Holz erbaute Kirche. 959 folgte ein weiterer Kirchenbau an dieser Stelle, diesmal mit steinernem Fundament. Die heutige Kirche wurde vom 12. bis zum 14. Jahrhundert errichtet. Die ältesten Bauabschnitte weisen noch romanische Stilelemente auf. In ihrer Gesamtheit ist die Kirche aber frühgotisch geprägt. Besonderheiten der Ausstattung sind ein Weltengericht-Gemälde über dem Chorbogen und eine steinerne Madonna, beides Überbleibsel der ursprünglichen Ausstattung, sowie eine Holzmadonna aus der Zeit um 1450.

Die Pfarrkirche wurde aufwendig renoviert und erstrahlt in neuem Glanz!

Die ehemalige Totenkapelle des Kirchhofs wurde 1300 erbaut und im 17. und 18. Jahrhundert mit Fachwerkan- und -überbauten versehen, die die Wohnungen der Pfarrvikare aufnahmen. Heute ist sie Teil der Häuserfront südöstlich der Pfarrkirche.

Freizeit

Hilfsorganisationen

Sportvereine

(alphabetisch nach Sportarten)

Veranstaltungen

Bildung

Schulen

Große Stadtgrundschule von Montabaur (Im Jahr 2006 370 Schüler, 16 Klassen) mit der Vorschulklasse Schulkindergarten, Freiwillige Ganztagsschule Mo-Do bis 16:00 Uhr incl. Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, betreuter Freizeit und zahlreichen pädagogischen Zusatzangeboten. Integrierte Fremdsprachenarbeit in Englisch und Französisch. Partnerschule École Louis Pasteur in Tonnerre, Burgund.
Das Peter-Altmeier-Gymnasium Montabaur war bis zum Jahr 1999 Aufbaugymnasium. Ab 1991 kamen die ersten Musikschüler in die fünfte Klasse, dieser erste Jahrgang der Musikschüler machte im Jahr 2000 Abitur.

Erwachsenenbildung

Städtepartnerschaften

Montabaur unterhält Partnerschaften zur französischen Stadt Tonnerre, zur britischen Stadt Brackley und zur sächsischen Stadt Sebnitz. Des Weiteren ist die Partnerstadt der Verbandsgemeinde Montabaur das texanische Fredericksburg.

Persönlichkeiten

in Montabaur geboren

mit Montabaur verbunden