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Honau LU

LU dient als Kürzel für den Schweizer Kanton Luzern und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Honau zu vermeiden.
Honau
Basisdaten
Kanton: Luzern
Amt: Luzern
BFS-Nr.: 1057Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 6038
Koordinaten: (673399 / 220712)Koordinaten: 47° 8′ 0″ N, 8° 24′ 22″ O; CH1903: (673399 / 220712)
Höhe: 445 m ü. M.
Fläche: 1.25 km²
Einwohner: 349

(31. Dezember 2006)

Website: www.honau.ch
Karte

Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Pixel

Honau ist eine politische Gemeinde im Amt Luzern des Kantons Luzern in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Gemeinde liegt zwischen Reuss und Rooterberg zwischen Luzern und Zug. Mit dem Honauer Schachen auf bloss 406 m.ü.M. hat die Gemeinde den tiefstgelegenen Punkt des Kantons Luzern. Von der Fläche von bloss 124,86 ha sind 68,6 % landwirtschaftliche Nutzfläche, 19,2 % Wald und Gehölz und bloss 9,6 % werden als Siedlungsfläche genutzt.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind im Kanton Luzern Gisikon, Inwil LU und Root. Honau grenzt ausserdem an Risch im Kanton Zug und Dietwil im Kanton Aargau.

Bevölkerung

1798 hatte Honau lediglich 81 Bewohner. Diese Zahl wuchs bis 1880 auf 155 Personen an, stagnierte lange und fiel dann 1970 auf 84 Einwohner. Seit der Eröffnung des Autobahnanschlusses Gisikon im Jahr 1986 ist eine markante Bevölkerungszunahme zu verzeichnen.

Sprachen

Fast die gesamte Einwohnerschaft gibt (Stand 2000) Deutsch als Hauptsprache an, nämlich 94,06 % der Bewohner. Kleinere Sprachminderheiten bilden mit 3,75 % die Albanischsprachigen und die 0,94 % der Bevölkerung, welche sich hauptsächlich auf Portugiesisch verständigen.

Religionen – Konfessionen

Die Bevölkerung war ursprünglich rein katholisch. Durch Migration kamen religiöse Minderheiten dazu. Heute (Stand 2000) ist nur noch eine knappe Mehrheit von 60,31 % der Bevölkerung römisch-katholisch; 20,63 % sind protestantisch. Nichtchristliche Minderheiten sind die 10 % Konfessionslosen und 5,31 % Muslime.

Herkunft und Nationalitäten

Im Jahr 2000 besassen 91,25 % der Bevölkerung die Schweizer Staatsbürgerschaft (davon 88,44 % nur den Schweizer Pass). Einwandererminderheiten bilden die 4,06 % Personen (inklusive Doppelbürger 4,06 %) aus Serbien und Montenegro; 1,56 % (1,56 %) stammen aus Mazedonien. Daneben findet man Deutsche, Portugiesen und Österreicher. Ende 2003 betrug der Ausländeranteil 10,9 %.

Gemeinderat

Im Gemeinderat sitzen drei nebenamtliche Mitglieder. Diese sind:

Wahlen

Bei den Wahlen zum Kantonsparlament im Jahr 2003 verteilten sich die Stimmen wie folgt: Die vor einem Jahrzehnt noch kaum präsente SVP errang 43,09 % der Stimmen, die CVP 23,50 %, die FDP 15,72 %. Die Sozialdemokraten erhielten 11,39 %, das Grüne Bündnis 5,46 %.

Wirtschaft

Noch vor dreissig Jahren verdiente sich die Bevölkerung ihr Geld fast ausschliesslich in der Landwirtschaft. Heute (Stand 2001) arbeiten zwar noch 23,6 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft. Industrie und Gewerbe sind kaum präsent (1,1 % der Beschäftigten), während 75,3 % Arbeit in Dienstleistungsberufen finden. Immerhin 51 Zupendlern stehen 134 Wegpendler (v. a. Richtung Zug, Luzern, Root und Zürich) gegenüber. Eine Vepackungsfirma und ein Betrieb aus der Autobranche sind die grössten Arbeitgeber.

Verkehr

Der Autobahnanschluss Gisikon ist bloss 1 km entfernt. Anschluss an den Öffentlichen Verkehr besteht ab den SBB-Stationen Gisikon-Root und Rotkreuz.

Geschichte

Erstmals wird Honau indirekt im Jahr 1344 in einer Urkunde erwähnt, wo ein "Ulrico de Honowa" als Zeuge erscheint. Zusammen mit Gisikon teilte Honau das Schicksal des Nachbarn. Verschiedene Herrschaften als Lehnherren der Habsburger und im Jahr 1422 die Übernahme durch Luzern als Teil der Landvogtei Habsburg. Im Sonderbundskrieg von 1847 erlitt Honau durch die Gefechte zwischen den Truppen des Sonderbunds und der eidgenössischen Soldaten beträchtlichen Schaden.

Schulen, Hochschulen

1747 erhielt Honau ein Schulhaus. Heute (Schuljahr 2003/2004) gehören die 36 Schüler zur Gesamtschule Gisikon-Honau, während die 19 Sekundarschüler in Root zur Schule gehen. Präsident der Schulpflege ist Otto Noger (Gisikon).

Sehenswürdigkeiten

Die 1647 erbaute St.-Eligius-Kapelle besitzt Spätrenaissance-Altäre aus der Werkstatt von N. Geissler. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Gasthof Zum Hirschen.