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Bariumnitrat

Strukturformel
Ba2+ ·2
Allgemeines
Name Bariumnitrat
Andere Namen

Barytsalpeter

Summenformel Ba(NO3)2
CAS-Nummer 10022-31-8
Kurzbeschreibung weißes Pulver
Eigenschaften
Molare Masse 261,35 g·mol-1
Aggregatzustand fest
Dichte

3,2 g·cm−3 [1]

Schmelzpunkt

> 550 °C (Zersetzung) [1]

Löslichkeit

90 g/l Wasser (bei 20 °C) [1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I [2]
R- und S-Sätze R: 20/22
S: (2)-28
MAK

0,5 mg/m 3[1]

LD50

355 mg/kg [1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Bariumnitrat ist ein Nitratsalz des Erdalkalimetalls Barium. Es besitzt die Formel Ba(NO3)2 und gehört zur Stoffgruppe der Nitrate.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Bariumnitrat tritt auf als farbloser kristalliner Feststoff. Es ist gesundheitsschädlich und ein schwach wassergefährdender Stoff. Es verursacht in der Brennerflamme die für Barium typische grüne Flammenfärbung und kann als Oxidationsmittel benutzt werden.

Darstellung

Bariumnitrat lässt sich durch folgende chemische Reaktionen darstellen:

Verwendung

Bariumnitrat wird in der Pyrotechnik zur Herstellung von Feuerwerkskörpern und farbigen Wunderkerzen verwendet, weil es Flammen grün färbt und gleichzeitig ein Oxidationsmittel ist. Außerdem wird es als Oxidator in den Zündhütchen von Patronen und Kartuschen verwendet. Eine hochbrisante Mischung aus TNT und Bariumnitrat wird Baratol genannt.

Es wird auch in Leuchtschirmen für Fernsehempfänger benutzt.

Reaktionen

Bariumnitrat zersetzt sich bei Temperaturen größer 550 °C zu Bariumoxid, Stickstoff, Sauerstoff und Stickstoffmonoxid. Aufgrund des frei gesetzten Sauerstoffs und vor allem dem freiwerdenden Stickstoffmonoxid ist Bariumnitrat ein gutes Oxidationsmittel.

Analytik

Einen ersten Hinweis bei der Identifizierung von Barium in Bariumnitrat erhält man durch die grüne Flammenprobe. Das Anion kann mittels Ringprobe oder Lunges-Reagenz (siehe auch Nachweise für Anionen) nachgewiesen werden.

Quellen

  1. a b c d e Sicherheitsdatenblatt (Merck)
  2. Nicht explizit in RL 67/548/EWG, Anh. I gelistet, fällt aber dort mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff „Bariumsalze, mit Ausnahme des Bariumsulfats, der Salze von 1-Azo-2-hydroxynaphthalenyl-arylsulfonsäuren und der namentlich in diesem Anhang bezeichneten Salze, ergänzt um Einstufung nach TRGS 515“