Heim

Bundesbesoldungsordnung

Die Artikel Bundesbesoldungsordnung und Besoldung überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Bitte äußere dich in der Diskussion über diese Überschneidungen, bevor du diesen Baustein entfernst. Wo st 01 (2007-09-18 18:39 CEST)


Die Bundesbesoldungsordnung (BBesO) regelt in Deutschland die Besoldung von Beamten, Richtern und Soldaten des Bundes und der Länder, wobei es den Ländern vorbehalten ist, ergänzende Regelungen durch Landesbesoldungsordnungen zu treffen (z. B. für Ämter die in der Bundesbesoldungsordnung nicht vorkommen).

Die Bundesbesoldungsordnung ist Teil des Bundesbesoldungsgesetzes.

Inhaltsverzeichnis

Besoldungsordnungen

Es gibt die Besoldungsordnungen A, B, C, R und W.

Besoldungsordnungen A und B

Die Besoldungsordnungen A und B gelten für Beamte, soweit sie nicht als Richter, Staatsanwalt oder Hochschullehrer tätig sind, Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten. Die Besoldungsordnung A umfasst die Besoldungsgruppen A 2 bis A 16. Die Gehälter dieser Gruppen steigen mit dem Dienstalter an (Eselsbrücke: aufsteigende Besoldungsgruppen).

Die Besoldungsordnung B umfasst die Besoldungsgruppen B 1 bis B 11. Diese Gehälter steigen nicht an, sondern gelten unabhängig vom Dienstalter (feste Besoldungsgruppen). In dieser Besoldungsordnung gibt es eine Besonderheit: Die Besoldung der Besoldungsgruppe B 1 entspricht der in der höchsten Dienstaltersstufe der Besoldungsgruppe A 15. Beamte der Besoldungsgruppe A 16 verdienen also bei entsprechendem Dienstalter mehr.

Besoldungsordnung C

Die Besoldungsordnung C gilt für Hochschullehrer (Professoren, Wissenschaftliche Assistenten und Hochschuldozenten) und umfasst die Besoldungsgruppen C 1 bis C 4. Die Besoldungsgruppen C 1 und C 2 sind aufsteigende Besoldungsgruppen. Die Besoldungsgruppen C 1 und C 2 entsprechen der Besoldungsgruppe A 13 bzw. A 14. Die Besoldungsordnung C wurde durch die Besoldungsordnung W ersetzt. Wer bereits in ein Amt der Besoldungsordnung C eingeordnet ist, kann entweder freiwillig in die Besoldungsordnung W wechseln oder in der Besoldungsordnung C verbleiben. Die Länder konnten einen Stichtag festlegen, bis zu dem in diese Besoldungsordnung eingeordnet werden durfte. Danach durfte nur noch in die Besoldungsordnung W eingestuft werden. Letzter möglicher Stichtag war der 1. Januar 2005.

Besoldungsordnung R

Die Besoldungsordnung R gilt für Richter und Staatsanwälte und umfasst die Besoldungsgruppen R 1 bis R 10. Die Besoldungsgruppen R 1 und R 2 sind aufsteigende Besoldungsgruppen.

Besoldungsordnung W

Nach dem Professorenbesoldungsreformgesetz gilt die Besoldungsordnung W für Hochschullehrer (Professoren, Wissenschaftliche Assistenten und Hochschuldozenten) und umfasst die Besoldungsgruppen W 1 bis W 3.

Zu den festen Grundgehältern der Besoldungsgruppen W 2 und 3 kommen Leistungsbezüge hinzu, die

vergeben werden können. W1 ist den Juniorprofessoren vorbehalten. Hier gibt es keine Leistungsbezüge, jedoch wird das Entgelt nach positiver Zwischenevaluation erhöht.

Landesbesoldungsordnungen

In manchen Landesbesoldungsordnungen gibt es davon abweichende Besoldungsordnungen (z. B. in Baden-Württemberg AH für Ärzte und Ingenieure an Hochschulen), die aber, ebenso wie die Besoldungsordnung C, nur noch bei den bisherigen Amtsinhabern weiter verwandt werden dürfen. Die Länder dürfen neue Ämter nur noch nach den Besoldungsordnungen A, B, R und W ausbringen.

Siehe auch

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Rechtsthemen!