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Familie Mohammeds

Mohammed heiratete in Laufe seines Lebens mehrere Frauen, die genaue Zahl ist nicht überliefert, sie ging jedoch über die im Koran erlaubte Anzahl von vier Frauen zur gleichen Zeit hinaus. 25 Jahre hatte er nur die ca. 15 Jahre ältere Chadidscha bint Chuwailid zur einzigen Frau. In seinen späten Lebensjahren war er jedoch mit einer Vielzahl von Frauen gleichzeitig verheiratet. Daneben hatte er auch Sklavinnen als Konkubinen, beispielsweise Maria al-Qibtiyya, eine Christin. Bemerkenswert ist, dass er Aischa bint Abi Bakr heiratete, als sie noch ein Kind war. Mit Chadidscha hatte Mohammed mehrere Kinder, ferner von Maria einen Sohn, der jedoch im Kindesalter verstarb. Seine einzigen ins Erwachsenenalter überlebenden Enkel waren die zwei Söhne seiner Tochter Fatima, Hasan und Hussein.

Inhaltsverzeichnis

Frauen Mohammeds

Frauen Mohammeds
Nr. Name Andere Schreibweisen Lebensdaten Heirat Herkunft Bemerkung Kinder
1. Chadidscha Chadidscha bint Chuwailid * um 555, † 619 um 595 eine reiche, mekkanische Kauffrau, verwitwet. Tochter von Chuwaylid Sie machte Mohammad zum Teilhaber ihrer Handelsgeschäfte. Sie war die erste und bis zu ihrem Tod im Jahr 619 einzige Frau Mohammeds und unterstützte ihn in seinem Glauben. Chadidscha hatte mit Mohammad mindestens vier Kinder. Im Hadith werden die vier Töchter Fatima, Ruqaiya, Umm Kultum und Zainab erwähnt. Zwei Söhne, Kasim und Abdullah, sollen im Kindesalter gestorben sein.
2. Sauda bint Zama Sawada bint Zam'a       wurde nach dem Tode Chadidschas die zweite Frau Mohammeds. Sauda trat früh zum Islam über und wird als besonders gütig und warmherzig beschrieben. Die Ehe blieb kinderlos.
3. Aischa Aischa Siddiqa bint Abu Bakr geboren um 600?/609?/614? um 623 Tochter Abu Bakrs Nach al-Buchari und Muslim war sie sechs (oder sieben) als Mohammed sie heiratete und neun als er die Ehe mit ihr vollzog. Diese Angabe ist umstritten. Sie gilt bei den Sunniten als seine Lieblingsfrau. Die Ehe blieb kinderlos.
4. Hafsa Hafsa bint Umar   nach der Schlacht von Uhud (625) die Tochter Umar Ibn al-Chattabs, verwitwet   Die Ehe blieb kinderlos.
5. Zainab bint Gahs Zainab bint Dschahsch   um 626 Zainab kam als eine der ersten Auswanderer nach Medina und war Mohammeds Cousine. Zainab war die Frau seines Adoptivsohnes Zaid, der, nachdem Mohammed von Allah dazu ermächtig worden war, von ihr geschieden wurde. Sie soll nach den Sunniten neben Aischa die Lieblingsfrau Mohammeds gewesen sein. In zahlreichen Hadithen wird Zainab als sehr mildtätig und freigiebig beschrieben. Die Ehe blieb kinderlos.
6. Umm Salama Umm Salama Hind bint Abi Umayya   626 Witwe des Abu Salama, eines engen Freundes von Mohammad. Als dieser im Jahr 626 starb, heiratete Mohammed sie. Die Ehe blieb kinderlos.
7. Umm Habiba Umm Habiba Ramla bint Abi Sufyan   um 628 Ihr Bruder, also Mohammeds Schwager, wurde als Muawiya I. fünfter Kalif   Die Ehe blieb kinderlos.
8. Safiya Bint Huyai Safiyya bint Huyayy   nach 628 wurde bei der Eroberung Haibars im Jahr 628 gefangen genommen. Wenig später gab Mohammed ihr die Freiheit und heiratete sie. Die Ehe blieb kinderlos.
9. Maimuna Maymuna bint al-Harith   um 629     Die Ehe blieb kinderlos.
10. Marija Maria al-Qibtiyya   um 629 Koptin, als Sklavin vom ägyptischen König geschenkt.   Sohn Ibrahim starb im Kindesalter.

Des Weiteren war auch Zainab bint Chuzaima Ehefrau von Mohammed.

Nach dem Koran wurde es Mohammed ausdrücklich erlaubt, mehr als die sonst im Islam maximal gestatteten vier Ehen gleichzeitig einzugehen. Er hatte mindestens neun (nach anderen Angaben 12 oder 14) Frauen, sowie Sklavinnen und Konkubinen. In Sure 33,50 steht:

„Prophet! Wir haben dir zur Ehe erlaubt: deine (bisherigen) Gattinnen, denen du ihren Lohn gegeben hast; was du (an Sklavinnen) besitzt, (ein Besitz, der) dir von Allah (als Beute) zugewiesen (worden ist); die Töchter deines Vaterbruders und die Töchter deiner Vaterschwestern und die Töchter deines Mutterbruders und die Töchter deiner Mutterschwestern, die mit dir ausgewandert sind; (weiter) eine (jede) gläubige Frau, wenn sie sich dem Propheten schenkt und er (seinerseits) sie heiraten will. Das (letztere) gilt in Sonderheit für dich im Gegensatz zu den (anderen) Gläubigen. Wir wissen wohl, was wir ihnen hinsichtlich ihrer Gattinnen und ihres Besitzes (an Sklavinnen) zur Pflicht gemacht haben. (Die obige Verordnung ist eine Sonderregelung für dich) damit du dich nicht bedrückt zu fühlen brauchst (wenn du zusätzliche Rechte in Anspruch nimmst). Und Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.“

Übersetzung nach Rudi Paret

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Bis auf Aischa waren alle Frauen Mohammeds Witwen oder geschieden. Aischa heiratete Mohammed möglicherweise bereits, als sie 6 Jahre alt war, wobei die Ehe vollzogen wurde, als sie neun Jahre alt war. Sie galt nach den Sunniten nach Khadija als Mohammeds Lieblingsfrau, mit Zainab an zweiter Stelle. Die Heirat mit Aischa und mit der bereits verheirateten Zainab fallen aus dem Rahmen der üblichen Ehen Mohammeds. Die Frauen Mohammeds werden von der Mehrheit der Muslime – mit Ausnahme der christlichen Sklavin Maria al-Qibtiyya – die „Mütter der Gläubigen“ genannt.

Konkubinen und Sklavinnen Mohammeds

Kinder Mohammeds

Kinder Mohammeds
Name Anderer Name Geschlecht Lebensdaten Mutter Bemerkung
Fatima Fatima bint Mohammad ibn 'Abdallah ibn 'Abd Al-Muttalib ibn Hashim Tochter um 600 geboren, Fatima überlebte ihren Vater nur um wenige Monate. Chadidscha heiratet Ali ibn Abi Talib, und hatte mit ihm zwei Kinder: Hasan und Husain.

siehe Ali Zain al-Abidin Zaid ibn Ali

Zaid   Adoptivsohn   Chadidscha zuerst mit Zainab verheiratet
Ruqaiya Ruqayyah bint Muhammad Stieftochter   Chadidscha mit Uthman ibn Affan verheiratet
Umm Kultum bint Muhammad Umm Kulthum Tochter   Chadidscha mit Uthman ibn Affan verheiratet
Zainab Zaynab, Zainab bint Mohammed Stieftochter   Chadidscha Zainabs Tochter Umama, also Mohammeds Enkelin, heiratete Ali ibn Abi Talib nach Fatimas Tod
Qasim Al-Qasim, Al-Tayyib Sohn gestorben als Kind Chadidscha  
Abdullah Al-Tahir Sohn gestorben als Kind Chadidscha  
Ibrahim   Sohn gestorben als Kind mit ca 2 Jahren Maria die Koptin  

Ahnentafel Mohammeds

Islamische Gelehrte haben versucht, eine Ahnentafel von Mohammed bis zu dem sagenhaften menschlichen Stammvater Adam zu konstruieren, um Mohammeds Person und seine Religionsstiftung mit einer zusätzlichen biblischen Legitimation zu unterfüttern. Historisch und genealogisch beweisbar sind aber tatsächlich nur die allerletzten Glieder dieser Tafel, deren Autenzität schon daran scheitert, dass das Alte Testament bereits einzelne, ursprünglich nicht zusammengehörende altorientalische und jüdische Überlieferungen zu einem einheitlichen Erzählstrang verwoben hat.

Ab hier beginnt der historisch unfundierte Teil der Ahnentafel.

Literatur