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Tay Garnett

Tay Garnett (* 13. Juni 1894 in Los Angeles; † 3. Oktober 1977 in Sawtelle/Kalifornien; eigentlich William Taylor Garnett) war ein US-amerikanischer Regisseur.

Karriere

Tay Garnett war im Ersten Weltkrieg Kampfflieger. 1920 kam er zunächst als Drehbuchautor zum Film. Er arbeitete für Hal Roach und Mack Sennett, ehe er ab 1927 hinter der Kamera als Regisseur tätig wurde. Bekannt wurde er zunächst 1932 für das sicher und elegant in Szene gesetzte Melodrama One Way Passage, der letzten gemeinsamen Arbeit des populären Duos Kay Francis und William Powell. Garnett drehte in den nächsten Jahren Filme aus den unterschiedlichsten Genres, mit einer gewissen Vorliebe für Abenteuerfilme. So war er 1935 verantwortlich für China Seas mit Clark Gable, Jean Harlow und Wallace Beery und 1940 für Seven Sinners mit Marlene Dietrich und John Wayne. Zu den heute noch bekannten Filmen gehört die Adaption des Romans Im Netz der Leidenschaften (The Postman Always Rings Twice), den er für MGM mit Lana Turner und John Garfield umsetzte. Der Film war ungewöhnlich explizit in seiner Darstellung von sexueller Hörigkeit und anderen menschlichen Abgründen, weswegen Studioboss Louis B. Mayer zunächst die Uraufführung verhindern wollte.

Insgesamt war die Karriere von Tay Garnett uneinheitlich, und die Erfolge traten zurück hinter einer langen Abfolge von Routineproduktionen. Seit Ende der 1950er-Jahre arbeitete er hauptsächlich für das Fernsehen. Er war mit dem Stummfilmstar Patsy Ruth Miller verheiratet. Garnett schrieb zwei Autobiographien: Light Up Your Torch und Pull Up Your Tights.

Personendaten
Garnett, Tay
Garnett, William Taylor (bürgerlicher Name)
US-amerikanischer Regisseur
13. Juni 1894
Los Angeles
3. Oktober 1977
Sawtelle/Kalifornien