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Denizli (Provinz)

Denizli

Nummer der Provinz: 20
Landkreise
Basisdaten
Koordinaten: 37° 45′ N, 29° 17′ OKoordinaten: 37° 45′ N, 29° 17′ O
Höhe: 428 m
Provinzhauptstadt: Denizli
Region: Ägäisregion
Fläche: 11.868 km²
Einwohnerzahl: 907.325 (2007)
Bevölkerungsdichte: 76,45 Einwohner/km²
Politisches
Gouverneur: Hasan Canpolat
Sitze im Parlament: 7
Strukturelles
Telefonvorwahl: 0258
Kennzeichen: 20
Website
www.denizli.gov.tr (Türkisch)

Denizli (von türkisch deniz, „Meer“) ist eine türkische Provinz im westlichen Kleinasien mit 11.868 km² Fläche und einer Bevölkerung von 907.325 Menschen (Stand Ende Dezember 2007). Sie hat ihren Namen nach der Bezirkshauptstadt Denizli mit 323.151 Einwohnern.

Die KFZ-Kennzeichen der Provinz und der Stadt beginnen mit der Nummer 20.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Provinz wird vom breiten Tal des Großen Mäander (türkisch: Büyuk Menderes) dominiert, der bei Denizli eine markante Talgabelung mit drei Zuflüssen hat. Der dortige Oberlauf des Großen Mäander bildete im antiken Kleinasien den Übergangsbereich der früheren Reiche (bzw. Provinzen) von Phrygien und Karien.

Durch die Provinz führt die Europastraße E87 und auch eine ähnlich verlaufenden Bahnlinie. Die E87 verläuft von İzmir, der Millionenstadt an der Ägäis-Küste, über Aydın und Denizli nach Antalya, der Urlaubsregion an der türkischen Südküste.

Landkreise

Die Provinz wird in 19 Landkreise geteilt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Eine der Sinterterrassen von Pamukkale

Die wichtigste Touristenattraktion der Provinz ist das Naturwunder von Pamukkale (türkisch für „Baumwollschloß“). Nahe dieser Kleinstadt nördlich des Flusstales haben sich durch Kalk aus ergiebigen Thermalquellen eine Reihe beeindruckender Kalksinterterrassen gebildet. Seit kurzem ist der Flughafen Cardak international. Ein neuer Terminal wurde vor kurzem eröffnet und der Rest des Flughafens wurde erneuert und modenisiert.

Blick auf Pamukkale und das Tal des Großen Mäander

Diese Terrassen am Hang des Berges Çökelez stehen auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes; bis vor einigen Jahren durfte man in ihnen baden. Das austretende Wasser hat 35 °C, einen pH-Wert von 6.

Hierapolis (griechisch für „Die Heilige Stadt“) ist eine weitere Sehenswürdigkeit. Der antike Ort hat eine ausgedehnte, gut erhaltene Nekropole mit verschiedensten Gräbertypen (siehe auch Karien). Zu sehen sind ferner ein großes Theater (15.000 Personen), Apollotempel, Plutonium, die Philippus-Kirche sowie Stadtmauer, Bäder und Gymnasium.

In der Provinz liegen auch einige der „Sieben Gemeinden“ des Urchristentums, unter anderem Laodikeia am Lykos sowie die antike Stadt Kolossai (im Hochland bei Honaz). An die dortige Gemeinde hat der Apostel Paulus um das Jahr 60 einen seiner Briefe gerichtet.

Beim Dorf Yenice findet man Überreste der antiken Stadt Tripolis.

Die Provinz bietet - neben einer wunderschönen Natur - auch noch Weinbau (siehe auch Weinbau in der Türkei), Textilindustrie, die Karawansereien von Akhan und Çardak sowie den Hügel von Beycesultan mit seinen Ausgrabungen.


Klima

Im allgemeinen hat die Region ein mildes Klima. Jedoch wird es in der Höhe rauher. Temperaturen können bis zu 45˚C während des Sommers erreichen und bis zu -10˚C im Winter fallen. Es gibt ungefähr 80 Tage mit Niederschlägen, hauptsächlich während des Winters.

Denizli Horozu

Denizli ist in der Türkei für seine Hähne berühmt, insbesondere wegen deren Aussehen und Farbe. Der Denizli-Hahn ist das Wahrzeichen der Stadt. Diese Rasse ist einer der ältesten Langkräherrassen der Welt. Der typische Denizli-Hahn hat schwarze Augen, dunkle graue Beine, einen langen Hals und einen roten Kamm. Er wiegt 3 – 3,5 kg und hat ein charakteristisches Krähen.