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Chris Roberts (Spieleentwickler)

Christopher Roberts (* 27. Mai 1968 in Redwood City, Kalifornien, USA), bekannt unter dem Namen Chris Roberts, ist ein US-amerikanischer Gamedesigner und Filmproduzent. Bekannt wurde er vor allem durch seine Weltraum-Spiel-Serie Wing Commander.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Roberts wuchs in Manchester auf und setzte dort als junger Spiele-Programmierer und -Designer seine ersten Projekte, Match Day, Wiz Adore und Stryker's Run um, die es bis 1987 alle an die Spitze der Verkaufslisten schafften.

1986 zog Roberts zurück in die USA und arbeitete fortan für Origin Systems. Während dieser Zusammenarbeit entstanden Titel wie Times of Lore, ein Fantasy-Rollenspiel, Bad Blood (1990), ein post-apokalyptisches Rollenspiel und Strike Commander (1993), in dem der Spieler einen Söldner im Jahr 2011 spielt. Bei allen diesen Projekten spielte die Hintergrundgeschichte eine wichtige Rolle, entsprechend Origin's Leitspruch „We create Worlds“. Nicht zuletzt deshalb wurden diese Projekte von der Presse in höchsten Tönen gelobt.

Roberts' bekanntestes Projekt und der Grundstein seines bis heute andauernden Erfolges ist jedoch das 1990 erschienene Wing Commander, das auch ausschlaggebend für den Durchbruch des PC als Medium für Videospiele und die Verbesserung der Soundkarten war. „Wing Commander“ führte auch als erstes Spiel die Features ein, dass der Spieler mit seinen Aktionen die Storyline (begrenzt) beeinflussen konnte und dass wichtige Charaktere jederzeit sterben konnten und nicht nur, wenn die Story es verlangte. Das Spiel hatte außerdem Zwischensequenzen, in denen die Geschichte erzählt wurde. In den ersten beiden Teilen waren das noch kurze Sequenzen im Zeichentrick-Stil. Ab Teil drei waren dies sogar extra für die Spiele gedrehte Filme mit solch bekannten Schauspielern wie beispielsweise Mark Hamill. Aus der Wing Commander-Serie erschienen bis 1997 noch fünf Teile und vier AddOns, sowie sechs andere Spiele und AddOns, die im Wing Commander-Universum spielten. Am fünften Teil der Serie war Roberts jedoch nicht mehr aktiv beteiligt.

1996 verließ Roberts Origin und gründete mit seinem Bruder Erin Roberts sein eigenes Entwicklungsstudio: Digital Anvil. Mit diesem begann er die Produktion an einem Wing Commander-Film und diversen Computerspielen. Der Film kam 1999 in die Kinos und floppte. 2000 wurde das Weltraum-Action-Spiel StarLancer veröffentlicht. Im Jahr 2001 wurde Digital Anvil dann von dessen Publisher Microsoft aufgekauft und Roberts verließ die Firma bevor sein Traumprojekt Freelancer fertiggestellt war, für das er nur noch als Berater fungierte.

Schließlich gründete Roberts ein neues Entwicklungsstudio mit Namen Point of No Return Entertainment. Mit diesem plant er Filme, TV-Serien und Computerspiele zu produzieren. Außerdem gründete er 2002 Ascendant Pictures mit dem er derzeit einen Film über den Ersten Weltkrieg namens The American Knight plant.

Spiele

Filme

Personendaten
Roberts, Chris
Christopher Roberts
berühmter Gamedesigner
27. Mai 1968
Redwood City, Kalifornien, USA