Heim

Fred Thieler

Fred Thieler (* 17. März 1916 in Königsberg; † 6. Juni 1999 in Berlin) war ein deutscher Maler des Informel.

Ein 1936 begonnenes Medizinstudium musste er 1941 abbrechen, da seine Mutter Jüdin war. Von 1946 bis 1950 studierte er Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München. Zusammen mit Willi Baumeister, Rupprecht Geiger, K. R. H. Sonderborg und Fritz Winter gründete er 1949 die Künstlergruppe ZEN 49. Von 1951 bis 1953 lebte er in Paris, wo er bei Stanley William Hayter arbeitete. Außerdem begegnete er dort unter anderem Hans Hartung, Pierre Soulages und Serge Poliakoff. 1953 wurde er Mitglied in der Neuen Gruppe München, 1954 wurde er im Deutschen Künstlerbund aufgenommen. Von 1959 bis 1981 hatte er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Berlin. 1959 nahm er an der documenta 2, 1964 an der documenta 3 in Kassel teil. 1972 und 1973 hatte er eine Gastprofessur am College of Art and Design in Minneapolis. Von 1976 bis 1983 vertrat er die Bundesrepublik in der International Association of Art, zu deren Vizepräsident er 1979 gewählt wurde. 1978 wurde Thieler Mitglied der Neuen Darmstädter Sezession und der Akademie der Künste, deren Vizepräsident er von 1980 bis 1983 war. 1985 wurde ihm in Regensburg der Lovis-Corinth-Preis verliehen. Im selben Jahr erhielt er auch das Bundesverdienstkreuz. 1989 erschuf er ein Deckengemälde im Residenztheater in München.

Seit 1992 vergibt die Berlinische Galerie alljährlich an seinem Geburtstag den von ihm gestifteten Fred-Thieler-Preis für Malerei, der mit 15.000 Euro dotiert ist.

Personendaten
Thieler, Fred
deutscher Maler des Informel
17. März 1916
Königsberg
6. Juni 1999
Berlin