Heim

Kim Clijsters

Kim Clijsters
Nationalität:  Belgien
Geburtstag: 8. Juni 1983
Größe: 174 cm
Gewicht: 68 kg
1. Profisaison: 1999
Rücktritt: 2007
Spielhand: rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Marc Dehous (bis 2005)
Einzel
Karrieretitel: 34
Höchste Platzierung: 1
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel: 1
Australian Open F (2004)
French Open F (2001, 2003)
Wimbledon HF (2003, 2006)
US Open S (2005), F (2003)
Doppel
Karrieretitel: 11
Höchste Platzierung: 1
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel: 2
Australian Open  ?
French Open S (2003)
Wimbledon S (2003)
US Open  ?

Kim Clijsters  anhören ?/i (* 8. Juni 1983 in Bilzen, Belgien) ist eine ehemalige belgische Profi-Tennisspielerin, ehemalige Nummer 1, fünffache Finalistin der Grand-Slam-Turniere und Gewinnerin der US Open 2005.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

1998 erreichte sie als Juniorin das Wimbledon-Finale, gewann die French Open im Doppel an der Seite von Jelena Dokić und die US Open mit Eva Dyrberg.

Ihr Debüt im Profitennis war im Mai 1999 in Antwerpen. Bereits Ende des Jahres gewann sie die ersten Titel im Einzel in Luxemburg und im Doppel in Bratislava mit Laurence Courtois. 2001 erreichte sie bereits ihr erstes Grand-Slam-Finale bei den French Open in Paris, wo sie nur knapp mit 10:12 im dritten Satz Jennifer Capriati unterlag. Den ersten großen Erfolg feierte sie 2002 bei den WTA Tour Championships in Los Angeles, wo sie im Finale die damalige Nummer 1 Serena Williams besiegte.

2003 war eines der erfolgreichsten Jahre für Clijsters, als sie neun Turniere gewann (darunter erneut die WTA Tour Championships), zwei Grand-Slam-Finals erreichte, die sie beide gegen Justine Henin verlor, einige Wochen die Weltrangliste anführte und die Saison als Zweite hinter ihrer Landsfrau Justine Henin-Hardenne beendete.

Das Jahr 2004 fing für Clijsters mit einer Knöchelverletzung an, die sie allerdings rechtzeitig zu den Australian Open auskurierte, um dort erneut das Finale zu erreichen, in dem sie erneut gegen Justine Henin-Hardenne verlor. Wegen einer Sehnenentzündung im linken Handgelenk im März 2004 und darauffolgender operativen Entfernung einer Zyste verpasste Clijsters zehn Monate auf der WTA-Tour und fiel auf Platz 134 in der Weltrangliste.

2005 wurde unerwartet zu einem absoluten Highlight. Nach dem Comeback im Februar 2005 in Antwerpen gewann sie schon im März die aufeinanderfolgenden Tier-I-Turniere in Indian Wells und Miami. Nur Steffi Graf gelang es bis dahin, diese zwei Turniere in einem Jahr zu gewinnen. Innerhalb eines halben Jahres gewann sie weitere drei Turniere, kam zurück in die Top-Ten und erhielt dafür in San Diego die Auszeichnung „Comeback Player“ des Jahres. In den 16 gespielten Turnieren erreichte sie neun Finals, die sie alle gewann. Keine Spielerin konnte in diesem Jahr mehr Einzeltitel gewinnen. Zum ersten Mal in ihrer Karriere gelang ihr auch ein Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier. Kim Clijsters gewann die Einzelkonkurrenz bei den US Open 2005 mit einem Zwei-Satz-Sieg über die Französin Mary Pierce. Außerdem verhalf sie dem belgischen Fed-Cup-Team zu einem Sieg über Argentinien, indem sie zwei Einzelspiele und ein Doppelspiel (mit Els Callens) gewann. Zum zweiten Mal in ihrer Karriere nach 2003 beendete sie die Saison als Nr. 2 der Weltrangliste, obwohl sie im Jahr 2005 sechs Turniere weniger bestritt.

2006 begann für Clijsters mit einem Sieg in einem Show-Turnier in Hongkong. Bei den offiziellen WTA-Turnieren hatte sie allerdings weniger Glück. Während des Turniers in Sydney verletzte sie sich im Training an der Hüfte und musste ihre Teilnahme vor dem Viertelfinale absagen. Bei den Australian Open trat sie mit schmerzender Hüfte und angeschlagenem Rücken an und kam trotzdem bis ins Halbfinale, in dem sie sich allerdings im dritten Satz gegen Amélie Mauresmo den Knöchel vertrat. Wegen dieser Knöchelverletzung war Clijsters zu einer zweimonatigen Pause gezwungen. Ab Februar verlief das Jahr ziemlich erfolgreich, Clijsters gewann das Turnier in Warschau und zum vierten Mal das Turnier in Stanford, erreichte jeweils das Halbfinale bei French Open und Wimbledon (beide Male verlor sie gegen Justine Henin) und führte die belgische Mannschaft bis ins Fed-Cup-Finale. Aufgrund erneuter Verletzung im linken Handgelenk war sie gezwungen beim Turnier in Montreal bereits in der zweiten Runde aufzugeben. Aus diesem Grund konnte sie ihren Titel bei den US Open 2006 nicht verteidigen und musste auch auf die Teilnahme am Fed-Cup-Finale verzichten.

Abschiedsjahr 2007 und vorzeitiger Rücktritt

Im August 2005 gab Clijsters bekannt, dass sie über den Rücktritt nachdenke. „Ich glaube, ich werde nach der Saison 2007 aufhören. Mein Körper bereitet mir jede Menge Probleme“. „Ich bin erst 22, aber mein Körper fühlt sich viel älter an“. Clijsters litt während ihrer siebenjährigen Profikarriere unter mehreren Verletzungen. Schon nach ihrer Handgelenksoperation 2004 gaben ihr viele Ärzte wenig Hoffnung, dass sie jemals wieder spielen würde. Seitdem teilt Clijsters ihre Karriere in zwei Abschnitte. Vor der gefährlichen Verletzung und danach. „Alles, was ich jetzt erleben darf, ist nur noch ein Bonus“.

Clijsters begann die Saison 2007 wie die vorherige mit einem Exhibition-Turnier in Hong Kong, wo sie im Finale Maria Scharapowa in zwei Sätzen besiegte und den Titel erfolgreich verteidigte. Bei dem Turnier startete sie auch zum ersten Mal seit ihrer Handgelenkoperation im Doppel (mit Swetlana Kusnezowa). Eine Woche später gewann sie das Turnier in Sydney, wie bereits im Jahr 2003 - ihrem erfolgreichsten Jahr auf der Tour. Bei den Australian Open erreichte sie das Halbfinale mit gerade mal einem Satzverlust, verlor dort aber mit 4:6, 2:6 gegen Maria Scharapowa. In Antwerpen, in ihrem Heimatland Belgien, erreichte sie das Finale, das sie gegen Amelie Mauresmo 4:6, 6:7 (4) verlor. Im März spielte sie sich bei den Sony Ericsson Open in Miami ins Achtelfinale, das sie gegen die Chinesin Na Li verlor. In ihrem letzten Sandplatz-Turnier in Warschau verlor Kim bereits im Achtelfinale gegen Julia Vakulenko 6-7 (3), 3:6.

Das Match gegen Julia Vakulenko war das letzte ihrer Karriere, denn kurz nach dem Warschauer Turnier gab Clijsters auf ihrer Website den sofortigen Rücktritt vom Profitennis bekannt. "Jetzt ist es Zeit für ein neues Leben", erklärt sie und fährt fort:

"Es ist mehr als nur schön gewesen. Jetzt hänge ich meine Rackets an den Nagel. Nach dem fantastischen und bewegenden Abschied beim Turnier in Antwerpen ist der Faden gerissen. Die immer wiederkehrenden Verletzungen, das mühsame morgendliche Aufstehen und die verhärteten Muskeln machten es immer nur noch schwieriger. Außerdem sind da noch die Vorbereitungen auf meine Hochzeit. Dies alles ist Grund gewesen, nicht mehr weiterzumachen." [1]

Insgesamt gewann Clijsters 34 Titel im Einzel und 11 im Doppel. Ihren einzigen Grand-Slam-Titel holte sie 2005 bei den US Open. Clijsters war die erste belgische Tennisspielerin auf Platz eins der Weltrangliste und behauptete diese Position 19 Wochen lang zwischen 2003 und 2006.

Rekorde

2003

2005

2006

Auszeichnungen

Clijsters wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem als Spielerin des Monats im November 2002 und Mai, August und Oktober/November 2003. Sie erhielt auch dreifach (2000, 2003, 2005) den „Sportmanship Award“, fünffach Sportlerin des Jahres in Belgien und wurde von der Internationalen Tennis Federation zum ITF World Champion 2005 ernannt. Am 21. März 2006 erhielt sie in Miami den Titel der „WTA Spielerin des Jahres 2005“ und den für „Comeback Spielerin des Jahres 2005“. Die größte Ehre allerdings ist die Nominierung für den „Laureus World Sports Award“, der auch als sportlicher Oscar angesehen wird

Turniersiege

Legende (Singles)
Grand Slam (1)
WTA Championships (2)
Tier I Event (5)
WTA Tour (26)

Einzel (34)

Doppel (11)

Leistungen - Übersicht

Dieser Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Statistik 2006 & 2007 unvollständig (eventuell auch noch früher)

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Turniere 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 2000 1999 Karriere
Australian Open HF HF - F HF HF 4r 1r - 0
French Open - HF 4r - F 3r F 1r - 0
Wimbledon - HF 4r - HF 2r VF 2r 4r 0
US Open - - S - F 4r VF 2r 3r 1
WTA Tour Championships - HF RR - S S HF VF - 2
Gespielte Turniere 2 13 15 6 21 21 22 17 8 121
Erreichte Finalen 1 5 9 3 15 6 6 3 2 47
Gewonnene Titel 1 3 9 2 9 4 3 2 1 32
Hartplatz Sieg-Niederlage 9-1 19-5 49-4 17-2 62-8 33-11 28-11 17-9 6-2 240-53
Sand Sieg-Niederlage 10-2 8-3 3-0 17-2 10-3 15-5 1-2 2-2 66-19
Gras Sieg-Niederlage 7-2 8-1 0-0 9-1 2-2 7-2 2-2 3-1 38-11
Teppich Sieg-Niederlage 3-1 2-1 0-0 2-1 6-1 8-0 10-4 8-2 39-10
Gesamt Sieg-Niederlage 9-1 39-9 67-9 20-2 90-12 51-17 58-18 30-17 19-7 383-92
Jahresendplatzierung 5 2 22 2 4 5 18 47 N/A

Privatleben

Kims Vater, Leo Clijsters, war belgischer Fußball-Nationalspieler. Ihre Mutter, Els Vandecaetsbeek, war belgische Meisterin in Rhythmischer Sportgymnastik. 2003 verlobte sich Clijsters mit ihrem langjährigen Freund, dem australischen Tennisspieler Lleyton Hewitt, die beiden trennten sich im Oktober 2004 kurz vor der geplanten Hochzeit. Seit April 2006 war sie mit dem Basketballspieler Brian Lynch verlobt, der für die Mannschaft ihrer belgischen Heimatstadt Bree spielt. Am 13. Juli 2007 heirateten die beiden. Am 27. Februar 2008 kam die Tochter Jada Ellie Lynch zur Welt. Kims 43-jährige Mutter erwartet ebenfalls ein Baby, somit wird Jada eine jüngere Tante haben. Jada Ellies Patentante wird Elke Clijsters, Kims Schwester sein.

Clijsters hat eine jüngere Schwester, Elke Clijsters, die ebenfalls Tennisspielerin war und als Juniorin 2002 sogar Weltmeisterin im Doppel wurde, allerdings wegen Rückenproblemen ihre Karriere aufgeben musste.

Einzelnachweise

  1. "Kim Clijsters zet punt achter haar carrière", Meldung bei vrtnieuws.net, 06.05.07
 Commons: Kim Clijsters – Bilder, Videos und Audiodateien
Personendaten
Clijsters, Kim
belgische Tennisspielerin
8. Juni 1983
Bilzen, Belgien