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ING-DiBa

ING-DiBa AG
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 1965 in Frankfurt am Main
Unternehmenssitz Frankfurt am Main
Unternehmensleitung
Mitarbeiter 2.549 (2006)
Bilanzsumme 72,794 Milliarden Euro (2006)
Branche Kreditinstitut
Website www.ing-diba.de

Die ING-DiBa AG ist die größte Direktbank in Deutschland und Europa. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.

Die ING-DiBa ist ein Tochterunternehmen der niederländischen ING Groep, einem weltweit agierenden Finanzkonzern mit, Stand Ende 2006, über 75 Millionen Kunden, 120.000 Mitarbeitern und Niederlassungen in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten.

Vorstandsvorsitzender der ING-DiBa ist seit 1. Juli 2003 der Niederländer Ben Tellings.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Hauptgebäude der ING-DiBa in Frankfurt am Main

Das Kreditinstitut in Deutschland wurde 1965 als Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung AG (BSV) in Frankfurt unter anderem vom SPD-Politiker und späteren Bundesminister Georg Leber gegründet. Zweck des Institutes war es, allen Arbeitnehmern in Deutschland eine Bank zur Verfügung zu stellen, bei der sie die damals neu eingeführten Vermögenswirksamen Leistungen ansparen konnten. Georg Leber kommentierte das Verhalten der etablierten deutschen Banken damals mit folgendem Satz: „Die deutschen Banken kommen mir vor wie ein alter Hund, der satt ist. Dem kann man ruhig einen fetten Knochen hinhalten, der knurrt nicht einmal.“

1981 betrug das Kapital der Bank rund 75 Millionen DM und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) war über die BGAG, Eigentümer der Bank für Gemeinwirtschaft (BfG), und über die BfG mit 51 Prozent Mehrheitsgesellschafter der BSV.

1994 erfolgte die Umfirmierung in Deutsche Direktbank AG und nach einer Klageandrohung (angebliche fast Namensgleichheit) der Deutschen Bank in Allgemeine Deutsche Direktbank AG. Bereits 1998 erwarb der niederländische Bankkonzern ING Groep 49 % der DiBa-Anteile. Ab 1999 trat die Bank unter der Marke DiBa (für: Direktbank) auf.

Sie etablierte sich als eine der größten deutschen Banken, die ihre Dienstleistungen ausschließlich per Telefon, Telefax oder Internet anbieten. Ebenfalls 1999 kaufte die Bank die in Hannover ansässige Bank GiroTel. Im Jahr 2002 erwarb die DiBa 100 % der Frankfurter Degussa Bank und verkaufte sie am 27. November 2006 mit einem Verlust von 14 Mio. Euro nach IFRS an eine von M. M. Warburg & CO angeführte Investorengruppe.

Anfang 2002 kaufte die ING Groep weitere 21 % hinzu, 2003 erfolgte die vollständige Übernahme der DiBa durch die ING. Die DiBa verstärkte im Produktbereich Immobilienfinanzierung ihren eigenen Telefonvertrieb durch die Zusammenarbeit mit Kreditvermittlern und stieg hierdurch innerhalb weniger Jahre zu einem der größten deutschen Immobilienfinanzierer auf.

Im Juli 2003 übernahm die schon damals mit über zwei Millionen Kunden erfolgreichste Direktbank Deutschlands DiBa die zweitgrößte Direktbank Deutschlands, die Nürnberger Entrium Direct Bankers AG. Damit hatte sie neben der Zentrale in Frankfurt am Main und dem Standort in Hannover noch einen weiteren Standort in Nürnberg. 2004 änderte die Bank ihren Marktauftritt zu ING-DiBa, zum 1. Juli 2005 folgte die Umbenennung im Handelsregister in ING-DiBa AG. Des Weiteren ist die ING-DiBa AG Mitglied im Bundesverband deutscher Banken.

Mit der Änderung des Logos in Deutschland zum 1. Januar 2007 wurde die schrittweise Umstellung von der DiBa zur ING-DiBa abgeschlossen. Der Schriftzug „DiBa“ bekam die gleiche Serifen-Schrift wie das ING und der orange i-Punkt wurde blau. In Österreich ist der Punkt weiterhin orange.

Produkte

Erfolgreichstes Produkt ist das Tagesgeldkonto Extra-Konto. Daneben hat die ING-DiBa auch Baufinanzierungen, Brokerage, Konsumentenkredite und viele weitere Dienstleistungen im Angebot, wovon in letzter Zeit vor allem Spar- und Girokonten hervorzuheben sind.

Die Bank betreibt rund 970 eigene Geldautomaten, die hauptsächlich an Aral-Tankstellen, aber auch in real,--Filialen zu finden sind. Darüber hinaus können ihre Kunden die Geldautomaten der Partnerbanken (Berliner Bank und Degussa Bank) gebührenfrei nutzen, mit der zum Girokonto gehörenden Visa-Debitkarte auch alle Visa-Geldautomaten gebührenfrei.

Die Bank ist dem Einlagensicherungsfonds deutscher Banken angeschlossen.

Kennzahlen

Nach Angaben aus dem Geschäftsbericht der ING-DiBa betreute die Bank am 31. Dezember 2006 5.703.075 Kunden in Deutschland und 301.597 Kunden in Österreich, beschäftigte 2.549 Mitarbeiter (davon 81 Auszubildende) und hatte eine Bilanzsumme in Höhe von 72,794 Milliarden Euro bei einem Eigenkapital von 4,379 Milliarden Euro. Die Bankleitzahl ist die 500 105 17.

Unter den 100 größten Banken in Deutschland belegt die ING-DiBa AG den 24. Platz (Stand: 31. Dezember 2006) laut der Fachzeitschrift die bank.

Die Bilanzierung erfolgte bis 2004 nach Dutch-GAAP, ab 2005 nach IFRS.

2007 2006 2005 2004 2003 2002
Bilanzsumme [Mio. €] 76.274 72.794 64.935 51.997 40.190 21.053
Kundeneinlagen [Mio. €] 62.767 61.141 56.594 47.196 37.006 19.236
Kundenforderungen [Mio. €] 45.776 36.607 27.710 17.160 10.323 4.554
Eigenkapital [Mio. €] 4.559 4.379 4.179 843 603 301
Ergebnis vor Steuern [Mio. €] 469 387 269 105 44 -4
Mitarbeiterzahl 2.740 2.549 2.304 2.088 1.802 914
Kunden [Mio.] 6,4 6,0 5,3 4,3 3,7 1,8

Anteilseigner

Anteil Anteilseigner
100 % ING Groep

Stand: Dezember 2007

Sponsoring und Werbung

Seit dem 1. Mai 2003 ist die ING-DiBa Hauptsponsor der deutschen Basketballnationalmannschaft mit einem Vertrag bis 2008. Dirk Nowitzki wirbt in mehreren Fernsehspots für die ING-DiBa. Außerdem sponsert die Bank den Helmut-Schmidt-Journalistenpreis.

Quellen