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Saite

Eine Saite (von ahd. seito "Strick, Darmsaite"; im 17. Jahrhundert orthografisch von Seite geschieden) ist ein dünner schwingender Strang aus Tierdärmen, Pflanzenfasern, Draht, Kunststoff, Tierhaar oder anderem Material, der auf ein Saiteninstrument oder einen Tennisschläger gespannt wird.

Man unterscheidet bei Musikinstrumenten nach:

Eine Saite erklingt, wenn sie zum Schwingen gebracht wird. Dies kann auf verschiedene Weise erfolgen:

Dadurch wird ein Ton erzeugt, der bei den meisten Instrumenten durch einen mit der Saite verbundenen Klangkörper verstärkt wird.

Der Ton wird höher, wenn man die Länge der Saiten verkürzt, ihre Spannung erhöht oder ihren Durchmesser verringert, eine Saite erklingt tiefer, wenn sie verlängert wird, ihre Spannung verringert wird oder wenn man ihren Durchmesser erhöht.

Der französische Mathematiker Marin Mersenne beschreibt bereits in seiner Harmonie Universelle von 1636 die Schwingungseigenschaften der unterschiedlichen Saitentypen bezüglich Länge, Material und Querschnitt. Das Herstellen von Tierdarmsaiten hat eine Jahrtausendealte Tradition, die von der Herstellung der Bogensehnen herrührt. Bereits im alten Griechenland kannte man Darmsaiten. In China waren Seidensaiten bekannt, die auch bis ins frühe 18. Jahrhundert in Europa benutzt wurden. Im Vorderasiatischen Raum und in Nordafrika sind seit Jahrhunderten Metallsaiten (Eisen und Messing) in Gebrauch.

Bezüglich der Besaitung von Streichinstrumenten schreibt Michael Praetorius 1619 in seinem Syntagma musicum II S. 48: Abschnitt "VIOLN DE BRACIO": "Deroselben Baß= Tenor= und Discantgeig (welche Violino, oder Violetta picciola, auch Rebecchino genennet wird) seynd mit 4 Saiten...und werden alle durch Quinten gestimmet. Und demnach dieselbige jedermann bekandt/ ist darvon (außer diesem/daß wenn sie mit Messings= und Stälenen Saiten bezogen werden/ einen stillen und fast lieblichen Resonanz mehr als die anderen/von sich geben)

Siehe auch