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Unterlahnkreis

Nach der Annexion des Herzogtums Nassau durch Preußen im Jahre 1866 wurde dort aus den vorher bestehenden Ämtern Landkreise gebildet, darunter auch der Unterlahnkreis. Als Kreissitz wurde die Grafenstadt Diez ausgewählt.

Das Amt Limburg schied im Jahre 1886 aus dem Unterlahnkreis aus und wurde dem neu gebildeten Kreis Limburg zugeschlagen, zu dessen Kreisstadt Limburg erhoben wurde.

Während des Zweiten Weltkrieges, von 1943 bis 1945, standen der Unterlahnkreis und der Kreis Limburg eine Zeitlang unter gemeinsamer Verwaltung, welche in Limburg ihren Sitz hatte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel der Unterlahnkreis an das neu gegründete Bundesland Rheinland-Pfalz und wurde zusammen mit den drei übrigen ehemals nassauischen Landkreisen Loreleykreis, Unterwesterwaldkreis und Oberwesterwaldkreis dem Regierungsbezirk Montabaur zugeschlagen, der wiederum im Jahre 1968 mit dem Regierungsbezirk Koblenz zusammengelegt wurde.

Als im Jahre 1969 die Gebietsreform ihren Anfang nahm, wurde der Unterlahnkreis mit dem Loreleykreis zum Rhein-Lahn-Kreis vereinigt, zu dessen neuer Kreisstadt auf Grund der zentraleren Lage die Kurstadt Bad Ems (vormals dem Unterlahnkreis zugehörig) bestimmt wurde. Bis dahin führte der Unterlahnkreis die Autonummer DIZ für Diez.

Der Unterlahnkreis grenzte im Norden an den Unterwesterwaldkreis und den Oberwesterwaldkreis, im Osten an den Kreis Limburg, im Süden an den Untertaunuskreis sowie im Westen an den Loreleykreis.