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Plattenlabel

Unter dem Begriff Plattenlabel oder kurz Label ['lɛibəl] versteht man eine Plattenfirma beziehungsweise die Unterabteilung einer Plattenfirma, die ihre Musiker unter einem bestimmten Markennamen vertreibt.

Begriffsgeschichte

Die auch im Deutschen übliche Bezeichnung „Label“ leitet sich ursprünglich von den Etiketten (englisch: „label“) ab, die in der Mitte der Schallplatten aufgeklebt sind und üblicherweise das Logo der Firma sowie in der Regel die Musiktitel beinhalten. Auch heute noch sagt man zu diesen Etiketten – die es bei Compact Discs in dieser Form jedoch nicht mehr gibt – „Label“. Die Bezeichnung im Sinne von Marke stellt eine Verallgemeinerung von dem Etikett zur Marke dar, die dieses Etikett benutzt. Eine ähnliche Beziehung findet sich bei Mode-Labels.

Major-Labels und Independent-Labels

Die vier weltweit größten Plattenfirmen Universal, EMI, Sony BMG und Warner, die zusammen rund 75% Marktanteil besitzen, nennt man Major-Labels oder auch „Big Four“.

Ein Plattenlabel, das innerhalb einer größeren Plattenfirma erscheint, bezeichnet man als Sublabel oder Unterlabel, in selteneren Fällen auch als Division (engl. für Abteilung) bzw. Subsidiary (engl. für Zweigbetrieb). Die Sublabels einer Plattenfirma sind normalerweise auf eine bestimmte Musikrichtung spezialisiert: Klassische Musik, Jazz, Volkstümliche Musik, Pop, Rap, Rock etc.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche kleinere Indie-Labels (kurz für: Independent-Labels, von engl. independent: „unabhängig“), die nur wenige Künstler unter Vertrag haben und oft auf eine Stilrichtung spezialisiert sind. Zu den Indie-Labels zählen auch die Netlabel, die ihre Musik über das Internet verbreiten. Wichtige Indie-Labels sind unter anderem Chandos Records (weltgrößtes unabhängiges Klassik-Label) und Epitaph Records (weltgrößtes Independent-Label).

Siehe auch