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Turkmenen

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Die Turkmenen oder Türkmenen (Eigenbezeichnung: Türkmen, Pl. Türkmenler) sind eines der ältesten Turkvölker, das rund 4,1 Millionen Menschen umfasst und vor allem in Turkmenistan (dort rund 85% der Bevölkerung), Türkei, Aserbaidschan, Irak, Syrien, Iran, Afghanistan (Provinzen Faryab, Jowzjan und Baghlan) und Russland ansässig ist.

Ferner ist der Name Türkmen seit mittelalterlichen bis zu modernen Zeiten eine Sammelbezeichnung für verschiedene türkische Stämme im Iran (hauptsächlich die Provinzen Golestan und Chorassan), in der Türkei, in Syrien, im Irak, in Jordanien, im Mittleren Osten und in Zentralasien. Die Turkmenen sind Nachfahren der Oghusen.

Die Turkmenen zerfallen bis in die hiesige Zeit in Stämme und Klans. In der Steppe leben sie meist nomadisch und sind sunnitische Muslime. Unter den Turkmenen gibt es auch die Akkoyunlu, die ihrerseits Aleviten sind.

Die regional sehr unterschiedliche Sprache der Turkmenen ist Turkmenisch. Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat die Turkmenen in die Liste der bedrohten Völker aufgenommen.

Namensherkunft

Es gibt viele Theorien für den Ursprung des Namens:

Geschichte der Turkmenen

Die Turkmenen als solches sind eine bedeutende Gruppe der Turkstämme, die sich im 5. Jahrhundert aus dem Altaigebirge in den Süden ausgebreitet hatten. Die Turkmenen bilden die engeren Verwandten der Türkeitürken und der Aserbaidschaner.

Stammesmäßig gehören die heutigen Turkmenen zu den oghusischen Völkern. In dieser Gruppe bilden sie die sogenannten Ost-Oghusen und stehen damit im Gegensatz zu ihren engeren Verwandten, die zur sogenannten Gruppe der West-Oghusen gerechnet werden.

Mit den Oghusen teilten sie eine lange gemeinsame Geschichte, und die Herausbildung eines eigenständigen „turkmenischen Volkstums“ begann schließlich im 10. Jahrhundert, als die Seldschuken den Islam annahmen und die eigentlichen Turkmenen weiterhin dem Schamanismus anhänglich blieben.

Das Siedlungsgebiet der Turkmenen gehörte zu verschiedenen turkstämmigen Nomadenreichen. Später geriet es unter dem Einfluss der Perser, deren Herrschaft allerdings formal blieb. Die wahren Machtfaktoren spielten weiterhin die einheimischen Stammesfürsten, die Khane.

Seit 1884 war das ganze Land der Turkmenen russisch, später gehörte es zur Sowjetunion. Seit deren Ende ist Turkmenistan ein selbstständiger Staat.

Literatur