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Rhein-Zeitung

Rhein-Zeitung
Beschreibung Abonnement-Tageszeitung
Verlag Mittelrhein-Verlag GmbH
Erstausgabe 20. April 1946
Erscheinungsweise Montags bis Samstags
(Verkaufte) Auflage
(IVW Q4/2007)
216.149 Exemplare
Chefredakteur Joachim Türk und Christian Lindner
Herausgeber Walterpeter Twer
Weblink rhein-zeitung.de

Die Rhein-Zeitung (RZ) ist eine Regionalzeitung im nördlichen Rheinland-Pfalz im Bereich des ehemaligen Regierungsbezirkes Koblenz und der Stadt Mainz. Sie wird herausgegeben von der Mittelrhein-Verlag GmbH mit Sitz in Koblenz. Die Rhein-Zeitung ist überparteilich, politisch unabhängig aber konservativ orientiert.

Sie erscheint derzeit mit einer verkauften Auflage von knapp 212.932 Exemplaren (Mo.-Fr.) und 231.497 Exemplaren (Sa.) in 19 Lokalausgaben mit acht verschiedenen Titeln: Rhein-Zeitung, Rhein-Lahn-Zeitung, Rhein-Hunsrück-Zeitung, Westerwälder Zeitung, Nahe-Zeitung, Oeffentlicher Anzeiger, Kirner Zeitung und Mainzer Rhein-Zeitung.

Geschichte

Im März 1946 übertrug die Militärregierung der französischen Besatzungszone dem Bauingenieur Peter Josef Stein aus Mayen die Lizenz zur Herausgabe der Rhein-Zeitung. Stein und Wilhelm Nowack gründeten die Rhein-Mosel-Verlag GmbH als wirtschaftliche Basis für das neugeplante Zeitungsobjekt. Die erste Ausgabe der Rhein-Zeitung erschien am 20. April 1946 in einer Auflage von 52.000 Exemplaren.Im Dezember 1947 gibt Dr. Wilhelm Nowack seinen Gesellschafteranteil am Rhein-Mosel-Verlag an den 43-jährigen Verlagskaufmann Walter Twer aus Nassau ab, der daraufhin zum Geschäftsführer bestellt wird.

1970 gab sich die Rhein-Zeitung ein Redaktionsstatut, in dem sich die Redakteure zur Unabhängigkeit von Staat und Parteien verpflichten und jegliche Einflussnahme abwehren. Am 14. Oktober 1987 erschien die erste Ausgabe der Mainzer Rhein-Zeitung.

Ende 1995 bot die RZ als erste deutsche Tageszeitung einen Onlinedienst mit eigener Redaktion an. Seit 1996 werden alle Artikel aus RZ und RZ-Online in einem Internet-Volltext-Archiv abgelegt. 2001 entwickelte RZ-Online mit E-Paper die weltweit erste 1:1-Darstellung einer Zeitung auf HTML-Basis. Seit 2004 ist ein eigens entwickelter Wikipedia-Mirror in RZ-Online und E-Paper integriert. Per Doppelklick auf ein Wort im Text wird die Enzyklopädie durchsucht.

In den einzelnen Firmen der Rhein-Zeitung arbeiten heute mehr als 950 Menschen. 3.500 Zusteller bringen die Zeitung zu den rund 212.000 Abonnenten. Für die Belieferung der rund 2.900 Verkaufsstellen sorgt das Presse-Grosso. Rund 230.000 Zeitungsexemplare laufen jeden Tag über die vier hochmodernen Offset- Rotationsmaschinen. Damit erreicht die Rhein-Zeitung fast 700.000 Leser. Daneben produziert das Druckhaus Koblenz auf modernsten Maschinen auch zahlreiche Anzeigenblätter und Fremdaufträge.

In weiten Teilen ihres Verbreitungsgebietes besitzt die Rhein-Zeitung eine Quasi-Monopolstellung als regionale Tageszeitung. Allerdings hat der Verlag gerade in den Randgebieten mit zunehmender Konkurrenz und sinkenden Abo-Zahlen zu kämpfen.

Als einer der ersten Regionalzeitungsverlage hatte der Verlag seine Lokalredaktionen, also sein Kerngeschäft, aus tariflichen Gründen ausgegliedert. In den Tochtergesellschaften werden deutlich unter Tarif liegende Gehälter gezahlt. Zahlreiche Verlage sind dem Koblenzer Modell mittlerweile gefolgt. Auch das Kernunternehmen, der Mittelrhein-Verlag, ist mittlerweile nicht mehr Mitglied des Verbandes Deutscher Zeitungsverleger und unterliegt daher nicht der Tarifbindung.

Verlagsadresse

Mittelrhein-Verlag GmbH, August-Horch-Str. 28, 56070 Koblenz, Tel. 0261-89200