Hadern
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Hadern

Dieser Artikel beschreibt den Stadtteil von München; zu anderen Bedeutungen dieses Begriffes siehe Hader.

Hadern bildet den Stadtbezirk 20 von München.

Lage

Hadern ist der südwestlichste Bezirk Münchens. Seine Grenzen sind die Autobahn München–Garmisch im Süden, die Fürstenrieder Straße im Osten, die Senftenauerstraße im Norden sowie die Stadtgrenze im Westen. Der größte Friedhof der Stadt, der rund 170 Hektar umfassende Waldfriedhof, nimmt knapp ein Fünftel der gut 922 Hektar messenden Bezirksfläche ein.

Geschichte und Beschreibung

Hadern war ursprünglich ein Bauerndorf und wurde erstmals im 11. Jahrhundert unter dem Namen Haderun erwähnt. Großhadern gehörte zum Kloster Benediktbeuern, Kleinhadern zum Kloster Schäftlarn. Großhadern wurde 1938 zu München eingemeindet, und ist damit der jüngste Stadtteil. Die Strukturen der ehemaligen bäuerlichen Siedlung sind in Großhadern um den alten Dorfkern noch deutlich auszumachen. In weiten Teilen Haderns bestimmt lockere Einfamilienhausbebauung das städtebauliche Bild. Auf den früher landwirtschaftlich genutzten Flächen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 80er Jahre Großwohnanlagen wie die Blumenau oder die Komplexe an der Senftenauerstraße und in Neuhadern mit einem hohen Anteil an Sozialwohnungen hochgezogen.

Gegenwärtig entstehen südlich des Klinikums Großhadern neue Wohnbauten. Seit der Verlängerung der U-Bahnlinie 6 zum Klinikum (1993) ist der Bezirk mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen.

Das Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München ist der größte Krankenhauskomplex Münchens. 1994 wurde das Genzentrum der LMU in Betrieb genommen, 1999 wurde die gesamte chemisch-pharmazeutische Fakultät nach Hadern umgesiedelt. 2004 wurde mit der Aufnahme des Vorlesungs- und Forschungsbetriebs im Department Biologie II des Biozentrums der HighTech CampusLMU in Großhadern/Martinsried weiter ausgebaut. Hier sollen mittel- und langfristig zusätzlich die gesamte biologische Fakultät und weitere naturwissenschaftliche Fakultäten und Institute zusammengeführt werden.

Mit dem Kinderzentrum des Bezirks Oberbayern und angeschlossener Montessorischule sowie dem Altenwohnstift Augustinum und zugehöriger Stiftsklinik sind weitere soziale Einrichtungen im Stadtteil beheimatet, die zusammen mit dem Klinikum einen Großteil der Arbeitsplätze im Viertel zur Verfügung stellen.

Die soziale Zusammensetzung der Bevölkerung ist geprägt von jüngeren, meist qualifizierten Erwerbstätigen sowie älteren Menschen vor allem in den älteren Sozialbauten und Einfamilienhausquartieren. Der Ausländeranteil in Hadern liegt unter dem Durchschnitt der Stadt.

Statistik

(Stand jeweils am 31. Dezember, Einwohner mit Hauptwohnsitz)

Jahr Einw. davon Ausländer Fläche ha EW/ha Quelle mit weiteren Daten
2000 41.689 7.526 (18,1 %) 921,59 45 Statistisches Taschenbuch München 2001. pdf-Download
2001 41.858 7.614 (18,2 %) 921,59 45 Statistisches Taschenbuch München 2002. pdf-Download
2002 42.563 8.051 (18,9 %) 921,59 46 Statistisches Taschenbuch München 2003. pdf-Download
2003 42.823 8.364 (19,5 %) 922,55 46 Statistisches Taschenbuch München 2004. pdf-Download
2004 43.396 8.683 (20,0 %) 922,55 47 Statistisches Taschenbuch München 2005. pdf-Download
2005 43.981 9.024 (20,5 %) 922,37 48 Statistisches Taschenbuch München 2006. pdf-Download

Koordinaten: 48° 6' 38" N, 11° 27' 55" O