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Billy Strayhorn

William „Billy“ Strayhorn (* 29. November 1915 in Dayton, Ohio; † 31. Mai 1967 in New York) war ein US-amerikanischer Jazzmusiker.

Billy Strayhorn war von 1938 bis zu seinem Tode Mitglied, Arrangeur und Komponist im Duke Ellington Orchester. Strayhorn hatte eine klassische Ausbildung und spielte Klavier. Er bereicherte den Jazz um Instrumentalarrangements wie sie in ihrer Raffinesse bis dahin im Jazz nur selten zu finden waren. Damit gilt er als einer der bedeutendsten Arrangeure des Jazz überhaupt.

Ellington und Strayhorn verband eine lebenslange, innige Freundschaft. Gelegentlich übernahm Strayhorn bei Schallplattenaufnahmen sogar Ellingtons Part des Pianisten. Berühmt sind auch die Duette Strayhorns und Ellingtons am Piano.

Strayhorn war maßgeblich für den Sound des Ellington-Orchesters prägend. So stammt die Komposition, Text und Arrangement des bekanntesten Stücks und der Erkennungsmelodie des Orchesters Take the A-Train nicht – wie oft fälschlicherweise angenommen – von Ellington, sondern von Strayhorn. Weitere bekannte Kompositionen Strayhorns sind Chelsea Bridge und Lush Life. Er veröffentlichte außerdem mehrere Schallplatten unter eigenem Namen. Unmittelbar nach seinem Tod nahm das Duke Ellington Orchestra das Tributalbum ...And His Mother Called Him Bill auf. Es enthält Strayhorns letzte Komposition "Blood Count" in der bewegenden Interpretation durch Johnny Hodges.

Nur wenig bekannt ist, dass Billy Strayhorn offen homosexuell war, und er – in einer diesbezüglich intoleranten Zeit und Umgebung – es aber bevorzugte – oder sich gezwungen sah – nicht persönlich ins Rampenlicht zu treten, sondern meist im Schatten Duke Ellingtons zu bleiben.

Literatur

Personendaten
Strayhorn, Billy
Strayhorn, William
US-amerikanischer Jazzmusiker
29. November 1915
Dayton, Ohio
31. Mai 1967
New York