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Opel Ascona A

Opel
Ascona A
Hersteller: Adam Opel AG
Produktionszeitraum: 1970–1975
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, zwei- und viertürig
Kombi, dreitürig
Motoren: Ottomotoren:
1,2–1,9 Liter
(44–66 kW)
Länge: 4124-4180 mm
Breite: 1630 mm
Höhe: 1385-1400 mm
Radstand: 2430 mm
Leergewicht: 870-1025 kg
Vorgängermodell: Opel Olympia A
Nachfolgemodell: Opel Ascona B

Der Opel Ascona A ist eine von 1970 bis 1975 gebaute Mittelklasse-Limousine des deutschen Automobilherstellers Opel. Er war im Opel-Programm zwischen „Kadett" und „Rekord" positioniert und ersetzte den von 1967 bis 1970 gebauten Opel Olympia A. Der Wagen hat eine eigenständige Karosserie und ist mit Kadett- bzw. Rekord-Motoren bestückt. Für das geradlinige, schnörkellose Design war der damalige GM-Chefdesigner Charles "Chuck" Jordan verantwortlich.
Der etwas früher vorgestellte Opel Manta A ist die Coupé-Version des Ascona.

Inhaltsverzeichnis

Modellgeschichte

Der Ascona wurde im November 1970 zwei Monate nach dem „Manta" präsentiert. Es gab ihn von Anfang an als 2- und 4-türige Limousine, entweder in der Standard- oder der Luxusversion sowie als 3-türigen Kombi. Dessen luxuriöse Variante „Voyage" hatte an der Fahrzeugflanke ein aufgeklebtes Holzdekor. Das Standardmodell des Kombi hieß CarAVan.

Bei den Motoren verwendete Opel bewährte Reihenvierzylinder:
Das 1,2-Liter-Triebwerk basierte auf dem OHV-Motor des Kadett B und die größeren Aggregate auf dem CIH-Motor des Rekord C.
Zur Einführung standen folgende Typen zur Wahl:

Den Ascona A gab es ab März 1971 auch in einer sportlichen SR-Version mit 1,6-Liter-S-Motor (80 PS) und mit dem 1,9-Liter-S-Aggregat (90 PS). Diese Ausstattung verfügte über eine straffere Fahrwerksabstimmung, ein Sportlenkrad, einen Drehzahlmesser, Holzfurnier auf der Instrumentenabdeckung, eine Zusatzinstrumentenkonsole mit Zeituhr, Ampèremeter und Öldruckanzeige, doppelte Seitenstreifen an den Karosserieflanken, ein verchromtes Auspuffendrohr und Stahl-Sportfelgen ohne Radkappen.

Die ersten Modelle hatten einen Aluminium-Kühlergrill, die quadratischen Scheinwerferzierblenden bestanden aus blank poliertem Aluminium, in der Motorhaube war nur eine Waschdüse integriert und das Armaturenbrett hatte zwei Luftdüsen. Seit August 1971 wurden die Scheinwerferzierblenden schwarz. Ab August 1973 kam als Facelift ein schwarzer Kunststoffgrill mit großem Opel-Emblem, auf Wunsch war eine Scheinwerfer-Wisch/Wasch-Anlage lieferbar. Serienmäßig gab es nun eckige Außenspiegel für alle Modelle, 3-Punkt-Sicherheitsgurte vorne, den Scheibenwischerschalter am Blinkerhebel, eine neue Mittelkonsole und zwei zusätzliche Frischluftdüsen, zwei Scheibenwaschdüsen auf der Motorhaube sowie eine Instrumentenverkleidung in Holzdekor.

1975 erforderten neue Abgasbestimmungen bleiärmeren Kraftstoff. Als erster deutscher Hersteller passte Opel seine Motoren der neuen Richtlinie an. Die Leistungsdaten der Triebwerke reduzierten sich beim 1,6-Liter-N von bisher 68 PS in 60 PS, beim 1,6-Liter-S von bisher 80 auf 75 PS, und der 1,9-Liter-Motor besaß statt 90 PS nun 88 PS. Das 1,2-Liter-Triebwerk behielt seine bisherige Leistung bei.

Sondermodelle

Von Oktober 1970 bis Herbst 1975 wurde der Ascona unter der Bezeichnung Opel 1900 auch in den USA verkauft. Im Angebot standen zwei- und viertürige Limousine (letztere nur bis Herbst 1973) und der dreitürige Kombi, jeweils angetrieben vom 1,9-Liter-Vierzylinder, der hier bei einer Verdichtung von 7,6:1 76 DIN-PS (56 kW) leistete. Insgesamt wurden von der 1900-Serie (inklusive Manta A) in den USA rund 170.000 Stück abgesetzt.

Vom Ascona A wurden zwischen November 1970 und Juli 1975 insgesamt annähernd 700.000 Exemplare gebaut. Nachfolger wurde der millionenfach produzierte, sehr erfolgreiche Opel Ascona B.

Technische Daten

Technische Daten Opel Ascona A 1970–1975
Opel Ascona: 12 S (1972–75) 16 16 S 19 S (1971–75)
Motor:  4-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)
Hubraum:  1196 cm³ 1584 cm³ 1897 cm³
Bohrung x Hub:  79 x 61 mm 85 x 69,8 mm 93 x 69,8 mm
Leistung bei 1/min:  44 kW
(60 PS)
bei 5400
44–50 kW (60–68 PS)
bei 5000–5200
55–59 kW
(75–80 PS)
bei 5000–5200
65–66 kW (88–90 PS)
bei 4800–5100
Max. Drehmoment bei 1/min:  88 Nm bei 3000 102–108 Nm bei 3200–3400 114–118 Nm bei 3800 142–145 Nm bei 2800–3600
Verdichtung:  9,2, später 9,0 : 1 8,2, später 8,0 : 1 9,5, später 8,8 : 1 9,0, später 8,8 : 1
Gemischaufbereitung:  1 Fallstromvergaser 1 Register-Fallstromvergaser
Ventilsteuerung:  Hängende Ventile, Stoßstangen und Kipphebel (seitliche Nockenwelle, Rollenkette) Hängende Ventile, Stößel und Kipphebel (obenliegende Nockenwelle, Duplexkette)
Kühlung:  Wasserkühlung
Getriebe:  4-Gang-Getriebe, Knüppelschaltung
(a. W. für 16 S und 19 S Dreigangautomatik (Opel)
Radaufhängung vorn:  Doppelquerlenkerachse, Schraubenfedern
Radaufhängung hinten:  Starrachse mit Längslenkern und Panhardstab, Schraubenfedern
Lenkung:  Zahnstangenlenkung
Bremsen:  Hydraulische Zweikreis-Bremsanlage mit Bremskraftverstärker, Scheibenbremsen vorn, Trommelbremsen hinten
Karosserie:  Stahlblech, selbsttragend
Spurweite vorn/hinten:  1329/1320 mm
Radstand:  2430 mm
Länge:  4124 mm (Caravan: 4180 mm)
Leergewicht:  870–1025 kg
Höchstgeschwindigkeit:  137 km/h 140–145 km/h 148–155 km/h 155–160 km/h
0-100 km/h:  19 s 18–21 s 14,5–19,5 s 13–14,5 s
Verbrauch (Liter/100 Kilometer):  10,0 S 12,0 N 12,0–13,0 S 12,5–13,5 S

Karosserievarianten


Quellen

Oswald, Werner: Deutsche Autos 1945-1990, Motorbuch Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-02116-1, S. 244-251.