Autopsieprinzip
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Autopsieprinzip

Das Autopsieprinzip oder Autopsieverfahren (kurz Autopsie) im Bibliothekswesen und der Dokumentation ist die Forderung, die einzelnen Dokumente wie Bücher, Aufsätze und Artikel anhand vorliegender Originale zu erfassen und nicht aus Vorlagen zweiter Hand. Dies verringert die Anzahl fehlerhafter Übernahmen. Eine Autopsie ist in mehreren bibliothekarischen Regelwerken vorgeschrieben. Die Deutsche Nationalbibliothek verwendet das Prinzip.[1]

Das Autopsieprinzip lässt sich auch auf andere Bereiche übertragen. Dabei dürfen nur Aussagen getroffen werden, die selbst überprüft oder erfahren wurden. Werden unrichtige Angaben von Anderen übernommen, kann es zu einer Art Matthäuseffekt kommen. Häufig anzutreffende Angaben werden dabei häufiger ohne eigene Überprüfung übernommen. Dieser sich selbst verstärkende Effekt führt zu häufig zu Fehlaussagen, wie beispielsweise der nicht belegbaren Zuschreibung von Zitaten zu berühmten Persönlichkeiten.

Siehe auch: Verifizierung

Einzelnachweise

  1. FAQ d-nb.de

Quellen