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Cloppenburg

Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Cloppenburg in Niedersachsen. Für weitere Bedeutungen siehe Cloppenburg (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 52° 51′ N, 8° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cloppenburg
Höhe: 39 m ü. NN
Fläche: 70,62 km²
Einwohner: 31.757 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 450 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49661 (alt: 4590)
Vorwahl: 04471
Kfz-Kennzeichen: CLP
Gemeindeschlüssel: 03 4 53 004
Adresse der Stadtverwaltung: Sevelter Straße 8
49661 Cloppenburg
Webpräsenz:
www.cloppenburg.de
Bürgermeister: Wolfgang Wiese (CDU)

Cloppenburg ist die Kreisstadt und größte Stadt des gleichnamigen Landkreises Cloppenburg im Land Niedersachsen.

Die Herkunft des Namens ist nicht ganz geklärt, er hat aber zwei mögliche Entstehungsursachen (nach Jürgen Udolph, Jahrbuch Oldenburger Münsterland 2002):

  1. Der Name gehört zum mdl. kloppen, was als klopfen, schlagen, prügeln in Bezug zur Entstehung der mittelalterlichen Trutzburg zu setzen ist.
  2. Englische Ortsnamen wie Clopton, Clapton oder Clophill sind zu beachten, die zum niederdeutschen Wort clop = Berg, Hügel in Beziehung stehen. Diesbezüglich sind Straßennamen recht interessant. In der Nähe der St.-Andreas-Kirche befindet sich eine Bergstraße. Dieser Bereich gehört aber zum Bereich Krapendorf, der geschichtlich und geografisch vom Bereich Cloppenburg zu trennen ist.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Ortsteile

Cloppenburg liegt im Oldenburger Münsterland zwischen Osnabrück und Oldenburg. Außerhalb des Stadtkerns gehören elf Ortsteile zum Stadtgebiet: Ambühren, Bethen, Bühren, Emstekerfeld, Galgenmoor, Kellerhöhe, Staatsforsten, Stapelfeld, Sternbusch, Schmertheim und Vahren.

Kellerhöhe

Kellerhöhe ist eine Anfang des 20. Jahrhunderts gegründete „Kolonie“ am Rande der Stadt Cloppenburg, in der das Land für den Ackerbau und die Viehzucht urbar gemacht wurde. Am Schnittpunkt der drei Kolonate Hoheging, Kellerhöhe und Bürgermoor, die zu drei verschiedenen politischen Gemeinden gehören, liegt die 1923 erbaute Kirche der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien Hoheging-Kellerhöhe-Bürgermoor.

Naturräumliche Gliederung

Die Stadt Cloppenburg befindet sich in der naturräumlichen Haupteinheit „Cloppenburger Geest“ bzw. in der Untereinheit „Cloppenburger Lehm-Geest“. Diese ist auch das Haupteinzugsgebiet der Soeste bis Cloppenburg. Diese naturräumliche Einheit ist als ein schwachwelliges Grundmoränengebiet gekennzeichnet, dessen vorwiegend lehmige Böden (gleyartige Braunerden) meist von einer dünnen Flott- oder Flugsanddecke überlagert sind und durch Stau von Oberflächenwasser in schwerdurchlässigem Untergrund (Geschiebelehm) frisch bis feucht, in Mulden gelegentlich nass sind [1] [2]

Westlich von Cloppenburg, zwischen den Ortschaften Bühren und Schmertheim, grenzt die Untereinheit der „Cloppenburger Sand-Geest“ an. Die Grenze zur Cloppenburger Lehm-Geest ist nicht eindeutig linienhaft zu ziehen.

Die Cloppenburger Sand-Geest stellt nach Meisel, S. ein ...
„[...] vorwiegend sandiges, schwachwelliges Grundmoränengebiet [dar], das stellenweise größere Dünenfelder trägt und nur von einzelnen schmalen flachmoorgefüllten Niederungen gegliedert wird. [...] Ein großer Teil der Böden die früher Stileichen-Birkenwälder trugen, war lange Zeit verheidet [...] Grünland kommt nur in den schmalen Niederungen vor, die früher Erlenbruchwälder trugen.“ [3].

Siehe auch

Geschichte

Cloppenburg erwuchs aus ursprünglich zwei nach Alter und Entstehungsgeschichte unterschiedlichen Siedlungskernen. Über die ältere, auf dem Geestrand gewachsene Siedlung Krapendorf gibt es erste schriftliche Aufzeichnungen aus dem Jahre 819. Der Name Cloppenburg hingegen wird erstmalig 1297 erwähnt. Damals errichteten die Grafen von Tecklenburg in unmittelbarer Nähe der Siedlung Krapendorf an der Soeste-Niederung die Befestigungsanlage Cloppenburg, um in diesem Gebiet endgültig die Landeshoheit zu sichern. Nach über 100 Jahren tecklenburgischer Herrschaft ging dieses Gebiet infolge häufiger Fehden der Tecklenburger Grafen mit den Bischöfen von Münster und Osnabrück in münsterschen Besitz über. Im Friedensvertrag von 1400 zwischen Münster und Tecklenburg wurden die Gebiete um Cloppenburg und Friesoythe als Amt Cloppenburg dem Fürstbistum Münster angegliedert. Trotz der geografischen Lage zwischen Hamburg und Osnabrück gehört es immer noch zum Bistum Münster. Im Jahre 1435 verlieh der Bischof von Münster der Siedlung Cloppenburg das Stadtrecht mit eigener Gerichtshoheit.

Nach dem Reichsdeputationshauptschluss wurde Cloppenburg Teil des Herzogtums Oldenburg. Von 1811 bis 1814 war es unter Napoleon Sitz eines Kantons des Arrondissements Quakenbrück des Département de l'Ems-Supérieur. Etwa 1600 Einwohner zählte Cloppenburg, als im Jahre 1855 das Kirchspiel Krapendorf und die Burg-Stadt Cloppenburg zu einer Stadtgemeinde vereinigt wurden. Seitdem wuchs Cloppenburg zu einer Mittelstadt mit inzwischen über 30.000 Einwohnern an.

Der Raum Cloppenburg ist durch eine überdurchschnittliche Geburtenrate in Deutschland bekannt. Mit durchschnittlich 1,9 Kindern pro Frau belegt der Landkreis Cloppenburg bundesweit den Spitzenplatz. Als Grund dafür werden die klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau in der konservativen Region sowie die vergleichsweise hohe Zahl russlanddeutscher Aussiedler in der Gegend, die eine tendenziell höhere Geburtenrate aufweisen, genannt. Die Einwohnerzahl der Stadt nahm von 1987, als 22.266 Einwohner mit Hauptwohnsitz gezählt wurden, bis 2006 um über 40 % auf 31.757 zu.

Siehe auch: Oldenburger Münsterland

Zeittafel

819 Vor 819 Gründung der Pfarrei Krapendorf durch die Missionszelle Visbek.
855 Am 20. Oktober 855 kommt Krapendorf mit Visbek an das Kloster Corvey.
1100 Um 1100 geht der Kirchenzehnte von Croppendorf (Krapendorf) auf Osnabrück über. Erste urkundliche Erwähnung von Krapendorf.
1150 Um 1150 erscheint Kroppendorf (Krapendorf) im Verzeichnis der Corveyer Patronatskirchen.
1200 Um 1200 erscheint die curia Gropendorf (der Haupthof in Krapendorf) im Besitzverzeichnis des Klosters Corvey.
1297 Graf Otto III. von Tecklenburg hat auf einem Hof in Hemesburen (Hemmelsbühren) die Cloppenburg erbauen lassen. Erste urkundliche Erwähnung von Cloppenburg in der Urkunde über den Grundstückstausch vom 5. Januar 1297.
1393 Am 18. Juni 1393 schließen die Bischöfe von Münster und Osnabrück und die Städte Münster und Osnabrück ein Bündnis zur Belagerung der Cloppenburg, die noch im selben Jahr erobert wird.
1396 Am 28. Dezember 1396 tritt Bischof Dietrich von Osnabrück seinen Anteil an Cloppenburg an den Bischof von Münster, Otto IV. von Hoya, ab.
1400 Am 25. Oktober 1400 verzichtet Graf Nikolaus II. von Tecklenburg auf Herrschaft, Amt und Burg Cloppenburg, Bischof Otto von Münster lässt anschließend die Cloppenburg ausbauen und erweitern.
1411 Am 9. März 1411 erhält die Siedlung bei der Cloppenburg vom Bischof von Münster das Weichbildrecht (stadtähnliche Freiheiten und Privilegien) verliehen.
1435 Am 5. Januar 1435 verleiht Bischof Heinrich der Siedlung „vor dat Schlot tor Kloppenborgh“ ein Stadtwappen mit dem Bild des hl. Paulus und dieselben Stadtrechte, die Haselünne schon besaß. (weitere Bestätigung am 6. Januar 1467)
1435 Am 25. April 1435 wird die Kirche in Krapendorf von den Osnabrückern zerstört und hernach wieder aufgebaut.
1450 Vor 1450 ist die Befestigung der Stadt mit Wall und Graben vollendet.
1473 Im Jahre 1467 hat Cloppenburg etwa 250 Einwohner.
1537 Im Jahre 1537 wird Wilke Steding, der Eroberer von Münster während der Belagerung der Wiedertäufer, Drost von Cloppenburg.
1543 Am 6. Juli 1543 führt Bischof Franz von Münster und Osnabrück das evangelische Bekenntnis ein.
1600 Um 1600 Stadtschule mit lateinischem und deutschem Unterricht.
1609 Im Jahre 1609 hat Cloppenburg etwa 380 Einwohner.
1613 Am 1. November 1613 Wiedereinführung des katholischen Bekenntnisses.
1622 Im November 1622 fällt der Graf von Mansfeld in das Niederstift Münster ein und besetzt Cloppenburg. Im weiteren Verlauf des Krieges kaiserliche, dänische und schwedische Truppen in Cloppenburg.
1623 Am 14. August 1623 schlägt Tilly sein Lager in Bethen bei Cloppenburg auf.
1638 Im Jahre 1638 durch Brand 61 Häuser zerstört.
1650 Am 6. März 1650 Abzug der letzten schwedischen Truppen.
1662 Cloppenburg hat etwa 215 Einwohner.
1667 Durch Vertrag vom 19. September 1667 erwirbt der Fürstbischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen, die geistlichen Hoheitsrechte über das Niederstift, die bisher noch Osnabrück hatte.
1668 Am 10. August 1668 Einweihung der neuen Stadtkapelle und des Rathauses durch den Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen, der auch den Hochaltar für die Kapelle gestiftet hat (Stadtkapelle und Rathaus bis 1892 in der Osterstraße vor der Drogerie König).
1668 Am 20. August verleiht der Fürstbischof der Stadt zwei Jahrmärkte „zur Beförderung der gemeinnützlichen Commerzien“.
1669 Einweihung der Gnadenkapelle in Bethen durch Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen.
1716 Am 24. August großer Brand in Cloppenburg, Zerstörung der Burggebäude, des Richthauses (Richterhauses, jetzt Heukamp) und des Krapendorfer Tores.
1728 Neubau der Andreaskirche vollendet.
1762 Cloppenburg hat 408 Einwohner.
/1769 Die Andreaskirche erhält drei neue Altäre, die der Bildhauer Johann Heinrich König aus Münster (Westfalen) um 1769 angefertigt hatte, sowie eine neue Kanzel (1963 restauriert).
1789 Der neue Turm der Andreaskirche ist vollendet (nur der untere Teil alt).
1803 Nach Auflösung der geistlichen Fürstentümer (Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803) wird Cloppenburg am 30. Juni dem Herzogtum Oldenburg als Ausgleich für die Aufgabe des Weserzolls bei Elsfleth zugesprochen.
1805 Sprengung des Burgturmes und Bau des Amtshauses, zum Teil auf den alten Fundamenten der Burggebäude.
1808 Cloppenburg hat 598 Einwohner.
1810 Eingliederung des Oldenburger Münsterlandes als Teil des Herzogtums Oldenburg in das „gemeinschaftliche Vaterland der großen Nation Frankreich“.
1816 Cloppenburg hat zusammen mit Krapendorf 1461 Einwohner.
1855 Am 1. Juli Vereinigung von Cloppenburg und Krapendorf zu einer Gemeinde.
1857 13. August Einweihung der evangelischen Kirche.
1863 3. Dezember Einweihung des Krankenhauses.
1864 Gründung der Ackerbauschule und der Höheren Bürgerschule.
1881 Im September erscheint das Wochenblatt für Stadt und Amt Cloppenburg. Die seit 1878 bestehenden Cloppenburger Nachrichten wurden 1882 vom Wochenblatt übernommen, das sich 1906 in Münsterländische Tageszeitung umbenannte und auch heute noch unter diesem Namen besteht.
1891 26. November Einweihung der St. Josephs-Kirche.
1892 Im Mai Abbruch der alten Stadtkapelle und des Rathauses.
1893 8. Juli Einweihung des neuen Rathauses in der Langen Straße.
1909 Bau des Amtsgerichtes auf dem früheren Burggelände.
1914 Gründung des Real-Progymnasiums.
1917 27. August Einweihung des Real-Progymnasiums (jetzt Clemens-August-Gymnasium Cloppenburg).
1918 Bildung eines Arbeiterrats in Cloppenburg.
1922 Dr. Heinrich Ottenjann beginnt mit dem Aufbau eines heimatkundlichen Museums.
1927 Bau der Wallfahrtskirche in Bethen, Bau der Krieger-Gedächtniskirche in Bethen.
1929 „Bauernaufstand“ in Sevelten („Eberborg-Geschichte“).
1929 27. August Richtfest der Münsterlandhalle. Wesentliche Erweiterung am 22. Juni 1959 eingeweiht.
1934 Erster Spatenstich zum Museumsdorf Cloppenburg. Erweiterung des am 5. März 1922 gegründeten Heimatmuseums für das Oldenburger Münsterland zum Freilichtmuseum.
1936 Großkundgebung in der Münsterlandhalle zum „Kreuzkampf“ im Oldenburger Münsterland. Protestaktionen der Bevölkerung führten zur Rücknahme des Kreuzerlasses.
1937 10. Juli Richtfest für das neue Rathaus.
1938 Brand der Cloppenburger Synagoge.
1945 10. April Luftangriff mit schweren Zerstörungen (150 Häuser).
1945 13. April Besetzung durch englische und kanadische Truppen. Zerstörung des Quatmannshofes im Museumsdorf.
1956 Fertigstellung des Neubaues für die Berufsbildende Schule an der Museumsstraße.
1959 15. November Einweihung der St.-Augustinus-Kirche. Seit 1. Januar 1964 dritte Pfarrkirche von Cloppenburg.
1960 20. Juni Einweihung des Kreisamtes auf dem früheren Burggelände.
1960 Gründung des Bildungswerkes.
1962 15. Mai festliche Übergabe des wiedererstellten Quatmannshofes an die Öffentlichkeit durch Bundespräsident Dr. Heinrich Lübke.
1963 Bau des Spreda-Werkes in Emstekerfeld mit einem 80 m hohem Werksturm, der später als Pfanni-Turm zu einem Wahrzeichen der Stadt wurde.
1964 Am 1. Januar hat Cloppenburg 16.281 Einwohner, davon 12.752 katholisch und 2.898 evangelisch. Anzahl der Wohnhäuser 2.467.
1967 Einweihung der Kirche St. Bernhard im Emstekerfeld.
1968 Bau der neuen St.-Josefs-Kirche.
1970 Einweihung des St.-Pius-Stiftes (Altenheim und Altenpflegeschule).
1973 Eröffnung des Hallenbades.
1973 Abriss der alten St.-Joseph-Kirche („Kleine Kirche“).
1974 Fertigstellung der Sonderschule und der Zweifachturnhalle im Schulzentrum am Cappelner Damm.
1974 Eröffnung des Freibades.
1975 Bau des zentralen Omnibusbahnhofs.
1976 Einweihung der Heimvolkshochschule Kardinal von Galen, heute Katholische Akademie Stapelfeld.
1977 Die Wallfahrtskirche in Bethen wird durch Papst Paul VI. zur Basilika minor erhoben.
1977 Cloppenburg hat 20.789 Einwohner.
1978 Eröffnung der Fußgängerzone Lange Straße und erstes City-Fest in Cloppenburg.
1978 Bildung des Regierungsbezirks Weser-Ems im Zuge der Gebietsreform.
1979 Einweihung des Eberborg-Brunnens.
1982 Stadt Cloppenburg – 22.088 Einwohner.
1983 In Anwesenheit des Landesrabbiners Henry G. Brandt wird die Gedenkstätte für die frühere jüdische Gemeinde in Cloppenburg der Öffentlichkeit übergeben.
1984 Erster Hobbymarkt in Cloppenburg.
1984 Freilegung und teilweise Wiederherstellung des Burgturmes im Stadtpark.
1997 Einweihung des Rathausneubaus
2000 Cloppenburg hat 30.353 Einwohner

Politik

Stadtrat

Bei den letzten Wahlen zum Stadtrat kam es zu folgenden Ergebnissen:

Partei 10. Sept. 2006
CDU 57,6 % 17.931 21 Sitze
SPD 18,5 % 5.746 7 Sitze
Grüne 8,9 % 2.768 3 Sitze
FDP 3,0 % 945 1 Sitz
UWG 12,0 % 3.739 4 Sitze
Wahlbeteiligung 45,2 %

Wappen

Das Wappen der Stadt Cloppenburg vereinigt in sich das Wappen des Bistums Münster: roter Balken auf goldenem Schild; das Bild des Schutzpatrons des Stiftes Münster: der Heilige Paulus mit Buch und Schwert; und ein Charakteristikum des Bischofs Heinrich von Moers, der als damaliger Landesherr Cloppenburg das Wappen verlieh: drei blaue baristelen.

Städtepartnerschaften

Seit 1989 besteht eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Bernay in der Normandie (ca. 12.000 Einwohner, rund 150 km westlich von Paris gelegen).

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft

Aus dem einst rein landwirtschaftlich orientierten weiten Umland der Kreisstadt ist mittlerweile ein leistungsstarker Wirtschaftsraum geworden. Die Arbeitslosigkeit liegt im deutschen und insbesondere im niedersächsischen Vergleich unter dem Durchschnitt.

Mit seiner mehr als 300-jährigen Tradition als Marktstadt entwickelte sich das zentral gelegene Cloppenburg zu einem der bedeutendsten Umschlagplätze für agrarwirtschaftliche Erzeugnisse. Neben der Nahrungsmittelbranche haben sich dank gezielter Wirtschaftsförderungsmaßnahmen etliche Großbetriebe und eine solide, konkurrenzfähige Klein- und Mittelindustrie etabliert.[4]

Siehe auch:

Verkehr

Die Bundesautobahn 1 führt östlich an Cloppenburg vorbei (Ausfahrt 63 „Cloppenburg“), die BAB 29 ist ebenfalls in etwa 15 Minuten Fahrzeit zu erreichen.

Die Bundesstraße 69 führt von der Autobahnausfahrt Cloppenburg nach Diepholz, die Bundesstraße 72 verbindet Cloppenburg mit der Nordseeküste (Norddeich) und die Bundesstraße 213 führt von Delmenhorst über Cloppenburg in die Niederlande. Cloppenburg ist dabei Kreuzungspunkt der B 72 und der B 213, die sich in der autobahnähnlich ausgebauten Umgehungsstraße miteinander vereinen.

Am westlichen Ausbauende der vierspurigen Umgehungsstraße Cloppenburgs im Zuge der Bundesstraßen B 213 und B 72 schließt sich die Bundesstraße 68 in Richtung Süden (Quakenbrück/Osnabrück) an.

Cloppenburgs Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Wilhelmshaven–Osnabrück der NordWestBahn, auf der stündlich Personenzüge in beide Richtungen fahren. Weitere Schienenverbindungen führen nach Friesoythe, Vechta und Lindern. Diese werden jedoch allenfalls noch von Museums- oder Güterzügen genutzt.

Medien

Bildung

Zahlreiche Bildungs- und Kultureinrichtungen bieten breit gefächerte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an:

Persönlichkeiten

Literatur

 Commons: Cloppenburg – Bilder, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. Heinz-Josef Lücking, 1995: Ökologische Bewertung des Soestetals zwischen Cloppenburg und Stedingsmühlen (LK Cloppenburg, Nordwest-Deutschland) aus der Sicht des Naturschutzes unter besonderer Berücksichtigung der Vegetation, Gewässergüte und des ökomorphologischen Gewässerzustandes. BSH/NVN naturspecial Report. ISBN 3-923788-29-0. Heft 21. Diplomarbeit im Fach Geographie an der Justus Liebig Universität, Gießen, 1992.
  2. vgl. Meisel, S., 1959, S. 27: Die Naturräumlichen Einheiten auf Blatt 70/71 Cloppenburg/Lingen. Hrsg.: Bundesanstalt f. Landeskunde u. Raumforschung. Bonn-Bad Godesberg: Selbstvlg.
  3. vgl. Meisel, S., 1959, S. 28
  4. http://www.cloppenburg.de