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Dom (Berg)

Dom

Täschhorn, Dom, Lenzspitze (v.l.n.r) im Winter 2006 von der Station Mittel Allalin (3'460 m ü. M.) aus gesehen

Höhe 4'545 m ü. M.
Lage Kanton Wallis, Schweiz
Gebirge Mischabelgruppe, Walliser Alpen
Geographische Lage (632330 / 104856)Koordinaten: 46° 5′ 40″ N, 7° 51′ 24″ O; CH1903: (632330 / 104856)
DEC
Erstbesteigung 11. September 1858 von J. Llewellyn Davies, Johann Zumtaugwald, Johann Kronig und Hieronymous Brantschen
Normalweg Nordflanke (II), Gletschertour

Dom mit Nadelhorn (links) und Täschhorn (rechts) von Westen 1978

Der Dom in den Walliser Alpen ist mit einer Höhe von 4'545 m ü. M. der höchste Berg, der ganz innerhalb der Schweiz liegt. Die Dufourspitze in der Monte-Rosa-Gruppe ist höher (4'634 m ü. M.), ist aber ein Grenzberg zu Italien. Ihr höchster Punkt befindet sich aber auf Schweizer Hoheitsgebiet.

Der Dom gehört zur Mischabelgruppe, nach dem Monte Rosa das zweithöchste Gebirgsmassiv der Schweiz. Benannt wurde er zu Ehren des Domherrn von Sion, Joseph Anton Berchtold. Zum Teil ist auch überliefert, dass Berchtold selbst im Zuge der von ihm selbst durchgeführten Vermessungsarbeiten (1833) die ganze Mischabel „Dom“ genannt habe. Ob dies allerdings zu Ehren seines eigenen Standes erfolgte, erscheint zweifelhaft.

Zum ersten Mal bestiegen wurde er am 11. September 1858 von J. Llewellyn Davies, Johann Zumtaugwald, Johann Kronig und Hieronymous Brantschen über den Nordwestgrat.

Die Normalroute führt von Randa (1'407 m ü. M.) im Mattertal zunächst über Wanderwege und versicherte Steige zur Domhütte (2'945 m ü. M.). Dort beginnt dann die eigentliche Hochtour. Über den Festigletscher erreicht man das Festijoch, von wo aus der ziemlich schwierige Festigrat zum Gipfel führt. Der Normalanstieg erfolgt jedoch über die technisch einfachere, objektiv aber gefährlichere (Gletscherspalten) Route über den Hohberggletscher. Bei beiden Anstiegen erreicht man den Gipfel über einen schmalen, ausgesetzten Firngrat.

Der Dom ist auch ein Skiberg, die erste Skibesteigung erfolgte bereits am 18. Juli 1917 durch den Briten Sir Arnold Lunn mit dem Führer Joseph Knubel. Der klettersteigartige Zustieg zur Hütte sollte hierzu bereits schneefrei sein.

Literatur